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II. Hauptgruppe – Vorkommen 10:26 min

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Transkript II. Hauptgruppe – Vorkommen

Hallo liebe Freundinnen und Freunde der Chemie. Herzlich willkommen bei unserem Streifzug durch die zweite Hauptgruppe des Periodensystems der Elemente, Erdalkalimetalle. Heute der zweite Teil: Vorkommen. Wir wollen einmal in einer Tabelle zusammenstellen, zu wie viel Prozenten die einzelnen Metalle in der Erdkruste enthalten sind. Beginnen wir mit dem Beryllium. Beryllium ist ein relativ seltenes Metall, man findet es in der Erdkruste von 2,6 x 10-4 Prozent. Magnesium ist dagegen schon viel häufiger vertreten, 2,3 Prozent der Erdkruste werden aus Magnesium gebildet. Den größten Anteil der Erdalkalimetalle in der Erdkruste bildet Calcium mit 4,1 Prozent. Die Anteile von Strontium und Barium an der Erdkruste sind gering, aber etwa von gleicher Größe. Radium findet man dagegen fast nicht. Ich habe einen Wert von 6 x 10-11 Prozent gefunden. Sicher ist das auch darauf zurückzuführen, dass Radium radioaktiv ist und zerfällt. Wenn wir die Anteile von Magnesium und Calcium zusammenfassen, so erhalten wir einen Wert von größer als 6 und das ist bereits beachtlich. In welcher Form findet man die Erdalkalimetalle auf unserer Erde? Nun, in reiner Form, wie zum Beispiel Gold oder auch Silber in geringen Mengen, gibt es sie nicht. Sie treten ausschließlich in Verbindungen auf. Vorzugsweise findet man Carbonate, Silikate und Alumosilikate. Das ist schon ein Hinweis darauf, dass sie als Salze selten auftreten. Häufiger findet man die Erdalkalimetalle unter dem Oberbegriff „Minerale“. Das sind Salze, aber auch Steine. Beginnen wir mit dem Beryllium. Wir wollen nur ein Mineral, das wahrscheinlich das wichtigste und bekannteste ist, besprechen: „Beryll“. Beryll ist ein Edelstein, den man in verschiedenen Formen antrifft. Formal gesehen setzt sich Beryll aus den Oxiden des Berylliums, Aluminiums und Silicium zusammen. Besser jedoch ist es, eine Summenformel von Be3Al2Si6O18 zu formulieren. Aus dieser Formel kann man auch erkennen, worum es sich hier handelt: Es ist ein Alumosilikat des Berylliums. Enthält der Beryll etwa 0,3 Prozent Chrom(III)-Oxid, so entsteht in der Natur ein wertvoller Edelstein. Dieser Edelstein hat grüne Farbe und ihr kennt ihn sicher vom Hören, der „Smaragd“. Es gibt ein berühmtes Märchen, der Zauberer der Smaragdenstadt. Andererseits entsteht beim Einschluss bestimmter Eisenverbindungen der Edelstein „Aquamarin“. Ihr seht, der Aquamarin ist ein sehr, sehr schöner Stein. Gehen wir weiter zum Magnesium. Welche wichtigen Minerale gibt es vom Magnesium? Ein ganz wichtiges Mineral ist das sogenannte „Magnesit“. Es wird mitunter auch als „Magnesiumkalk“ bezeichnet. Die Formel dieses Minerals ist MgCO3. Der chemische Name lautet „Magnesiumcarbonat“. Ein weiteres Mineral des Magnesiums ist „Olivin“. Formal betrachtet setzt sich Olivin aus den Oxiden des Magnesiums und Siliciums zusammen. Besser hingegen ist es, die Formel zu schreiben als Mg2SiO4. Und jetzt ist auch klar, worum es sich hier handelt: Es ist „Magnesiumsilikat“. Man findet das Mineral Olivin mit einem solchen Aussehen. Ein weiteres wichtiges Mineral des Magnesiums ist der „Spinell“. Spinelle gibt es mit ganz ungewöhnlichen Färbungen und Schliffen. Leider sind die alle nicht im Internet frei zugänglich. Das Bild, das ich euch hier mitgebracht habe stellt einen etwas weniger spektakulären Spinell dar. Formal besteht der Spinell aus den Oxiden des Magnesiums und Aluminiums. Es ist jedoch besser, die Formel Mg(AlO2)2 zu verwenden. Aus der Formel wird klar, worum es sich hier handelt: Um „Magnesiumaluminat“. Als letztes Magnesiummineral möchte ich „Talk“ nennen, zu Talk sagt man auch mitunter „Speckstein“. Talk kann man formal bestehend aus Magnesiumoxid, Siliciumoxid und einen Anteil an Wasser ansehen. Besser jedoch ist es, die Formel Mg3Si4O11 mit einem Molekül Kristallwasser aufschreiben. Um welche Verbindungsklasse handelt es sich? Ist es ein Carbonat, ein Silikat, ein Alumosilikat oder ein Aluminat? Denkt darüber nach, ich werde euch die Frage am Ende des Videos noch einmal stellen. Gehen wir weiter zum Calcium. Die wohl wichtigsten Minerale des Calciums sind Kalkstein, Marmor, Kreide. Alle drei haben die Summenformel CaCO3. Welchen chemischen Namen kann man aus dieser Formel ableiten? Richtig. Calciumcarbonat. Marmor wird bei dem Bau von noblen Bauwerken und bei der Errichtung von Denkmälern verwendet. Ich möchte euch ein Stückchen natürlichen Marmors zeigen. Ein weiteres Mineral des Magnesiums ist Dolomit, ein bergbildendes Mineral. Ihr werdet sicher die „Dolomiten“, ein Gebirge in Europa, kennen. Dieses Mineral setzt sich zusammen aus Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat. Ein selteneres Mineral gehört zur Gruppe der „Feldspäte“, es ist ein typischer Feldspat: Das Mineral heißt „Anorthit“. Ich habe euch ein Bild von Anorthit mitgebracht. Formal gesehen besteht Anorthit aus den Oxiden des Calciums, Aluminiums und Siliciums. Es ist jedoch besser, dieses Mineral so darzustellen: CaAl2Si2O8 oder Ca(AlSiO4)2. Vor allem die letzte Formel weist darauf hin, worum es sich hier handelt: Es ist ein Alumosilikat des Calciums. Und weiter geht es zum Strontium. Ein wichtiges Strontiummineral ist „Strontianit“, SrCO3. Wie lautet der chemische Name dieser Verbindung? Richtig, „Strontiumcarbonat“. Ein weiteres Mineral ist „Coelestin“, SrSO4. Könnt ihr den chemischen Namen dieser Verbindung nennen? Richtig, „Strontiumsulfat“. Und weiter machen wir mit dem Barium. Ein wichtiges Bariummineral ist „Witherit“, Witherit hat die Formel BaCO3. Um welche chemische Verbindung handelt es sich hier? Richtig. Bariumcarbonat. Ein zweites Mineral des Bariums ist „Baryt“, auch „Schwerspat“ genannt, es hat die Formel BaSO4. Um welche chemische Verbindung handelt es sich hier? Richtig, „Bariumsulfat“. Ich habe euch aus dem Internet ein besonders schönes Beispiel von Bariumsulfat herausgesucht. Vielleicht gefällt es euch. Hübsch, nicht? Könnte man sich direkt drin verlieben. Wenn man einen Unterschied zwischen den Mineralen der zweiten Hauptgruppe des Periodensystems und entsprechenden Mineralen der ersten Hauptgruppe ausmachen möchte, so muss man feststellen, dass man es hier häufiger mit unlöslichen Verbindungen zu tun hat und häufig auf Steine trifft. Nicht selten auf Edelsteine. Ich glaube, das ist eine wichtige Erkenntnis dieses Videos. In diesem Sinne und mit dem schönen Abschlussbild des Bariumsulfats, möchte ich mich von euch verabschieden. Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg. Tschüss.

6 Kommentare
  1. Default

    Sehr gutes Viedio

    Von Arazhul Hd, vor mehr als einem Jahr
  2. Default

    Danke hat mir geholfen habe eine 2 im Test

    Von Arazhul Hd, vor mehr als einem Jahr
  3. 001

    Gibt es von Alex S. Exergon und endergon (die reifere Variante für die Oberstufe) kann ich in der nächsten Woche drehen. Du kannst es dann Anfang April sehen.
    Gruß
    André

    Von André Otto, vor etwa 7 Jahren
  4. Foto%20am%2015.09.11%20um%2022.38

    Hallo, vielen dank für Ihre Videos... sehr gut gemacht...
    Könnten Sie nicht ein video über Endotherm und Exotherm machen um diese zwei Begriffe zu vereinfachen?....
    Im voraus danke... und gruss

    Von Mirella C., vor etwa 7 Jahren
  5. 001

    Ich habe zur II. Hauptgruppe 10 Videos produziert. Du findest darunter sicher, was du suchst.

    Von André Otto, vor mehr als 8 Jahren
  1. Default

    ich erkenne keine struktur, sollte im 2. Video nicht ein überblick über die 2. Hauptgruppe zu sehen sein, und nicht die möglichen Minerale??

    Von Jodre, vor mehr als 8 Jahren
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