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Was ist ein Text? – Funktion und Textsorten

Tauche ein in die Welt der Texte! Hier erfährst du alles über mündliche und schriftliche Textformen, ihren Aufbau und ihre Funktionen. Verstehe den Unterschied zwischen Textsorten und Textarten und lerne, wie du sie kategorisieren kannst. Neugierig geworden? Unser ausführlicher Artikel wartet nicht nur mit allgemeinen Informationen auf, sondern bietet dir auch konkrete Beispiele und Übungen.

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Die Autor*innen
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Tutorin Renate
Was ist ein Text? – Funktion und Textsorten
lernst du in der 9. Klasse - 10. Klasse

Was ist ein Text? – Funktion und Textsorten Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Was ist ein Text? – Funktion und Textsorten kannst du es wiederholen und üben.
  • Fasse zusammen, was ein Text ist.

    Tipps

    Zwei Antworten sind richtig.

    Ein Referat ist ein Beispiel für einen mündlichen Text.

    Auch eine Bewerbung ist ein Text. Sie zählt zu den schriftlichen Texten.

    Lösung
    • Der Begriff Text stammt vom lateinischen Wort textere ab und bedeutet Gewebe.
    • Ein Text ist somit eine Folge von Äußerungen und Sätzen, die zusammenhängen und miteinander verwoben sind.
    • Ein Text wird dabei nicht nur in mündliche und schriftliche Texte unterteilt, sondern verfolgt auch immer eine Absicht.
    • Hinsichtlich der schriftlichen Texte trennt man Sach- und Gebrauchstexte von den literarischen Texten ab.
    • Daneben gibt es eine Vielzahl an mündlichen Texten, wie beispielsweise die Rede, das Interview oder die Diskussion.
  • Bestimme die Funktion von Texten.

    Tipps

    Unter Funktion versteht man jeweils, welche Auswirkungen ein Text auf den Leser haben soll bzw. was ein Text beim Leser bewirken soll.

    Ein Sachbuch ist ein Buch, das ein bestimmtes Sachthema plausibel und sprachlich verständlich darstellt.

    Lösung

    Sowohl mündliche als auch schriftliche Texte können verschiedene Funktionen übernehmen:

    • Texte können eine Informationsfunktion haben, also den Leser über einen Sachverhalt oder ein Thema informieren und ihm Wissen vermitteln.
    • Texte können in einer Appellfunktion auch versuchen, die Meinung des Gegenübers zu beeinflussen und ihn so dazu bewegen, etwas zu tun, wie zum Beispiel durch eine ansprechende Werbeanzeige ein Produkt zu kaufen.
    • Andere Texte können den Leser bewusst zu etwas verpflichten. Verträge haben daher beispielsweise eine Obligationsfunktion.
    • Texte können außerdem darum bemüht sein, Kontakt herzustellen bzw. aufrechtzuerhalten. Man spricht dann von einer Kontaktfunktion.
    • Texte können darüber hinaus neue Sachverhalte festlegen, also etwas deklarieren.
    • Literarische Texte haben eine ästhetische Funktion und sollen unterhalten.

  • Entscheide, welche Funktion die jeweiligen Textsorten haben.

    Tipps

    Ein Wahlplakat übernimmt eine ähnliche Funktion wie die Werbung. Die Partei wirbt quasi für deine Stimme.

    Nicht jeder Text mit einer Obligationsfunktion benötigt die Unterschrift des Lesers.

    Lösung

    Texte mit einer Deklarationsfunktion sollen neue Sachverhalte verkünden. Dazu gehört zum Beispiel ein Testament, das den Nachlass des Verstorbenen regelt und daher neue Auskünfte über die Besitzverhältnisse gibt.
    Postkarten, aber auch SMS, haben eine Kontaktfunktion, da diese Textsorten dazu beitragen, mit einer Person im persönlichen Austausch zu bleiben.
    Texte mit Obligationsfunktionen benötigen nicht immer zwingend die Unterschrift des Lesers, dass sich dieser mit einer bestimmten Sache einverstanden erklärt. So stimmt man beispielsweise schon dann der Hausordnung einer gewissen Lokalität zu, wenn man sich dort aufhält.
    Sowohl Parteiplakate als auch Werbung haben eine Appellfunktion. Sie wollen die Meinung des Lesers beeinflussen und dafür sorgen, dass er oder sie eine Partei wählt bzw. etwas kauft.

  • Bestimme die jeweilige Textsorte.

    Tipps

    Für welche Textsorte sind Regieanweisungen typisch?

    Wie heißt die Textsorte, in der jemand Rede und Antwort steht?

    Lösung

    Jede Textsorte weist bestimmte Merkmale auf:

    • Ein Zeitungsbericht zeichnet sich durch seinen sachlichen Stil aus und informiert inhaltlich über ein bestimmtes Ereignis.
    • Ein Interview weist Fragen und Antworten auf und verfügt daher über einen Experten, der vom Reporter über einen Sachverhalt befragt wird.
    • Das Drama hat Regieanweisungen, in denen angegeben wird, wie sich die Personen zu verhalten haben, bzw. wie die Umgebung aussieht. Ein Drama hat generell eine Dialogstruktur.
    • Eine Inhaltsangabe bezieht sich auf ein bestimmtes Werk und gibt deren Inhalt auf sachlicher Ebene wieder.
    Quellen der Textauszüge:
    1. https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.blaulicht-vom-22-august-diebstahl-im-supermarkt.8105104f-e5d6-4572-8b54-68318738a5b6.html (Stand vom 20.01.2018).
    2. https://kurier.at/kultur/migrantigen-regisseur-arman-t-riahi-im-interview-zuwanderung-ist-teil-von-wiens-identitaet/305.120.368 (Stand vom 20.01.2018).
    3. https://www.schreiben.net/artikel/dos-und-donts-dein-weg-zur-perfekten-zusammenfassung-665/ (Stand vom 20.01.2018).
    4. Brecht, Bertolt (1998):Leben des Galilei. Schauspiel. Berlin, S. 7.

  • Benenne die unterschiedlichen Textsorten.

    Tipps

    Wenn du eine Inhaltsangabe verfasst, gibst du den Inhalt des Textes mit deinen eigenen Worten wieder. Du beschreibst also den Ursprungstext.

    Gebrauchstexte dienen weitgehend dazu, einen Sachverhalt zu verdeutlichen, oder stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit einem kommerziellen Zweck.

    Lösung

    Es werden mindestens vier Textsorten unterschieden:

    • die erzählenden Textformen, worunter alle literarischen Texte, darunter auch Gedichte, fallen,
    • die beschreibenden und berichtenden Textformen wie Inhaltsangaben und Zeitungsberichte,
    • Textformen, die sich mit bestimmten Themen auseinandersetzen, wie Textanalysen, Dissertationen und Hausarbeiten, sowie
    • Gebrauchstexte, die in Form von Anträgen zum Beispiel bei Behördengängen verlangt werden.

  • Ermittle anhand des Textauszugs, warum ein Text als vielschichtiges Gebilde betrachtet werden kann.

    Tipps

    Eindimensional bedeutet geradlinig und einseitig.

    Sprache, aber auch inhaltliche Besonderheiten, also die Semantik eines Textes, gehören zu den Schichten eines literarischen Werkes. Wie hängen die Schichten dabei miteinander zusammen?

    Lösung

    Ingarden erklärt in seinen Ausführungen, warum ein literarisches Werk vielschichtig ist. Zum einen zeichnet es sich durch seine sprachlichen Eigenheiten, zum anderen durch seinen Inhalt, also seine Semantik, aus. Dabei sind alle Schichten wie in einem Gesamtkunstwerk miteinander verbunden. Einzelne Textteile bauen so ihren Inhalt aufeinander auf, weswegen Ingarden auch von zwei Dimensionen spricht: Eine Dimension macht dabei die verschiedenen Schichten aus und die zweite Dimension besteht darin, wie sich die Schichten gegenseitig bedingen.

    Quelle des Textauszugs: Schneider, Stefan (2005): Thema Deutsch. Schülerarbeitsheft für die Sekundarstufe II. Zwischen Text und Interpretation. Textanalyse. Leipzig, S. 11.