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Was sind Ausscheidungsorgane?

Ausscheidungsorgane transportieren Stoffe aus unserem Körper. Dabei werden Stoffwechselendprodukte, die in den Zellen unseres Körpers entstehen, ausgeschieden. Stoffwechselendprodukte sind z.B. Wasser, Kohlenstoffdioxid, Harnstoff oder überschüssige Salze. Zu den Ausscheidungsorganen gehört der Darm, die Lunge, die Nieren und die Haut.

Die Niere

Die Leber und Niere sind wichtige Organe zur Ausscheidung von schädlichen oder überschüssigen Stoffen. Die Leber filtert Giftstoffe aus dem Blut, die entweder aufgenommen wurden oder in den Zellen des Körpers entstanden sind. Auch die Nieren unterschiedliche Stoffe aus unserem Blut. Beispielsweise entfernen sie überschüssiges Wasser und Stoffwechselendprodukte wie den Harnstoff aus unserem Blut und scheiden es über die Harnwege aus.

Bau der Niere

Unsere beiden Nieren liegen jeweils rechts und links neben der Wirbelsäule. Sie sind bohnenförmig, rotbraun gefärbt und haben eine glatte Oberfläche.

Nieren im Körper.jpg

Der Aufbau der Niere besteht aus einer Rindenschicht und einer Markschicht. Die Rindenschicht wird von zahlreichen Nierenkörperchen gebildet. Sie bestehen jeweils aus einem Glomerulus, einem Gefäßknäuel, und einer umgebenden Kapsel, der sogenannten Bowman‘schen Kapsel. Im Nierenmark liegt ein komplexes System aus Nierenkanälchen. In den Nierenkörperchen beginnt die Harnbildung. Dieser wird von den Nierenkörperchen über die Harnkanäle und die Sammelröhrchen zum Harnleiter transportiert. Außen an der Niere sind die Nierenvene und Nierenarterie angeschlossen. Die Nierenarterie transportiert das Blut, das mit Stoffwechselendprodukten beladen ist, in die Niere. Die Nierenvene versorgt den Körper mit gereinigtem Blut.

Niere.jpg

Harnbildung in der Niere

Gerade hast du schon den Aufbau der Nierenkörperchen kennengelernt. In ihnen werden Schadstoffe aus dem Blut herausgefiltert. Der Glomerulus ist ein Knäuel aus feinsten Blutgefäßen, den Kapillaren. Durch den Druck des Blutes im Glomerulus werden durch feine Poren Stoffwechselendprodukte, wie z.B. Wasser, Salz und Traubenzucker herausgefiltert. Größere Moleküle, wie z.B. die roten Blutkörperchen, können die Poren nicht passieren. Die herausgefilterten Stoffe werden so in die Bowman‘sche Kapsel gedrückt. Von dort aus kann das Gemisch in die Sammelröhrchen fließen. Es wird nun als Primärharn bezeichnet. Dieser wird über das Kanalsystem in die Harnkanälchen des Nierenmarks geleitet. Dort werden dem Primärharn, die Stoffe entzogen, die im Körper noch weiterverwendet werden können. Dazu zählen Wasser, Salze und der Traubenzucker. Das nun konzentrierte Gemisch wird als Sekundärharn bzw. Endharn bezeichnet. Vom Nierenbecken gelangt der Urin dann in den Harnleiter und anschließend in die Harnblase. Dort wird er gesammelt und bald als gelber Urin ausgeschieden.

Die Haut als Ausscheidungsorgan

Unsere Haut schützt uns vor schädlichen Umwelteinflüssen und ist das größte Sinnesorgan. Sie ist aber auch ein Ausscheidungsorgan. Der Aufbau der Haut besteht aus drei Schichten: der Unterhaut, der Lederhaut und der Oberhaut. In der Lederhaut liegen die Schweiß- und Talgdrüsen. Die Schweißdrüsen produzieren Schweiß, welchen sie über die Hautoberfläche abgeben. Der Schweiß besteht zu 99% aus Wasser, enthält aber auch Salze. Er verdunstet auf der Haut und kühlt auf diese Weise unseren Körper. Übrigens ist der Schweiß selbst geruchlos. Den typischen Schweißgeruch verursachen Bakterien auf unserer Haut. Diese zersetzen ihn, wodurch er anfängt zu stinken. Wenn wir uns körperlich anstrengen, heizt sich unser Körper besonders auf. Unter diesen Bedingungen können wir bis zu 10 - 15 Liter Schweiß produzieren, um unsere Körpertemperatur konstant zu halten. Unter normalen Bedingungen schwitzen wir nur ca. 100-200 ml pro Tag. Die meisten Schweißdrüsen besitzen wir an Achselhöhlen, Fußsohlen und Handflächen, aber auch am Rücken und am Bauch.

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Unsere Haut scheidet auch Talg aus. Dieser wird in kleinen Drüsen direkt an den Haarwurzeln produziert. Die Zellen in ihnen produzieren so lange Talg, bis sie schließlich platzen und der Talg am Haar entlang zur Hautoberfläche geschoben wird. Aber keine Angst: Es werden ständig neue Zellen in den Talgdrüsen gebildet. Der Talg ist eine Mischung aus Fetten. Er ist sozusagen die natürliche Creme unseres Körper, die unsere Haut vor Rissen und Infektionen schützt und sie geschmeidig hält. Täglich produzieren wir 1-2 g Talg. Viele Talgdrüsen besitzen wir zum Beispiel im Gesicht in der sogenannten T-Zone, die sich über Stirn, Nase und Kinn erstreckt.