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„Die Verwandlung“ – Entstehungsgeschichte (Kafka)

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Deutsch-Team
„Die Verwandlung“ – Entstehungsgeschichte (Kafka)
lernst du in der 11. Klasse - 12. Klasse

„Die Verwandlung“ – Entstehungsgeschichte (Kafka) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video „Die Verwandlung“ – Entstehungsgeschichte (Kafka) kannst du es wiederholen und üben.
  • Charakterisiere die Bedeutung von Max Brod und Franz Werfel.

    Tipps

    Max Brod und Franz Werfel – wer half Kafka auf welche Weise? Der eine half ihm vor der Veröffentlichung der „Verwandlung“, der andere erst nach Kafkas Tod.

    Lösung

    Franz Werfel und Max Brod waren enge Freunde von Franz Kafka. Ihnen las Kafka im Dezember 1912 die erste Fassung der Erzählung vor, woraufhin Franz Werfel sie an seinen Verleger Kurt Wolff empfahl.

    Max Brod hingegen machte sich einen berühmten Namen, als er nach Kafkas Tod dessen Werke veröffentlichte und ihn so der Weltöffentlichkeit zugänglich und Kafka weltberühmt machte.

    Die Figur Gregor Samsa ist allerdings nicht an Max Brod, sondern eher an Kafka selbst angelehnt.

  • Gib die Entstehungsgeschichte von Kafkas „Verwandlung“ wieder.

    Tipps

    Wie viel Zeit lag zwischen Schreiben und Veröffentlichen? Wochen oder Jahre?

    Im November 1912 ist Kafka 29 Jahre alt.

    Lösung

    Franz Kafka wurde 1883 in Prag, damals noch Österreich-Ungarn, geboren. Er schrieb schon früher Texte, seine Erzählung Die Verwandlung startete er allerdings erst mit 29 Jahren im November 1912 nach einer unruhigen Nacht. Die erste Fassung vollendete er im Dezember 1912. Bereits drei Monate später, im März 1913, wird ihm vom Verleger Kurt Wolff eine Veröffentlichung angeboten.

    Kafka jedoch schlägt das Angebot aus, weil er nicht zufrieden mit dem Ende seines Textes ist. Er will zuvor noch weiter an dem Stück arbeiten. Das wird sich mehr als zwei Jahre hinziehen. In der Zwischenzeit bricht der Erste Weltkrieg aus, im Juli 1914.

    Ein erneutes Angebot vom Verleger Wolff nimmt Kafka schließlich und nach weiteren Überarbeitungen im Dezember 1915 an.

  • Nenne andere berühmte Werke Kafkas.

    Tipps

    Zur Lösung der Aufgabe musst du dir weitere Videos zu Kafka anschauen.

    Es gibt vier richtige Antworten.

    Lösung

    Kafkas Werk umfasst viele Kurzgeschichten, Erzählungen und unvollendete Romanfragmente.

    Seine drei Romanfragmente haben ihm dabei neben der „Verwandlung“ Weltruhm eingebracht. Diese Romane – allen voran „Der Prozess“, aber auch „Das Schloss“ und „Amerika“ – sind uneindeutige, schwer zu interpretierende Werke voller Tiefe.

    Von den Erzählungen sei hier noch „Das Urteil“ zu nennen, das Kafka in einer seiner kreativsten Phasen innerhalb eines Tages schrieb.

    Die anderen Antworten sind nicht von Kafka: „Berlin Alexanderplatz“ ist von einem Zeitgenossen Kafkas, nämlich Alfred Döblin. „Die Blechtrommel“ ist das berühmteste Werk von Günter Grass, „Andorra“ ist hingegen eine Erzählung von Max Frisch.

  • Charakterisiere den kafkaesken Stil.

    Tipps

    Kafkas Stil passt auch gut zu den Themen, über die er schreibt.

    Der Stil lässt sich keiner bestimmten literarischen Strömung zuordnen. Er ist nicht expressionistisch, weil ihm das Hoffnungsvolle, Zukunftsorientierte und das Rauschhafte fehlt. Ebenso wenig kann man ihn der klassischen Moderne zuordnen, weil er chronologische und relativ zusammenhängende Geschichten schreibt.

    Lösung

    Kafka entwickelte in seinen Schriften einen ganz neuen Stil, der in Zusammenhang mit seinen typischen Themen kafkaesk genannt wird.

    In seinen Romanen geht es häufig um nicht zu erklärende, psychologische Phänomene, um die entmenschlichte Welt, in der verborgene Mächte den Lauf der Dinge bestimmen. Die Beziehung zu seiner Familie ist dabei immer wieder Thema. Angst und Unsicherheit sind weitere beherrschende Themen ebenso wie Absurdität, Sinnlosigkeit, Schuld und Verzweiflung.

    Diese eher dunklen Themen beschrieb Kafka aber nicht mit einer gefühlsaufgeladenen, pathetischen Sprache, sondern vielmehr detailliert, nüchtern und abgeklärt. Die zum Teil ungeheuerliche Handlung und der unaufgeregte, fast teilnahmslose Erzählton entfremden den Leser vom Geschehen. Kafka lässt den Leser mit Deutungen alleine.

    Gerade die Nüchternheit in der Darstellung verbunden mit dem unkommentierten, zum Teil schrecklichen oder unheimlichen Geschehen schaffen eine bedrohliche Wirkung.

  • Vervollständige den ersten Satz aus Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“.

    Tipps

    Wo befindet sich der Protagonist, wie heißt er, und was ist mit ihm passiert?

    Lösung

    In der Erzählung beschreibt der Einleitungssatz kurz und knapp alles, was wir wissen müssen: Den Namen des Protagonisten Gregor Samsa, das Setting (sein Bett), die Vorgeschichte (aus unruhigen Träumen erwacht), und worum es in der Geschichte geht: Um das ungeheuere Ungeziefer, das einmal Gregor Samsa war.

  • Analysiere die Parallelen zwischen Kafkas Werk und Leben.

    Tipps

    Welche Lebensgebiete ähneln und überschneiden sich? Ist die Verwandlung teilweise autobiographisch?

    Lösung

    Kafkas Verwandlung bezieht offensichtlich viele ihrer Geschehnisse aus Kafkas Leben. Auffallend sind die Ähnlichkeiten in der Familienbeziehung, also zu Vater, Mutter und Schwester. Auch die finanzielle und die Arbeitssituation sind sich ähnlich. Es geht um den Verlust von Autonomie und um die Abhängigkeit von der Familie, in der sich Kafka immer sah.

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