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Zeitstruktur in epischen Texten – Erzählzeit und erzählte Zeit

Erzählzeit ist die Zeit, die benötigt wird, um eine Geschichte zu lesen oder vorzutragen, während die erzählte Zeit sich auf den Zeitraum innerhalb der Handlung bezieht. Das Verhältnis zwischen beiden, die Erzählgeschwindigkeit, kann durch Zeitraffung, Zeitdehnung oder Zeitdeckung verdeutlicht werden. Lust auf mehr? Erfahre dies und noch mehr in diesem Text!

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Deutsch-Team
Zeitstruktur in epischen Texten – Erzählzeit und erzählte Zeit
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse - 9. Klasse

Zeitstruktur in epischen Texten – Erzählzeit und erzählte Zeit Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Zeitstruktur in epischen Texten – Erzählzeit und erzählte Zeit kannst du es wiederholen und üben.
  • Gib Mittel zur Zeitgestaltung in epischen Texten wieder.

    Tipps

    Bei einigen Wahlmöglichkeiten handelt es sich zwar um Gestaltungsmittel von epischen Texten, diese beziehen sich aber nicht speziell auf die Zeitgestaltung.

    Das Erzähltempo beschreibt das unterschiedliche Verhältnis von erzählter Zeit zu Erzählzeit.

    Lösung

    Mittel zur Zeitgestaltung in epischen Texten sind die Variation des Erzähltempos, die Rückblende und die Vorausschau.

    • Die Variation des Erzähltempos ist das unterschiedliche Verhältnis der Erzählzeit zur erzählten Zeit. Man unterscheidet dabei zwischen Zeitdeckung, -dehnung und -raffung.
    • Die Vorausschau ist ein Sprung in die Zukunft, also die Ankündigung von Ereignissen, die erst später eintreffen werden.
    • In Rückblenden wird in die Vergangenheit gesprungen und es werden Vorgeschichten präsentiert.
    Umschau hingegen ist ein Begriff, der nichts mit der Gestaltung von epischen Texten zu tun hat, sondern aus der Dramenanalyse stammt. Beim auktorialen Erzähler handelt es sich um eine Erzählperspektive, die erst einmal nichts mit der Zeitgestaltung zu tun hat, auch wenn dieser auktoriale Erzähler dann Rückblenden oder Vorausdeutungen vornehmen kann. Der Begriff Figurenrede beschreibt, wer im Text spricht. Der Text kann vom Erzähler gesprochen sein oder eben von den Figuren selbst. Auch hier handelt es sich also um ein gestalterisches Mittel, aber nicht speziell eines zur Zeitgestaltung. Die Figurenrede oder Erzählerrede kann dann aber genutzt werden, um eine bestimmte Erzählgeschwindigkeit zu erzielen.

  • Erfasse die wesentlichen Definitionen zur Zeitdarstellung in epischen Texten.

    Tipps

    Die erzählte Zeit ist die Zeitspanne, über die berichtet wird.

    Beim Sekundenstil wird die volle Deckungsgleichheit von erzählter Zeit und Erzählzeit angestrebt.

    Lösung

    Im Lückentext geht es zunächst um die grundsätzliche Unterscheidung zwischen erzählter Zeit und Erzählzeit. Als Erzählzeit bezeichnet man dabei die Zeit, die man zum Lesen oder Erzählen des Textes braucht. Die erzählte Zeit ist die Zeit, die innerhalb der Handlung vergeht. Das können also auch Stunden, Tage, Wochen und Jahre sein. Je nachdem, wie sich diese beiden Zeiten zueinander verhalten, besteht eine unterschiedliche Erzählgeschwindigkeit.

    Die genauere Erläuterung der verschiedenen Geschwindigkeiten erfolgt im zweiten Absatz des Textes. Man unterscheidet zwischen Zeitraffung, Zeitdehnung und Zeitdeckung. Eine besondere Form des zeitdeckenden Erzählens ist der Sekundenstil, weil hier die volle Deckungsgleichheit von erzählter Zeit und Erzählzeit angestrebt wird. Vorausschau und Rückblende sind andere Mittel der Zeitgestaltung, die nichts mit der Erzählgeschwindigkeit zu tun haben.

  • Ordne den Hörbeispielen die Erzählgeschwindigkeit zu.

    Tipps

    Wenn innerhalb von wenigen Sekunden über einen Zeitraum von mehreren Minuten bis hin zu Jahren berichtet wird, handelt es sich um Zeitraffung.

    Wenn in die ablaufende Handlung längere Erläuterungen zum Aussehen oder den Gefühlen der Figuren eingefügt werden, handelt es sich im Zeitdehnung.

    Höre dir die Beispiele erneut im Vergleich an.

    Lösung

    Man unterscheidet drei Erzählgeschwindigkeiten: Zeitraffung, Zeitdeckung und Zeitdehnung.

    • Die Zeitraffung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Erzählzeit kürzer ist als die erzählte Zeit. Im Beispiel erkennst du sie daran, dass innerhalb von wenigen Sekunden ein Zeitraum von 18 Minuten beschrieben wird, nämlich die Zeit, die Bob zu spät kommt. Im letzten Beispiel wird sogar ein Zeitraum von mehreren Jahren zusammengefasst, und zwar die gesamte Kindheit und Jugend. Zeitsprünge sind ein Bestandteil der Zeitraffung, es handelt sich dabei aber nicht um den übergeordneten Begriff bzw. eine Erzählgeschwindigkeit.
    • Zeitdeckung ist die Erzählgeschwindigkeit, bei der sich erzählte Zeit und Erzählzeit entsprechen. Das Erzählen über den Glockenschlag im Beispiel dauert in etwa so lange wie der Glockenschlag selbst.
    • Zeitdehnung bezeichnet den Fakt, dass die Erzählzeit länger ist als die erzähle Zeit. Das Gespräch aus dem Beispiel dauert eigentlich nur wenige Sekunden, aber durch die ausführlichen Erläuterungen zum Aussehen und den Gefühlen des Neffen dauert das Erzählen länger.

  • Untersuche den Text auf verschiedene Erzählgeschwindigkeiten.

    Tipps

    Zeitraffung wird eingesetzt, wenn die erzählte Zeit länger ist als die Erzählzeit.

    Zeitdehnung findet statt, wenn die erzählte Zeit kürzer ist als die Erzählzeit.

    Bei der Zeitdeckung entsprechen sich erzählte Zeit und Erzählzeit in etwa.

    Lösung

    Für die meisten Erzählungen ist es typisch, dass sich Zeitraffung von längeren erzählten Abschnitten mit Zeitdeckung und -dehnung in der Wiedergabe einzelner Szenen abwechseln.

    • Bei den ersten beiden Sätzen handelt es sich um Zeitraffung, weil hier die Kindheit und Jugend der Protagonistin innerhalb weniger Sekunden berichtet wird. Die erzählte Zeit ist also deutlich kürzer als die Erzählzeit.
    • Bei den nächsten beiden Abschnitten handelt es sich um Zeitdeckung, denn das Erzählen dauert in etwa so lange wie das, was getan bzw. gedacht wird. Man könnte vor allem beim dritten Abschnitt auch vom Sekundenstil sprechen, da hier das Lesen der Gedanken genau gleichzeitig mit dem Denken passiert.
    • Im weiteren Verlauf des Textes wird dann die Erzählzeit länger als die erzählte Zeit. Es findet also eine Zeitdehnung statt. Der Moment, in dem die Verzweiflung in Form des Weinens aus ihr herausbricht, wird sehr kleinschrittig beschrieben, sodass es länger dauert, dies zu lesen.
    • Im letzten Abschnitt liegt dann wieder eine Zeitraffung vor, denn mehrere Tage werden innerhalb eines Satzes beschrieben.

  • Begründe den Einsatz der verschiedenen Erzählgeschwindigkeiten.

    Tipps

    Zeitraffung wird eingesetzt, wenn die erzählte Zeit länger ist als die Erzählzeit.

    Zeitdehnung findet statt, wenn die erzählte Zeit kürzer ist als die Erzählzeit.

    Bei Zeitdeckung entsprechen sich erzählte Zeit und Erzählzeit mehr oder weniger genau.

    Lösung

    Die Variation der Erzählgeschwindigkeit wird in Texten nicht wahllos, sondern mit Bedacht vorgenommen, denn die unterschiedlichen Geschwindigkeiten erzeugen verschiedene Effekte.

    • Zeitdehnung, bei der eine Handlung länger beschrieben wird, als sie dauert, wird zum Spannungsaufbau genutzt, da der Leser auf den Ausgang der Handlung warten muss. Sie wird aber auch verwendet, um dem Leser die Umstände einer Handlung, das Aussehen, die Gedanken und Gefühle einer Figur näherzubringen. So werden beispielsweise Erläuterungen in Dialoge eingeschoben, um zu beschreiben, was die Figur denkt, wie sie etwas sagt und welche Handlungen sie während des Sprechens ausführt.
    • Zeitraffung wird genutzt, um den Fokus auf das Wesentliche zu legen, also unwichtige Zeitabschnitte auszusparen. Es wäre sonst zum Beispiel nicht möglich, über das ganze Leben einer Figur oder gar mehrere Generationen einer Familie zu schreiben.
    • Zeitdeckung wird eingesetzt, damit der Leser das Zeitempfinden der Figuren nachempfinden kann. Auf diese Weise können unter anderem Dialoge und Gedanken, aber auch Handlungen in derselben Zeit wiedergegeben werden, in der sie ablaufen.

  • Bestimme die Erzählgeschwindigkeit in den Textbeispielen.

    Tipps

    Der Sekundenstil ist eine Form der Zeitdeckung, bei der sich erzählte Zeit und Erzählzeit besonders genau entsprechen.

    Lösung
    1. Die Zeitdehnung ist dadurch gekennzeichnet, dass länger über etwas erzählt wird, als es in Wirklichkeit dauert. Im Beispiel dauert das Sehen der Sternschnuppe und das ihr Folgen und sich nebenbei Gedanken über Wünsche machen nur ca. eine Sekunde, aber zum Lesen des Textes brauchst du etwas länger.
    2. Bei der Zeitdeckung entsprechen sich die erzählte Zeit und die Erzählzeit in etwa. Der Moment, in dem sich die Personen aus dem Beispiel sehen und begrüßen, dauert mehr oder weniger genauso lange, wie man zum Lesen des Textes benötigt.
    3. Der Sekundenstil beschreibt die möglichst ganz genaue Deckung von erzählter Zeit und Erzählzeit. Man findet ihn zum Beispiel in Dialogen ohne Einschübe durch den Erzähler oder in inneren Monologen, so wie im Beispiel. Mehr und mehr Einschübe und Erläuterungen der Gedanken oder Handlungen während eines Dialogs führen dann zur Zeitdeckung oder Zeitdehnung. Deshalb sind Zeitdeckung und Sekundenstil nicht leicht voneinander zu unterscheiden.
    4. Die Zeitraffung erkennst du relativ einfach daran, dass du, um den Text zu lesen, nur wenige Sekunden brauchst, er aber über eine Zeitspanne von einem Tag, wie in dem Beispiel, oder noch längere Zeiträume berichtet. Aufzählungen von verschiedenen Handlungen sind ein Anzeichen für Zeitraffung.