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Konjunktiv I

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Martina M.
Konjunktiv I
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Beschreibung Konjunktiv I

In diesem Video lernst du, wie der Konjunktiv I gebildet und angewendet wird. Du lernst die Konjunktiv I - Endungen sowie die Formen des Verbs "sein". Außerdem lernst du, in welcher Zeitform du den Konjunktiv I in der indirekten Rede anwendest und kannst dir einige Beispiele aus festen Wendungen überlegen. Viel Spaß beim Dazulernen!

Transkript Konjunktiv I

Hallo, ich bin Martina und ich erkläre euch heute die Anwendung und die Bildung des Konjunktiv 1, da der Konjunktiv I in der indirekten Rede, aber auch für die Äußerung von Wünschen oder in festen Wendungen, gebraucht wird. Du solltest dafür wissen, was Präsens, Perfekt, Futur und Indikativ bedeuten. Der Konjunktiv I wird vorwiegend in der indirekten Rede, aber auch bei der Äußerung von Wünschen oder in einigen festen Wendungen verwendet. In der indirekten Rede will der Sprecher zeigen, dass er eine Äußerung nur wiedergibt. In der wörtlichen Rede heißt es zum Beispiel: Tom sagt:"Ich bin größer als Ben." In der indirekten Rede heißt es: Tom sagt, er sei größer als Ben. Damit man erkennt, dass eine Äußerung nur wiedergegeben wird, muss man sie durch ein Verb des Sagens, Denkens oder Fragens einleiten. Solche Verben sind zum Beispiel: antworten, sagen, meinen, behaupten, erklären, berichten, denken, fragen. Er dachte, sie sei nach Hause gegangen. Der Konjunktiv I kann aber auch verwendet werden, um Wünsche auszudrücken. Zum Beispiel, wenn man sagt: Er lebe hoch. Häufiger werden Wünsche allerdings mit dem Indikativ und "dass" ausgedrückt: Ich wünsche, dass ich größer bin als Ben. In einigen festen Wendungen wird auch der Konjunktiv I verwendet - du kennst sie bestimmt auch. Zum Beispiel: Wie dem auch sei! Vielleicht fallen dir auch einige Wendungen ein, in denen der Konjunktiv I vorkommt. Vieles sagt man ja auch, ohne zu beachten, ob es der Konjunktiv oder der Indikativ ist. Fallen dir welche ein? Na klar: Komme, was wolle! Und vielleicht noch etwas? Genau: Gott sei Dank! Das ist auch der Konjunktiv I. In Rezepten findest du auch häufig den Konjunktiv I. Hier nimmt man ihn für Aufforderungen. Zum Beispiel: Man nehme 3 Löffel Zucker ... Und in der einen oder anderen Mathearbeit ist dir der Konjunktiv I sicherlich auch schon einmal begegnet. Zum Beispiel: Gegeben sei ein Dreieck mit den Seiten ... Aber wie wird der Konjunktiv I gebildet? Man bildet ihn, indem man an den Verbstamm die Konjunktiv-I-Endung anhängt. Und dann haben wir bei dem Verb "gehen" zum Beispiel: ich gehe, du gehest, er/sie/es gehe, wir gehen, ihr gehet, sie gehen. Der Konjunktiv I unterscheidet sich also kaum vom Indikativ Präsens. Nur die 2. und die 3. Person Singular und die 2. Person Plural haben eine andere Form. Eine ganz andere Form in allen Personen hat allerdings das Verb "sein": "ich bin" wird zu "ich sei", "du bist" wird "du seiest", "er/sie/es ist" wird "er/sie/es sei", "wir sind" wird "wir seien", "ihr seid" wird "ihr seiet", "sie sind" wird "sie seien". Der Konjunktiv I kann in der Gegenwart, Vergangenheit und in der Zukunft stehen. Für die Gegenwart nimmst du den Präsensstamm und die Konjunktiv-I-Endung: Er sagt, er gehe nach Hause. Für die Vergangenheit nimmst du den Konjunktiv I von "sein" oder "haben" und das Partizip Perfekt des Verbs: Er sagt, er sei nach Hause gegangen. Für die Zukunft nimmst du den Konjunktiv I von "werden" und den Infinitiv: Er sagt, er werde nach Hause gehen. Welche Zeitform in der indirekten Rede steht, hängt von der Zeitform der direkten Rede ab und nicht von dem Verb, dass die indirekte Rede einleitet. Das zeitliche Verhältnis zwischen der indirekten Rede und dem einleitenden Verb im Hauptsatz wird auch als Vorzeitigkeit, Gleichzeitigkeit und Nachzeitigkeit bezeichnet. Vorzeitigkeit bedeutet, dass das Ereignis vor der Äußerung stattfand. Zum Beispiel: Ben sagt, sie seien gestern im Park gewesen. Der Besuch im Park fand also statt, bevor Ben davon erzählte. Du bildest diesen Satz deshalb mit dem Konjunktiv I von "sein" und dem Partizip Perfekt. Bei der Gleichzeitigkeit finden das Ereignis und die Äußerung gleichzeitig statt. Zum Beispiel: Ben sagt, er gehe in den Park. Der Besuch im Park findet statt, während Ben es erzählt. Du bildest diesen Satz deshalb mit dem Präsensstamm und der Konjunktiv-I-Endung. Bei der Nachzeitigkeit findet das Ereignis nach der Äußerung statt. Zum Beispiel: Ben sagt, er werde in den Park gehen. Der Besuch im Park findet statt, nachdem Ben davon erzählt hat. Du bildest diesen Satz deshalb mit dem Konjunktiv I von "werden" und dem Infinitiv. Der Konjunktiv I wird heute meist in der Schriftsprache verwendet. In der Alltagssprache ist es üblicher Wünsche oder die indirekte Rede mit dem Indikativ und "dass" zu formulieren. Ich hoffe, dir hat das Video gefallen. Bis zum nächsten Mal, Martina.

48 Kommentare

48 Kommentare
  1. Hallo Demos84,
    danke für diesen Hinweis! Wir haben übrigens noch andere Videos zum Konjunktiv 1. Vielleicht verstehst du das Thema mit diesem Video besser? https://www.sofatutor.com/deutsch/videos/konjunktiv-i-bildung-und-verwendung
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 6 Monaten
  2. Ich habe es auch nicht ganz verstanden am besten wäre es wenn am Ende des Videos immer eine Zusammenfassung mit Beispielen stehen würde

    Von Demos84, vor 6 Monaten
  3. Hallo Nina,
    wir haben noch andere Videos zum Konjunktiv 1. Vielleicht verstehst du das Thema mit diesem Video besser? https://www.sofatutor.com/deutsch/videos/konjunktiv-i-bildung-und-verwendung
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 6 Monaten
  4. Ich hab das Video nicht ganz verstanden. Außer die Endungen und Zeiten :-(
    LG Nina :-)

    Von Hellendoorn, vor 6 Monaten
  5. Hallo Damlaacar2007,
    wenn du unsere Videos im Browser schaust, kannst du die Geschwindigkeit rauf- oder runterstellen. Dazu klickst du in der schwarzen Anzeigeleiste unter dem Video auf das Tachosymbol (zwischen Zeitangabe und HD-Symbol) und wählst eine neue Geschwindigkeit aus. Zudem kannst du das Video auch jederzeit anhalten, um dir Notizen zu machen oder du schaust dir das Video einfach noch einmal an, wenn du etwas nicht verstanden hast.
    Wir haben außerdem noch ein anderes Video zum Konjunktiv I: https://www.sofatutor.com/deutsch/videos/konjunktiv-i-bildung-und-verwendung
    Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Viel Spaß weiterhin beim Schauen unserer Videos.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 7 Monaten
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Konjunktiv I Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Konjunktiv I kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe die Verwendung und Bildung des Konjunktivs I.

    Tipps

    Tempus bedeutet Zeit. Die Zeit wird eingeteilt in Präsens = Gegenwart, Präteritum = Vergangenheit und Futur = Zukunft.

    Lösung

    Der Konjunktiv I wird bei der indirekten Rede, bei der Äußerung von Wünschen oder festen Wendungen verwendet. Die indirekte Rede weist daraufhin, dass eine Aussage lediglich wiedergegeben wird. Dies erkennt man vor allem an bestimmten Verben, wie z. B. antworten, sagen, meinen, denken, usw.. Um den Konjunktiv I zu bilden, hängt man dem Verbstamm die Konjunktiv I - Endung an. Eine Ausnahme bildet das Verb sein. Darüber hinaus wird der Konjunktiv I in Abhängigkeit vom Tempus gebildet. Im Präsens mit dem Präsensstamm und der Konjunktiv I - Endung, im Perfekt mit der Konjunktiv I - Form von sein/haben und dem Partizip Perfekt des Verbs und im Futur mit der Konjunktiv I - Form von werden und dem Infinitiv. Welche Zeitform gebraucht wird, hängt wiederum vom Verhältnis zwischen Ereignis und Äußerung ab. Bei der Vorzeitigkeit geschieht das Ereignis vor der Äußerung, damit wird der Konjunktiv I von sein oder haben und dem Partizip Perfekt genutzt. Die Gleichzeitigkeit drückt aus, dass Ereignis und Äußerung gleichzeitig geschehen und wird mit dem Konjunktiv I im Präsens gebildet. Die Nachzeitigkeit bezieht sich auf ein Ereignis nach der Äußerung und wird mit dem Konjunktiv I von werden und einem Verb im Infinitiv gebildet.

  • Bestimme die indirekte Rede.

    Tipps

    Die indirekte Rede ist die Wiedergabe einer Äußerung. Der Sprecher gibt entweder seine bereits getätigte Aussage oder die Aussage einer anderen Person wieder.

    Es gibt bestimmte Verben, die auf die indirekte Rede hinweisen. Z. B. antworten, meinen, sagen, denken, usw.

    Lösung

    Zur indirekten Rede gehören die Sätze:

    • Er sagt, die Mathearbeit sei nicht gut ausgefallen.
    • Sabine meint, sie habe ihre Schlüssel verloren.
    • Er antwortet seiner Mutter und sagt, er werde mit dem Hund in den Park gehen, um dort seine Freundin zu treffen.
    • Yasmina denkt, sie habe die richtige Entscheidung getroffen.
    • Kyra sagt, du werdest einkaufen gehen und danach mit uns zusammen kochen.
  • Ermittle den Indikativ.

    Tipps

    Die indirekte Rede kann in einem Hauptsatz im Konjunktiv I stehen. Sie kann aber auch im Nebensatz mit dem einleitenden Subjunktor dass oder im Hauptsatz im Kojunktiv II stehen.

    Der Indikativ gibt die Tatsächlichkeit eines Sachverhalts an und wird deshalb auch Modus der Wirklichkeit genannt.

    Lösung

    Hier wurde der Spieß einmal umgedreht: du solltest Sätze, die im Konjunktiv stehen, in den Indikativ umwandeln. Korrekt umgewandelt lauten die Sätze im Indikativ:

    • Samantha kann gut Fußball spielen.
    • Esra räumt morgen ihr Zimmer auf.
    • Er hat von dem Lärm nichts gehört.
    • Ben ist in den Park gegangen, um Frisbee zu spielen.
    • Mama backt einen Kuchen für seinen Geburtstag.
  • Entscheide, welche Konjunktiv I - Form in den Sätzen gebraucht wird.

    Tipps

    Das Wort morgen signalisiert, dass das Ereignis nach der Äußerung geschehen wird (Nachzeitigkeit).

    Bei der Nachzeitigkeit benutzt du den Konjunktiv I von werden und den Infinitiv des Verbs.

    fliegen: sie werde fliegen

    Lösung

    Der Gebrauch der Konjunktiv I Form bei der indirekten Rede hängt von der direkten Rede ab. Dabei unterscheidet man in Vorzeitigkeit, Gleichzeitigkeit und Nachzeitigkeit.

    • Bei der Vorzeitigkeit geschieht das Ereignis vor der Äußerung, du benutzt den Konjunktiv I von sein/haben und das Partizip Perfekt des Verbs.
    • Bei der Gleichzeitigkeit geschehen Ereignis und Äußerung gleichzeitig, du benutzt den Präsensstamm des Verbs und hängst die Konjunktiv I - Endung an.
    • Bei der Nachzeitigkeit geschieht das Ereignis nach der Äußerung, du benutzt den Konjunktiv I von werden und den Infinitiv des Verbs.
    Die direkte Rede wird in die indirekte Rede im Konjunktiv I umgewandelt. Die richtigen Sätze lauten:

    • Oma sagt: „Ich komme morgen zum Frühstück."
    Meine Oma sagt, sie werde morgen zum Frühstück kommen.

    • Lisa erzählt: „Mein neuer Freund ist super, denn er hat sogar schon ein Auto."
    Lisa erzählt, ihr neuer Freund sei super, denn er habe sogar schon ein Auto.

    • Sie rufen: „Hoch sollst du leben!"
    Sie rufen, du sollest hochleben.

    • Peter meint: „Ich gehe ins Kino und danach treffe ich mich mit Lars."
    Peter meint, er werde ins Kino gehen und sich danach mit Lars treffen.

    • Papa sagt: „Gestern bin ich zu spät zur Arbeit gekommen, weil das Auto nicht anging."
    Papa sagt, er sei gestern zu spät zur Arbeit gekommen, weil das Auto nicht anging.

    • Mohammed antwortet: „Das letzte Mal habe ich die Mannschaften ausgewählt."
    Mohammed antwortet, er habe das letzte Mal die Mannschaften ausgewählt.

  • Gib an, welche Verben im Indikativ und welche im Konjunktiv I stehen.

    Tipps

    Die Konjunktiv I Endungen im Präsens sind:

    • Ich: Verbstamm + -e
    • Du: Verbstamm + -est
    • Er/Sie/Es: Verbstamm + -e
    • Wir: Verbstamm + -n
    • Ihr: Verbstamm + -et
    • Sie: Verbstamm + -n
    Lösung

    Zum Konjunktiv gehören:

    • er komme
    • sie seien
    • du wünschest
    • ihr lebet
    • es geschehe
    • ihr habet
    Zum Indikativ gehören:

    • sie kommt
    • er ist
    • du wünschst
    • ihr lebt
    • es geschieht
    • ihr habt
  • Analysiere die Sätze im Hinblick auf Vorzeitigkeit, Gleichzeitigkeit und Nachzeitigkeit.

    Tipps

    Wörter wie längst, morgen oder bereits können einen Hinweis darauf geben, ob das Ereignis vor, nach oder während der Äußerung geschieht.

    Lösung

    • Bei der Vorzeitigkeit geschieht das Ereignis vor der Äußerung, du benutzt den Konjunktiv I von sein/haben und das Partizip Perfekt des Verbs.
    • Bei der Gleichzeitigkeit geschehen Ereignis und Äußerung gleichzeitig, du benutzt den Präsensstamm des Verbs und hängst die Konjunktiv I Endung an.
    • Bei der Nachzeitigkeit geschieht das Ereignis nach der Äußerung, du benutzt den Konjunktiv I von werden und den Infinitiv des Verbs.
    Die Sätze bei denen eine Vorzeitigkeit vorliegt:

    • Er sagt, er habe ihm das Videospiel schon längst zurückgegeben.
    • Meine Mutter sagt, sie habe das Essen bereits vorbereitet.
    Bei der Vorzeitigkeit wird die Konjunktiv I Form von sein/haben und das Partizip Perfekt des Verbs gebraucht.

    Gleichzeitigkeit liegt in den Sätzen vor:

    • Maria glaubt, sie sei zu dick für das Kleid.
    • Jennifer antwortet Maria, ihr stehe das Kleid sehr gut und sie sei überhaupt nicht zu dick dafür.
    • Im Rezept steht, man nehme Butter und nicht Öl.
    Bei der Gleichzeitigkeit wird dem Präsensstamm des Verbs die Konjunktiv I Endung angehängt.

    Nachzeitigkeit liegt in den Sätzen vor:

    • Abdul denkt, er werde Maria morgen fragen, ob sie mit ihm zum Abschlussball gehen will.
    • Er sagt, er werde morgen zu dir kommen und dich abholen.
    Bei der Nachzeitigkeit wird die Konjunktiv I Form von werden und der Infinitiv des Verbs gebraucht.

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