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„Das fliegende Klassenzimmer“ – Personenkonstellation (Kästner) 05:29 min

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Transkript „Das fliegende Klassenzimmer“ – Personenkonstellation (Kästner)

Sie sind rund vierzehn Jahre alt – vielleicht so alt wie du? – sie sind Schüler an einem Gymnasium. Einer ist ein Streber, einer ist stark, einer ist klein. Normale Jugendliche eben. Doch etwas an ihnen ist besonders: Sie leben in einem Internat.

Hier kommt schon der erste: Jonathan Trotz. Alle nennen ihn nur Johnny. Er hat wohl den spektakulärsten Lebenslauf von allen. Mit vier Jahren wurde er von seinem Vater in Amerika in ein Schiff gesetzt. In Deutschland am Hafen hat ihn niemand abgeholt. So ist Johnny im Internat gelandet. Er schreibt sehr viel und gern. Unter anderem hat er das Theaterstück für die Weihnachtsaufführung geschrieben. Johnny macht sich manchmal Gedanken über seine Zukunft. Obwohl er keine Eltern hat, ist er optimistisch: Er will einmal fünf Kinder haben und auf dem Land leben. Mit Johnny eng befreundet ist Martin Thaler. Der Klassenbeste lebt nur dank eines Stipendiums im Internat, denn sein Vater ist arbeitslos. Martin malt gerne und gut. Da er kein Geld hat, malt er Bilder als Weihnachtsgeschenke. Martin übernimmt meistens die Verantwortung für die ganze Gruppe. Als Klassenbester, der auch menschlich sehr korrekt ist, ist er ihr Anführer. Doch ist er kein Streber und sich für keine Schlägerei zu fein. Und Martin ist mutig: wenn Unrecht geschieht, fürchtet er sich auch nicht vor einer Auseinandersetzung mit den älteren Schülern.

Und wer ist das? Er heißt Matthias Selbmann, Spitzname Matz. Wo immer Kuchenbrösel sind, ist auch er nicht weit. Der Vielfraß hat wenig Ahnung von Rechtschreibung und ist auch sonst nicht der Hellste. Dafür ist er stark wie ein Bär und gewinnt jede Schlägerei für seine Gruppe. Matthias ist zuverlässig und gutmütig. Er wird zu Weihnachten einen Boxsack bekommen. Und wo Matthias ist, ist auch Ulrich von Simmern. Denn die beiden sind dicke Freunde. So unterschiedlich sie auch sind: der eine stark und groß, der andere klein und ängstlich. Uli ist gut in der Schule und macht beim Diktat keine Fehler. Dafür haut er immer ab, wenn es brenzlig wird. Daher halten ihn viele für feige. Uli leidet darunter, er schämt sich für sich selbst. Auch hat er nachts oft Heimweh. Durch seine Mutprobe – er springt mit dem Regenschirm von den Kletterstangen – macht er die stärkste Entwicklung durch: am Ende ist Uli zufrieden mit sich. Der fünfte im Bunde ist Sebastian Frank. Am wohlsten fühlt sich Sebastian mit seinen Büchern. Er ist nämlich sehr schlau und beliest sich viel über Vererbungslehre und ähnlich komplizierte Sachverhalte. Sebastian muss sein Wissen auch zeigen: Er macht stets aberwitzige Kommentare und zieht die andern mit seinen Wortspielen auf. Sebastian hat keinen engen Freund. Das liegt vor allem daran, dass er oft spöttisch ist und sich manchmal über andere lustig macht. Dass Sebastian im Grunde auch ängstlich und einsam ist, merken die andern erst sehr spät.

Etwas ist allen fünf gemeinsam: Ihr enges Verhältnis zu ihrem Hauslehrer Doktor Johann Bökh. Sie nennen ihn Justus, was soviel wie “der Gerechte“ heißt. Justus war früher selber Schüler an diesem Internat. Damals gab es keine Lehrer, die verständnisvoll waren. Justus will das anders machen: Er möchte ein Freund für die Schüler sein. Darum hofft er auch, dass sie Vertrauen zu ihm haben. Justus kennt seine Schüler mit ihren Eigenschaften und Macken und merkt, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Er selbst hatte als Schüler einen engen Freund. Mit ihm war er sogar als Erwachsener noch befreundet. Doch plötzlich verschwand dieser Freund. Der Freund heißt Doktor Robert Uthofft. Unter diesem Namen kennen ihn die Schüler nicht. Sie nennen ihn den „Nichtraucher“, obwohl er viel raucht. Er wohnt in einem Eisenbahnwagen, der aus Nichtraucherabteilen besteht. Der Nichtraucher ist ein Aussteiger. Sein Geld verdient er mit Klavierspielen in Kneipen. Er ist ein guter Freund und Berater für die fünf Schüler. Der Nichtraucher war früher Arzt. Doch als seine Frau und sein Kind starben, hat er sein Leben komplett geändert und den Kontakt zu seinem Freund Justus abgebrochen. Als die beiden sich dank der Schüler wiederfinden, sind sie glücklich. Zukünftig soll der Nichtraucher sogar als Schularzt am Internat arbeiten.

Und was wird wohl aus unseren fünf Helden einmal werden? Wenn sie das Internat verlassen und in die weite Welt hinaustreten? Was denkst du?

3 Kommentare
  1. Default

    Super💍🌹

    Von Ramu N., vor 3 Monaten
  2. Img 4784

    Das Video ist sehr hilfreich und er wurde ganz gut erklärt. Danke :)

    Von Jonah 05, vor mehr als einem Jahr
  3. Default

    Dankeschön ich habe alles richtig toll verstanden

    Von Ronaraufi, vor mehr als einem Jahr