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Jethro Tull 02:58 min

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Transkript Jethro Tull

Jethro Tull sind zwar in die Jahre gekommen, deshalb aber noch kein bisschen leise. Auch nach vierzig Jahren auf der Bühne lassen es die Rockoldies noch richtig krachen. Über zu wenig Erfahrung können sich die Musiker nicht beschweren. Ihre Diskographie liest sich wie ein rauschender Konzertabend. Die meisten Fans sind der Band schon seit Jahrzehnten treu. Ich hab mit vierzehn in unserer kleinen Dorfdisko mal einen Sitzstreik mit ein paar Kollegen gemacht, nur damit Jethro Tull gespielt wird und ich mag sie heute noch. Oh, eigentlich ‘ne lange Geschichte. Bundeswehr 68, 69, Kamerad in Goslar erste Mal Jethro Tull gehört. Gleich die LP gekauft “Stand Up“ und seither eigentlich immer begleitet. Die Rolle, die bei anderen Gruppen die E-Gitarre spielt, wird bei Jethro Tull von einer Querflöte übernommen und auch sonst hat sich die Band nie einen Stempel aufdrücken lassen. Musikkritiker sind immer noch uneinig, ob Jethro Tull eher für Classic oder Progressive Rock steht. Klar ist aber, Jethro Tull ist nicht stehen geblieben. Die Band hat sich musikalisch immer weiterentwickelt. Ich glaube, wir haben mehr gemein mit den jetzigen Rockgruppen als mit unseren Zeitgenossen. Das ist vielleicht die Erklärung, warum wir auch junge Leute noch anziehen. Die Freunde meiner Kinder interessieren sich nicht für Phil Collins oder Mike and the Mechanics, eher Nirvana und Pearl Jam, aber eben auch Led Zeppelin und Jethro Tull. Jethro Tull ist eine Band mit vielen Weggefährten. Die einzigen Konstanten sind der Gitarrist Martin Barre und Ian Anderson. Der Bandleader ist auch Gründungsmitglied der Band. Ian Anderson ist ein Multitalent. Er schreibt Songs, spielt mehrere Instrumente und er gibt der Band eine Stimme. Der Schotte ist über sechzig Jahre alt und heute noch süchtig nach Musik. Wer älter als dreißig ist, sollte Briefmarken sammeln oder Kinder aufziehen, der ist einfach zu alt für Rock'n'Roll. Aber es wird zur Leidenschaft, ein Teil des Lebens, unmöglich aufzuhören. Über zwanzig Alben haben Jethro Tull veröffentlicht und dabei viele Nuancen gezeigt. Blues, Folk, Jazz bis hin zum Hard Rock, sie haben immer wieder für Überraschungen gesorgt. Doch das Markenzeichen von Jethro Tull ist bis heute geblieben, das virtuose Flötenspiel von Ian Anderson.