Rutherford und der Aufbau der Atome 02:17 min

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Transkript Rutherford und der Aufbau der Atome

Der Wissenschaftler Ernest Rutherford wurde in Neuseeland geboren. Seine Karriere begann jedoch in England mit einem Stipendium an der Universität Cambridge. Hier legte er die Grundlagen für eine der größten naturwissenschaftlichen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts. Rutherford war ein ganz besonderer Mensch. Man erkennt bei bestimmten Wissenschaftlern, dass sie anders sind als alle anderen. Und er war so ein Mensch. Sehr schnell wurde Rutherford zu einem renommierten Wissenschaftler und erhielt den Chemie-Nobelpreis für seine Arbeiten über den radioaktiven Zerfall von Elementen und die radioaktive Strahlung. Aber am bekanntesten ist Rutherford für seine Versuche zur Aufdeckung der Struktur des Atoms. Die atomare Struktur der Materie war seit etwa 1850 bekannt. Aber die Struktur des Atoms selbst blieb lange verborgen. Im Jahr 1908 gelang Rutherford an der Universität Manchester mit seinem berühmten Streuversuch die Lösung dieses Rätsels. In seinem Experiment beschoss er eine dünne Goldfolie mit Alpha-Teilchen und registrierte die Intensität der gestreuten Strahlen. Die meisten Alpha-Teilchen passierten die Folie ungehindert. Dies zeigte, dass die Goldatome weitgehend leerer Raum sind. Aber ein kleiner Anteil der Alpha-Teilchen wurde zur Quelle zurückgeworfen. Daraus folgerte Rutherford über die Struktur des Atoms: Die Masse des Atoms ist in einem dichten, positiven Kern konzentriert, der einige Alpha-Teilchen reflektiert. Um diesen Kern bewegt sich eine Wolke leichter negativer Elektronen. Diese Theorie ist im Kern bis heute gültig. Seine Entdeckung veränderte das wissenschaftliche Weltbild und begründete eine neue Disziplin – die Kernphysik. Diese führte in der Folge zu großen Zerstörungen, eröffnet aber auch große Chancen für die Zukunft. Rutherford forschte bis an sein Lebensende und starb im Jahr 1937 in Cambridge. Seine Entdeckungen rund um das Atom machen ihn bis heute zu einem unserer bedeutendsten Wissenschaftler, der von Albert Einstein einmal als „zweiter Newton“ bezeichnet wurde.

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    Von Ralf Ralf, vor 3 Monaten