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Daltons Atommodell 09:32 min

Textversion des Videos

Transkript Daltons Atommodell

Guten Tag und herzlich willkommen. In diesem Video geht es um die Daltonsche Atomhypothese. Das Video gehört zur Reihe "Atombau". Als Vorkenntnisse solltest du den Chemieunterricht für Anfänger von vielleicht etwa einem halben Jahr besucht haben. Im Video möchte ich dir etwas über die Bedeutung, den Inhalt und die Auswirkungen der Atomhypothese erzählen.

Das Video besteht aus 5 Abschnitten:

  1. Chemie vor 200 Jahren
  2. Man braucht Ordnung
  3. Mr. Dalton greift ein
  4. Auswirkungen auf die Forschung und 5. Zusammenfassung  
  5. Chemie vor 200 Jahren: Vor etwa 200 Jahren hatten die Naturwissenschaften mit dieser Art der Untersuchungen fast vollständig abgeschlossen. Könnt ihr euch denken, was ich damit meine? Versucht es herauszubekommen, während ich zeichne. Na klar, die meisten von euch werden es sicher schon erkannt haben. Es handelt sich um die Alchemie. Die Alchemie war drauf und dran, sich in die Wissenschaft umzuwandeln, die wir heute kennen. Und wie die heißt, das weiß jeder von euch. Aber was frage ich noch, ihr wisst es schon längst: Es ist die Chemie. Die Chemie als eigene Naturwissenschaft war noch ganz jung. Man kann sagen: Die junge Chemie befand sich im Aufbau. Das 18. Jahrhundert hatte hervorragende Chemiker hervorgebracht: Henry Cavendish, Antoine Laurent de Lavoisier, Leblanc, Andreas Siegesmund Marggraf, Joseph Priestley, Joseph Louis Proust, Karl Wilhlem Scheele, Joseph Louis Gay-Lussac. Aber es fehlte noch etwas in der jungen Wissenschaft Chemie.

  6. Man braucht Ordnung: Viele, viele Stoffe waren bereits entdeckt worden, doch sie waren alle durcheinander und nicht systematisiert. Man musste unter ihnen eine Ordnung schaffen. Die Frage war nur: Wie sollte das geschehen?

  7. Mr. Dalton greift ein: Jede Naturwissenschaft besteht aus 2 Bestandteilen - nämlich aus der Theorie und dem Experiment. Beide gehören zusammen und ergänzen sich. Die Situation vor 200 Jahren musste man sich bildlich etwa so vorstellen: Links auf der Waage befindet sich ein kleines lebhaftes Männchen, rechts auf der Waage steht ein großer unbeholfener Riese. Links, das ist die Theorie, und rechts wird das Experiment symbolisiert. Zwischen beiden besteht ein gewaltiges Ungleichgewicht. Und hier greift der Wissenschaftler John Dalton ein: Die von ihm entwickelte Daltonsche Atomhypothese stammt aus dem Jahr 1808. Sie besteht aus mehreren wichtigen Punkten:

  8. Chemische Elemente bestehen aus Atomen. Das sind kleinste Teilchen, die nicht zerlegbar sind.
  9. Atome eines Elements haben gleiche Massen. Zum Beispiel kann ein Element aus kleineren gleichen Teilchen bestehen, ein anderes Element besteht auch aus gleichen Teilchen - diese sind aber größer und haben entsprechend größere Massen.
  10. Chemische Reaktionen hat man sich so vorzustellen: Schaut euch einmal die Bildfolge aufmerksam an. Es kann zu einer Trennung von Teilchen kommen, oder aber - schaut bitte weiter: Es kann auch zu einer Verbindung von Teilchen kommen. Wir notieren: Trennung und Verbindung von Teilchen bei chemischen Reaktionen sind möglich. Die Zerstörung von Teilchen hingegen, ist nicht möglich. Auch eine Neubildung von Teilchen aus zerstörten Teilchen findet nicht statt. Man trifft auch keine Umwandlung von Teilchen in andere Teilchen an.

  11. Auswirkungen auf die Forschung: Noch vor 1808 hatten Gay-Lussac und Alexander von Humboldt die prozentuale Zusammensetzung des Wassers ermittelt. Unter Benutzung der Atomhypothese konnte nun Dalton Atommassen bestimmen. 1 ermittelte er für Wasserstoff, 5,4 für Kohlenstoff und 7 für Sauerstoff. Man kannte damals die Formel des Wassers noch nicht. Wenn man die richtige Formel des Wassers anwendet, erhält man folgende Werte: Wasserstoff bleibt, Kohlenstoff 10,8 und Sauerstoff 14. Die exakten Werte sind 12 und 16. Ich denke, ein hervorragendes Ergebnis vor immerhin 200 Jahren. Auf die Atomhypothese bauten in späteren Jahren viele Forschungen auf. Berzelius festigte den Elementebegriff durch die Einführung von Elementesymbolen. Und andere Forscher benutzten die Atomhypothese: Friedrich Wöhler, Justus von Liebig, Eilhard Mitscherlich, Dmitri Iwanowitsch Mendelejew, Lothar Meyer und noch viele andere.

  12. Zusammenfassung: John Dalton entwickelte seine Atomhypothese im Jahre 1808. Elemente bestehen aus kleinsten Teilchen, den Atomen. Sind die Massen der Teilchen verschieden (zum Beispiel 1 und eine Masse größer 1), so gehören sie zu verschiedenen Elementen. Und schließlich ganz wichtig: Bei chemischen Reaktionen können Atome getrennt oder zusammengefügt werden. Sie können aber nicht zerstört oder neu gebildet werden. Und auch die Umwandlung verschiedener Atome ineinander ist nicht möglich.

Mit diesem Bild möchte ich mich von euch verabschieden. Ich hoffe, ich konnte euch etwas helfen. Ich wünsche euch alles Gute. Auf Wiedersehen.

13 Kommentare
  1. gut erklärt

    Von Hanneloreundpeter, vor 9 Monaten
  2. Hat das was mit Jack Dalton zu tun? xD

    Von Janet Nitsche, vor 9 Monaten
  3. Das Video hat mir sehr geholfen aber beim nächsten mal bitte ein bisschen schneller sprechen.

    Von Linda T., vor mehr als einem Jahr
  4. Sehr gut verstanden! Wenn nur die Lehrer in der Schule auch so erklären könnten...

    Von Antje Schwenkbier, vor mehr als einem Jahr
  5. Gutes Video, nur die langen Pausen zwischen den einzelnen Punkten stören ein wenig. Aber es hat mir echt geholfen.

    Von Wagnerreinhold, vor mehr als 2 Jahren
  1. super video

    Von Odin Tim, vor fast 4 Jahren
  2. Gut genau richtig

    Von Seyda A., vor fast 4 Jahren
  3. Ein wenig übertrieben vielleicht.
    Das Video ist einfach nur ... sehr gut.
    Ich freue mich immer, wenn ich nützlich sein konnte.
    Ich wünsche allen, die sich mit Chemie beschäftigen, alles Gute und viel Erfolg!

    Von André Otto, vor mehr als 4 Jahren
  4. Echt geniales Video; hat mir super geholfen :)
    Danke !!!
    Weiter so!!!!

    Von Aldea, vor mehr als 4 Jahren
  5. Wow

    Von Carsten W., vor mehr als 4 Jahren
  6. Danke,
    das hat uns unsere Chemielehrerin nicht erklärt. es hat mir geholfen.

    Von Der, Der Lehrnt, vor mehr als 4 Jahren
  7. super erklärt!

    Von Claudia Zanza, vor fast 5 Jahren
  8. Leider alle gewählten Videos stockend und so nicht anzusehen. Zumindest dieses und die aggregatszudtände ... Heute ist Sonntag 17.11. zwischen 20 und 21 Uhr.

    Von Sandra Ochowat, vor fast 6 Jahren
Mehr Kommentare

Daltons Atommodell Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Daltons Atommodell kannst du es wiederholen und üben.

  • Schildere, warum das Atommodell von Dalton notwendig war.

    Tipps

    Überlege, welches Problem es mit den gefundenen Stoffen vor Daltons Atommodell gab.

    Lösung

    Die Alchemisten haben viele Elemente entdeckt und die ersten Eigenschaften der einzelnen Stoffe herausgefunden. Doch hatte jeder Alchemist sein eigenes System, um die Elemente zu ordnen. Die Benennung der Stoffe und ihre Symbole waren so unterschiedlich, dass es sehr schwer war, gemeinsam wissenschaftlich zu arbeiten. Deshalb brauchte die neue Wissenschaft Chemie ein einheitliches System. Dazu gehörte allgemein bekanntes Wissen um die Zusammensetzung der Stoffe.

    In der Alchemie wurden viele Experimente entwickelt. Diese hatten aber oft mystische oder sehr ungenaue Erklärungen. Die Menschen brauchten eine gemeinsame Basis, eine Idee über kleinste Teilchen, um weitere Theorien über die chemischen Reaktionen entwickeln zu können.

  • Benenne die positiven Effekte von Daltons Atomtheorie für die Chemie.

    Tipps

    Überlege, was Dalton dank der Arbeit von Alexander von Humboldt und Gay-Lussac ermitteln konnte.

    Lösung

    Atommassen
    Durch die Atomtheorie von Dalton konnte man, dank der Studien von Alexander von Humboldt und Gay-Lussac, die Atommasse der Elemente bestimmen. Alexander von Humboldt und Gay-Lussac hatten, durch verschiedene Versuche, die prozentuale Zusammensetzung des Wassers ermittelt.

    Elemente
    Daltons Atomtheorie besagt, dass Atome derselben Masse zum selben Element gehören. Mit diesem Wissen konnte man zum einen Atome den Elementen zuordnen und zum anderen wusste man nun sicher, dass Elemente aus nur einer „Sorte“ Atome bestehen. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis jemand einheitliche Bezeichnungen für die Elemente erfand. Denn im Gegensatz zu den Alchemisten, die ihr Wissen geheim halten wollten und deshalb eine gewisse Unordnung bevorzugten, wollten die Chemiker miteinander forschen und sich untereinander austauschen. Dazu bedurfte es gemeinsamer Zeichen für die Elemente.

  • Bestimme das Elementensymbol zu den gegebenen Elementen.

    Tipps

    Die Elementensymbole leiten sich bei manchen Elementen von ihrem lateinischen oder griechischen Namen ab.

    Blei heißt auf Latein Plumbum.

    Lösung

    Die Elementensymbole im Periodensystem sind oft eng mit dem Namen der Elemente verknüpft. So sind viele Formelzeichen die Anfangsbuchstaben des Namens des Elements.

    Bei Elementen, mit denen schon die Alchemisten gearbeitet haben, werden die Formelzeichen oft an die alten Namen der Elemente angelehnt. Diese stammen oft aus dem Lateinischen oder Griechischen. Blei trägt den lateinischen Namen Plumbum und wird mit $Pb$ im Periodensystem dargestellt. Das gleiche gilt zum Beispiel für:

    • Silber = Argentum = $Ag$
    • Eisen =Ferrum = $Fe$
    • Gold = Aurum = $Au$
    Sauerstoff $O$, Stickstoff $N$ und Wasserstoff $H$ sollten dir schon bekannt sein. Die Zeichen dieser wichtigen Elemente solltest du unbedingt auswendig wissen.

    Zur Zeit von Berzelius war das Periodensystem noch lange nicht fertig. Viele Elemente wurden erst viel später entdeckt. Das Periodensystem ist auch noch lange nicht vollständig. 2013 wurde das Element mit der Ordnungszahl 115 entdeckt. Es trägt den Namen Ununpentium.

  • Beschreibe die Atommodelltheorie von Dalton.

    Tipps

    Überlege, ob nach der Theorie von Dalton Atome zerstörbar sind oder nicht.

    Lösung

    Dalton sieht die Atome als feste einzelne Teilchen, die nicht zerstört oder neu erschaffen werden können. Du kannst sie dir auch als unzerstörbare Murmeln vorstellen. Du kannst rote und blaue Murmeln mischen, was Daltons Verbinden entspricht. Du kannst die gemischten Kugeln sortieren, was dem Trennen der Atome gleichkommt. Damit wurde die Grundlage geschaffen die Elemente neu zu definieren und voneinander abgrenzbar zu machen.

  • Charakterisiere Daltons Atomtheorie durch die von ihm betrachteten Aspekte.

    Tipps

    Zu welcher Zeit entwickelte Dalton seine Theorie über Atome? Gab es zu diesem Zeitpunkt schon die Kernspaltung?

    Lösung

    Dalton lebte im 19 Jahrhundert. Bereits vor dieser Zeit hatten viele Alchemisten Elemente gefunden und grob erforscht. Die Idee von Atomen, die je nach Element unterschiedliche Atommassen aufweisen, war allerdings neu.

    Heute wissen wir, dass Atome aus Protonen, Neutronen und Elektronen aufgebaut sind. Dalton geht davon aus, dass Atome unzerstörbar sind. Die Kernspaltung passt somit nicht in seine Theorie, da es hier um die Spaltung, also Zerstörung von Atomen geht. Auch die einzelnen Atombindungen wurden von Dalton noch nicht betrachtet. Seine Theorie befasst sich nur damit, dass sich Atome verbinden können und nicht auf welche Art und Weise dies geschieht.

  • Bestimme die wissenschaftlichen Phänomene, die mit dem Atommodell von Dalton erklärbar sind.

    Tipps

    Welche Aspekte betrachtet Dalton in seiner Atomtheorie?

    Auf welche Weise wird aus Uran Energie gewonnen? Bleiben die Uran-Atome dabei intakt?

    Lösung

    Daltons Theorie macht die Aussage, dass die Atome eines Elements alle dieselbe Masse haben. Sie sind also alle von Atomen anderer Elemente unterscheidbar. Dies legte den Grundstein für spezifische Nachweise, in Form von chemischen Reaktionen oder anderen physikalischen Vorgängen.

    Daltons Theorie beinhaltet noch keine Aussagen über Bindungen zwischen den einzelnen Atomen. Es war zu dieser Zeit schon ein großer Fortschritt, eine Vorstellung der kleinsten Teilchen als feste, unzerstörbare Kugeln zu gewinnen. Auf dieser Grundlage wurde weiter geforscht, was dann, unter anderem, zu verschiedenen Theorien über Bindungen innerhalb von Stoffen führte.

    Der Energiegewinnung aus Uran liegt die Kernspaltung zu Grunde. Da Dalton von unzerstörbaren Atomen ausging, ist dieser Vorgang seiner Theorie nach nicht möglich. Erst spätere Atommodelle machen einen solchen Vorgang erklärbar.