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II. Hauptgruppe – Überblick 08:16 min

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Transkript II. Hauptgruppe – Überblick

Hallo liebe Chemieinteressierte. Schön, dass Ihr mich weiter begleitet auf meiner Wanderung durch das Periodensystem der Elemente. Die 1. Hauptgruppe wollen wir heute abschließen. Wir fügen nun die Elemente der 2. Hauptgruppe hinzu, die wir in diesem Video erstmalig besprechen wollen: Beryllium, Magnesium, Calcium, Strontium, Barium und Radium. Die Elemente der ersten Hauptgruppe verabschieden sich von uns. Natürlich heißen diese Metalle nicht Alkalimetalle, das ist klar. Sie haben einen anderen Namen. Die Hauptgruppe ist die 2. Hauptgruppe. Die Metalle dieser 2. Hauptgruppe bezeichnet man als Erdalkalimetalle. In diesem Video, möchte ich einen ersten Überblick über die Metalle der 2. Hauptgruppe geben. Zunächst noch eine kleine Bemerkung bezüglich der Korrektheit des Namens "Erdalkalimetalle". Unter Erdalkalimetallen versteht man eigentlich nur die 4 unteren Metalle: Calcium, Strontium, Barium und Radium. Zunächst einmal möchte ich die Namen, die ihr bereits gehört habt, schriftlich formulieren. Beryllium, Magnesium, Calcium, Strontium, Barium, Radium. Woher rühren diese Namen? Beryllium: Beryllium stammt vom Begriff "Beryll", das ist ein Edelstein. Magnesium: Magnesium stammt vom Begriff "Magnesia", das ist ein Ort in Kleinasien. Calcium: Calcium stammt vom Wort "calx", das ist lateinisch und heißt Kalkstein. Strontium: Strontium stammt vom Wort "Strontian", das ist ein schottischer Ort. Barium: Barium stammt vom Wort "barys", das ist griechisch und bedeutet schwer. Radium: Radium stammt vom Wort "radius", das ist lateinisch und bedeutet Strahl. Somit haben wir eine erste Übersicht über die Namen und deren Herkunft der Alkalimetalle erhalten. Als Nächstes wollen wir eine Übersicht der Schmelztemperaturen der Alkalimetalle erstellen. Beryllium: 1280 Grad Celsius. Magnesium: 657 Grad Celsius. Calcium: 850 Grad Celsius. Strontium: 757 Grad Celsius. Barium: 710 Grad Celsius. Radium: 700 Grad Celsius. Stellt Ihr eine Tendenz von oben nach unten fest? Na klar, von oben nach unten werden die Schmelztemperaturen allmählich niedriger. Und schon wieder habe ich Euch an einer Stelle ein bisschen beschummelt. Magnesium ist nämlich ein Ausreißer. Das hat, wenn wir die Tendenz so festlegen, eine viel zu niedrigere Schmelztemperatur. Aber bei den Anderen stimmt das: Von oben nach unten nehmen die Schmelztemperaturen innerhalb der 2. Hauptgruppe ab.  Als Nächstes wollen wir die Siedetemperaturen vergleichen. Beryllium: 2967 Grad Celsius. Magnesium: 1101 Grad Celsius. Calcium: 1439 Grad Celsius. Strontium: 1364 Grad Celsius. Barium: 1638 Grad Celsius. Radium: 1140 Grad Celsius. Na das ist ja ein tüchtiges Durcheinander. Vielleicht können wir etwas Licht in das System hereinbringen, indem wir die Abhängigkeit so ungefähr skizzieren. Weiter nach links bedeutet eine höhere Siedetemperatur, weiter nach rechts, eine niedrigere Siedetemperatur. Ich habe jetzt einmal die Pünktchen so ungefähr aufgemalt und werde sie nun miteinander verbinden. Das ist doch ein Ergebnis, oder nicht? Größer, kleiner, größer, kleiner, größer, kleiner. Wir haben es hier also mit einem typischen "größer-kleiner-Effekt" zu tun. Na das ist doch auch mal was, oder nicht? Als Nächstes wollen wir uns die Härten der Erdalkalimetalle anschauen. Die Erdalkalimetalle sind härter als die Alkalimetalle, aber immernoch sind diese Metalle relativ weich. Es ist so, dass die Härte innerhalb der 2. Hauptgruppe von oben nach unten abnimmt.  Kommen wir nun zu den Dichten in g/cm3. Beryllium: 1,85. Magnesium: 1,74. Calcium: 1,55. Strontium: 2,6. Barium: 3,5. Radium: ungefähr 5. Welche Abhängigkeit liegt hier vor? Ich möchte dies mithilfe einer schematischen Grafik veranschaulichen. Kleiner, kleiner, größer, größer, größer. Die Dichte fällt vom Beryllium über das Magnesium zum Calcium, um dann über Strontium und Barium bis zum Radium einen Maximalwert zu erreichen.  Zum Schluss noch einige Worte über die Reaktivität. Die Elemente der 2. Hauptgruppe sind relativ reaktionsfreudig. Sie sind relativ unedel. Die Alkalimetalle sind reaktiver als die Erdalkalimetalle. Gruppe 1 ist reaktiver, als Gruppe 2. Calcium, Strontium und Barium reagieren gut mit Wasser und ich nehme auch an, dass das für das radioaktive Radium zutrifft. Die Reaktivität in der 2.Hauptgruppe, der Hauptgruppe der Erdalkalimetalle, nimmt demnach von oben nach unten zu. Das möge für eine Einführung ausreichen. Ich wünsche Euch alles Gute und viel Erfolg. Tschüss.

4 Kommentare
  1. ich finde es ist gut erklärt,aber es fehlen viele andere wichtige Informationen. Warum sind sie nicht so reaktionsfreudig wie die Alkalimetalle(geauner)? Wo verwendet man Erdalkalimetalle? Auf Youtube, was kostenlos ist, gibt es mehr Informationen als hier, was das Gegenteil sein sollte....

    Von Latifaelhail2014, vor 6 Monaten
  2. Ich liebe auch Chemie und finde die Chemie sehr interessant

    Von Aaron Reichert, vor etwa einem Jahr
  3. Das ist überhaupt nicht verwirrend . Das ist sehr gut erklärt . Danke

    Von Arazhul Hd, vor fast 3 Jahren
  4. Wieso steht beim "Grösser-Kleiner-Effekt" (Siedetemperatur) unten höher? Ist ein bisschen verwirrend.

    Von Bisera M., vor mehr als 3 Jahren