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Zusammensetzung von Waschmitteln 06:13 min

Textversion des Videos

Transkript Zusammensetzung von Waschmitteln

Hallo und herzlich willkommen. In diesem Video geht es um die Zusammensetzung von Waschmitteln. Der Film gehört zur Reihe "Waschmittel". An Vorkenntnissen solltest du das chemische Wissen bis zum 1. Halbjahr der 10. Klasse besitzen. Mein Ziel ist es, dir im Video Kenntnisse und Verständnis für die Zusammensetzung von Waschmitteln zu vermitteln. Das Video besteht aus sechs Abschnitten: 1. Die vier Hauptbestandteile, 2. Waschaktive Substanzen, 3. Gerüststoffe, 4. Bleichmittel, 5. Enzyme, 6. Zusammenfassung. 1. Die vier Hauptbestandteile Ein modernes Waschmittel besteht aus vier Hauptbestandteilen: Als Erstes sind das die waschaktiven Substanzen. Zweiter Hauptbestandteil sind die Gerüststoffe. Dritter Hauptbestandteil sind die Bleichmittel. Vierter Hauptbestandteil sind Enzyme. 2. Waschaktive Substanzen Waschaktive Substanzen sind der wichtigste Bestandteil moderner Waschmittel. Man bezeichnet sie auch als Tenside oder oberflächenaktive Verbindungen. Der Name Seifen ist falsch. Die waschaktiven Substanzen haben eine Reihe von Wirkungen: Sie führen zur Entspannung des Wassers, machen seine Oberfläche weicher. Sie bewirken die Schmutzlösung aus dem Stoff. Und sie sind an der Schaumregulation beteiligt. Betrachten wir den Umwelteinfluss: Waschaktive Substanzen benötigen einen hohen Sauerstoffverbrauch im Gewässer. Sie sind giftig für Fische. Der gesundheitliche Aspekt zeigt an, dass die Aufnahmefähigkeit von Giftstoffen erhöht wird. Was die Wäsche betrifft, so zeigen waschaktive Substanzen allein eine unzureichende Waschwirkung. 3. Gerüststoffe Gerüststoffe sind meist Zeolithe. Ihre Wirkung besteht hauptsächlich in der Wasserenthärtung. Das heißt, Calcium- und Magnesiumionen werden aus dem Wasser entfernt. Außerdem unterstützen sie die Waschwirkung. Sie sorgen dafür, dass es zu keinen Ablagerungen auf der Wäsche kommt. Beim Umweltaspekt macht sich die Überdüngung von Gewässern negativ bemerkbar. Außerdem können durch die Gerüststoffe Schwermetalle aus dem Schlamm der Gewässer gelöst werden. Was die Gesundheit betrifft, so können durch die Gerüststoffe Schwermetalle in das Trinkwasser eingeschleust werden. Es ist darauf zu achten, das Waschmittel nicht zu überdosieren, da man sonst harte Wäsche erhält. 4. Bleichmittel Bleichmittel sind in der Regel Oxidationsmittel, die leicht Sauerstoff abgeben können. Die Wirkung der Bleichmittel zielt auf die Fleckentfernung ab. Gebleicht werden Obst-, Gemüse- und Rotweinflecke durch aktiven Sauerstoff, O. Was den Umweltaspekt betrifft, so kann es zu einer Schädigung von Pflanzen und Fischen durch Bor kommen, da manche Bleichmittel Bor enthalten. Die weiße Wäsche wird zwar reiner, wenn wir es allerdings mit farbiger Wäsche zutun haben, so bleicht sie aus. Aber nicht nur die Farben verbleichen, auch die Fasern der Wäschestücke werden angegriffen. 5. Enzyme Enzyme sind Biokatalysatoren. Man verwendet sie, um eiweißhaltige Flecken aus der Wäsche zu entfernen. Vor allem sind das Blutflecken. Auf die Umwelt und die Wäsche haben die Enzyme keine negativen Auswirkungen. Auf die menschliche Gesundheit allerdings schon. Enzyme können nämlich Allergien hervorrufen. 6. Zusammenfassung Moderne Waschmittel sind aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt: Das sind einmal die waschaktiven Substanzen, dann die Gerüststoffe, Bleichmittel und Enzyme. Erst in der Gesamtheit der Bestandteile kommt die Wirkung des Waschmittels zustande. Für die höheren Klassenstufen sei gesagt, dass noch andere Bestandteile wie Schaumregulatoren und Duftstoffe in Waschmitteln enthalten sind. Neben der Waschwirkung haben die einzelnen Bestandteile auch Auswirkungen auf die Wäsche, die Umwelt und die menschliche Gesundheit. Das wäre es wieder. Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg! Tschüss!

Zusammensetzung von Waschmitteln Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Zusammensetzung von Waschmitteln kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne die vier Hauptbestandteile eines Waschmittels.

    Tipps

    Mit Kernseife hat man früher gewaschen.

    Sand beschädigt die Waschmaschine.

    Lösung

    In Waschmitteln braucht man natürlich eine Substanz, die aktiv wäscht. Das sind sogenannte Tenside. Außerdem benötigt man Stoffe, die eine Gerüststruktur aufweisen. Diese werden als Wasserenthärter verwendet, um Calcium- und Magnesiumionen aus dem Wasser zu entfernen. Der dritte Hauptbestandteil ist ein Mittel, das die Wäsche weiß macht. Diese Bleichmittel enthalten oft Bor und sorgen mit aktivem Sauerstoff für eine weißere Wäsche. Und schließlich sind als letzter Bestandteil Enzyme im Waschmittel enthalten.

  • Erkenne die Aufgaben der Gerüststoffe.

    Tipps

    Gerüststoffe sind recht teuer.

    Nicht alle Ionen machen Wasser hart.

    Ablagerungen werden durch kalkhaltiges Wasser verursacht.

    Lösung

    Zeolithe werden nicht als Füllstoffe verwendet, da sie dazu zu teuer sind. Sie dienen in Waschmitteln als Wasserenthärter. Durch ihre Hohlraumstruktur werden Ionen wie $Mg^{2+}$ und $Ca^{2+}$ aus dem Wasser entfernt und somit wird das Wasser weicher gemacht. Durch weicheres Wasser wird die Waschwirkung der Tenside verbessert und Ablagerungen bedingt durch kalkhaltige, schwerlösliche Salze auf der Kleidung werden vermieden.

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    Gerüststoffe
    Im Wasser Salz in Lösung ist,
    ein Zeolith zeigt sein Gerüst.
    Wasserenthärtung leicht ihm fällt,
    als Füllstoff kostet er viel Geld.
    Das Wasser hart machen Billionen
    und aber Billionen an Metall – Ionen.
    Doch welche, ist nicht einerlei,
    sie stammen aus Hauptgruppe II.
    Jeder Gerüststoff werkelt fein,
    hält Textilien von der Schmutzschicht rein.
    So hilft er mit mit aller Macht,
    dass frische Wäsche uns entgegen lacht.

    André Otto

  • Beschreibe die Wirkung der waschaktiven Substanz.

    Tipps

    Waschaktive Substanzen haben einen polaren Teil und einen unpolaren Teil.

    Wasserläufer können nur über Wasser laufen, wenn keine waschaktive Substanz im Wasser ist.

    Lösung

    Oberflächenaktive Verbindungen bezeichnet man als Tenside. Sie besitzen einen polaren Teil im Molekül und einen unpolaren. Sie ordnen sich an der Wasseroberfläche an und senken so die Oberflächenspannung an der Wasseroberfläche. Insekten, die diese Oberflächenspannung ausnutzen, um über das Wasser zu laufen, würden also in einem tensidhaltigen Wasser untergehen.

    Tenside lösen den Schmutz von der Wäsche ab, indem die unpolaren Teile in den Schmutz ragen und die polaren Teile nach außen ins Wasser zeigen. Damit verteilt sich der Schmutz im Waschwasser.

    Außerdem dienen Tenside der Schaumregulation.

  • Bestimme die Relevanz der Waschmittelbestandteile bei einer Maschinenwäsche.

    Tipps

    Fast aller Schmutz ist mit Tensiden entfernbar.

    Bei der Maschinenwäsche ist eine Überschäumung sehr ärgerlich.

    Hartes Wasser wäscht schlecht.

    Bleichen ist vom Standpunkt der Reinheit wohl eher ein Augenschmaus.

    Lösung

    Die wichtigste Komponente im Waschmittel sind die Tenside. Sie machen den waschaktiven Teil im Waschmittel aus. Auch die Schaumregulatoren braucht man unbedingt bei der Maschinenwäsche, damit sie nicht überschäumt. Gerüststoffe sind sehr wichtig, um die Härtebildner aus dem Wasser zu entfernen und somit die Aktivität der Tenside zu verbessern. Bestandteile wie Enzyme oder Bleichmittel sind nur für ganz bestimmte Flecken relevant. Enzyme benötigt man nur bei Blut- oder Hühnereiweißflecken und Bleichmittel besitzen nur eine begrenzte echte Reinigungsfunktion. Duftstoffe sind für die Waschwirkung nutzlos, mitunter lästig oder gar schädlich.

  • Vergleiche die unterschiedlichen Formen von Sauerstoff.

    Tipps

    Überlege, welche Form des Sauerstoffs die Luft enthält und ob Luft bleicht.

    Atome sind meist reaktionsfreudiger als Moleküle.

    Das Ozon-Molekül spaltet zu schnell ein Sauerstoff Atom ab.

    Die sehr reaktiven Sauerstoffatome werden in kleinen Mengen vom Bleichmittel abgegeben.

    Lösung

    Sauerstoff kommt in der Umgebungsluft molekular als $O_2$ vor. Diese Sauerstoffverbindung ist die stabilste. Wird diese gespalten, entstehen kurzlebige Sauerstoffradikale. Diese sind sehr gute Bleichmittel. Wenn diese Radikale nun mit Sauerstoffmolekülen reagieren, entsteht Ozon $O_3$. Ozon ist ein sehr starkes Oxidationsmittel und schützt uns in der Ozonschicht vor zu intensiver Sonneneinstrahlung.

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    Bleichmittel
    Die Luft kann nicht zum Bleichen dienen,
    sonst wären Damen all Blondinen.
    Und auch die Herren wären hell,
    durch atomare Teilchen schnell.
    Zwar kann Ozon sie produzieren,
    doch durch der Menge großer Kraft,
    tät man die Wäsche demolieren.
    Drum nimmt zum Bleichen mit Verstand
    ein Mittelchen man flugs zur Hand,
    Das wohldosiert Atome spendet,
    als O sie in die Wäsche sendet.
    Dort werkeln sie ganz ohnegleichen.
    Um die Textilien uns zu bleichen.

    André Otto

  • Ermittle die Wirkung der einzelnen Bestandteile des Waschmittels.

    Tipps

    Waschaktive Substanzen benötigt man für unpolare Verschmutzungen, die an der Faser relativ schwach haften.

    Bleichmittel machen die Textilie hell. Sie entfernen also besonders farbstarke oder sehr dunkle Verschmutzungen.

    Enzyme beseitigen Flecke von fest haftenden Verschmutzungen. Besonders gegen eiweißhaltige Verbindungen helfen sie.

    Lösung

    Moderne Waschmittel bestehen aus verschiedenen Bestandteilen, die Flecken aller Art aus den Sachen waschen sollen.

    • Zucker und Stärke sind am leichtesten aus der Wäsche zu entfernen. Sie gehen in der Kälte oder spätesten in der Hitze in die wässrige Lösung.
    • Für Fett und gewöhnlichen Schmutz benötigt man waschaktive Substanzen.
    • Gerüststoffe entfernen die Härtebildner (den Kalk) aus dem Wasser. Das Wasser wird weicher und wäscht besser.
    • Bleichmittel machen die Wäsche hell und helfen damit gegen Obst- und Gemüseflecken sowie Weinflecken. Sie zersetzen gut haftende Stoffe auf der Faser, die die Wäsche grau erscheinen lassen.
    • Blutproteine gehen sehr feste Bindungen mit der Textilie ein. Das Gleiche gilt für Eigelbflecke. Um den Stoff nicht zu zerstören, verwendet man ein Enzym, das eine Ablösung der Proteine von der Faser bewirkt.