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„Kabale und Liebe“ – Personenkonstellation (Schiller)

Liebe und Intrigen in „Kabale und Liebe“: Schiller stellt in seinem Drama bunte Figuren aus verschiedenen sozialen Schichten vor. Beziehungen, die von Liebe und Neid geprägt sind, entwickeln sich in einer einzigartigen Konstellation von Personen. Erfahre mehr über die Charaktere, ihre Beweggründe und die gesellschaftlichen Spannungen! Interessiert? Das und vieles mehr kannst du im folgenden Text entdecken.

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Die Autor*innen
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Deutsch-Team
„Kabale und Liebe“ – Personenkonstellation (Schiller)
lernst du in der 9. Klasse - 10. Klasse

„Kabale und Liebe“ – Personenkonstellation (Schiller) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video „Kabale und Liebe“ – Personenkonstellation (Schiller) kannst du es wiederholen und üben.
  • Erstelle eine Übersicht zu der Standeszugehörigkeit der Figuren.

    Tipps

    Zu jeder Kategorie lassen sich zwei Personen zuordnen.

    Luises Vater ist Stadtmusikant.

    Lösung

    Ein grundlegender Konflikt in „Kabale und Liebe” ist der zwischen Adel und Bürgertum.

    • Dem Adel zuzuordnen sind: Hofmarschall von Kalb, Präsident von Walter und Lady Milford, die Geliebte des Präsidenten.
    • Dem Bürgertum zuzuordnen ist: Die ganze Familie Miller.
    • Sekretär von Wurm wurde in das Bürgertum geboren, ist aber eher dem Adel zugewandt.
    • Ferdinand von Walter wurde in den Adel hineingeboren, aber ist durch seine Liebe zu Luise Miller eher dem Bürgertum zugewandt.
    • Die beiden letztgenannten befinden sich deshalb eher zwischen den beiden Ständen. Das zeigt, dass die Einteilung der Gesellschaft schon damals Schwierigkeiten bereitete.
  • Bestimme, wie die einzelnen Figuren zur Ehe von Ferdinand und Luise stehen.

    Tipps

    Nicht nur Ferdinand hat Interesse an Luise, sondern auch...

    Luises Vater ist Ferdinand gegenüber misstrauisch. Was denkt er?

    Lösung

    In dem Drama haben alle Figuren unterschiedliche Absichten und Wünsche.

    • Präsident von Walter ist gegen die Beziehung und denkt vor allem an die Stellung und Karriere von Ferdinand. Das heißt, dass er einen standesbezogenen und erfolgsorientierten Blickwinkel hat.
    • Lady Milford ist in Ferdinand verliebt und will die Ehe mit ihm. Sie sieht in Luise eine Bedrohung.
    • Nicht nur Ferdinand hat Interesse an Luise, sondern auch Sekretär Wurm. Er würde sie gerne heiraten.
    • Luises Vater ist misstrauisch gegenüber Ferdinand und befürchtet, dass er sein Versprechen nicht halten wird. Er zweifelt an seiner Aufrichtigkeit und ist besorgt um das Ansehen der Familie und Luises Wohlbefinden.
    • Luises Mutter erhofft sich sozialen Aufstieg für die Familie und fördert die Beziehung deshalb. Sie sieht es also ganz anders als Luises Vater.

  • Vergleiche die beiden wichtigsten Frauenfiguren in „Kabale und Liebe“ miteinander.

    Tipps

    Überlege noch einmal, wer von beiden Frauen adlig ist.

    Lösung

    • Luise ist die Tochter eines Stadtmusikanten. Damit entstammt sie dem kleinbürgerlichen Milieu.
    • Die Geliebte des Herzogs hingegen ist Lady Milford. Damit hat sie einige Vorteile im Leben.
    • Beide lieben Ferdinand. Das ist ihre einzige Gemeinsamkeit.
    • Lady Milford versucht, ihre Gegnerin zu demütigen. Luise versucht dies nicht.
    • Lady Milford lebt prunkvoll und im Luxus, da sie dem Adel angehört. Sie profitiert vom Reichtum des Herzogs.
    Die beiden sind generell sehr unterschiedlich, aber in einem Punkt gleich. Beide versuchen Ferdinand für sich zu gewinnen, aber Luise gibt ihn im Endeffekt frei.

  • Analysiere Ferdinands Haltung gegenüber dem Herzog.

    Tipps

    Überlege noch einmal, was Er selbst ist nicht über die Ehre erhaben bedeuten könnte.

    Lösung

    Die richtigen Antworten sind:

    • Ferdinand denkt, dass der Herzog versucht, Gefühle und Handlungen anderer nach seinem Willen zu beeinflussen. Das ist in Kann der Herzog Gesetze der Menschheit verdrehen, oder Handlungen münzen wie seine Dreier? zu erkennen. Mit Gesetze der Menschheit sind Gefühle und zwischenmenschliche Handlungen gemeint.
    • Ferdinand denkt, dass der Herzog sich nicht an seine eigenen Richtlinien hält und korrupt ist. Das kann man aus dem nächsten Satz Er selbst ist nicht über die Ehre erhaben, aber er kann ihren Mund mit seinem Golde verstopfen. erschließen.
    • Ferdinand würde nicht um jeden Preis seine Liebe verfechten, da er sagt Ich bin bereit, Dies alles mit Füßen zu treten, sobald Sie mich nur überzeugt haben werden, daß der Preis nicht schlimmer noch als das Opfer ist., was bedeutet, dass er rational nicht mehr zu geben bereit ist, als Sinn ergeben würde.
    • Ferdinand denkt, dass Gesetze der Menschheit wichtig sind und die Meinung anderer nicht zu stark berücksichtigt werden sollte.

  • Benenne die wichtigsten Fakten zu Luise Miller.

    Tipps

    Luise gehört dem Bürgertum an. Zählt dies zum bäuerlichen Milieu?

    Lösung

    Die wichtigsten Fakten zu Luise Miller sind.

    • Sie ist 16 Jahre alt. Das heißt, sie ist noch eine Jugendliche.
    • Luise ist die Tochter des Stadtmusikanten Miller. Die Familie gehört also nicht dem Adel an.
    • Sie entstammt aber auch nicht dem bäuerlichen Milieu, sondern dem Bürgertum. Das ist in der Ständegesellschaft zwischen dem Adel und dem Bauerntum einzuordnen.
    • Sie hat sehr strenge Glaubens- und Moralvorstellungen. Diese beeinflussen auch ihre Beziehung zu Ferdinand.
    • Sie liebt Ferdinand, der einem anderen Stand angehört als sie.

  • Arbeite die Einstellung Luises Vaters gegenüber Ferdinand heraus.

    Tipps

    Lies den Auszug genau. Wer ist mit Seiner Excellenz, dem Herrn Papa gemeint?

    Lösung

    Die Textausschnitte aus älteren Dramen muss man manchmal mehrmals lesen, um sie richtig zu verstehen.

    • Am Ausruf Meine Tochter kommt mit dem Baron ins Geschrei ist zu erkennen, dass Luises Vater sich Sorgen um den Ruf der Familie macht. In einer Ständegesellschaft war es sehr wichtig, das gesellschaftliche Ansehen zu wahren. Die Beziehung zwischen Bürgern und Vertretern des Adels war nicht üblich.
    • Seine Frau versucht, ihn zu beruhigen. Er beharrt auf seiner Meinung und stellt mit Ich war Herr im Haus seine dominante Position in der Familie heraus. Damals waren die Machtpositionen in der Familie klar hierarchisch verteilt.
    • Luises Vater überlegt, wie er die Beziehung hätte verhindern können. Das ist an Ich hätt' dem Major besser auftrumpfen sollen erkennbar.
    • Außerdem denkt er, dass er es dem Fürsten von Anfang an hätte sagen sollen. Der Fürst wird mit Vater seiner Exzellenz, das heißt dem Vater von Ferdinand, umschrieben.
    • Am Ende dieses Ausschnitts wird in und das Mädel ist verschimpfiert auf ihr Lebenlang, bleibt sitzen, oder hat's Handwerk verschmeckt, treibt's fort klar, dass er einerseits Angst davor hat, dass eine Tochter schlecht angesehen sein könnte, aber auch davor, dass sie von zu Hause weggeht.