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Was sind Gliederfüßer? 03:15 min

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Transkript Was sind Gliederfüßer?

Jedes Frühjahr versammeln sich an der Atlantikküste Nordamerikas Pfeilschwanzkrebse, um ihre Eier zu legen. Pfeilschwanzkrebse sind Gliederfüßer. Die Gliederfüßer bilden den größten Stamm im Tierreich. Zu ihnen gehören über eine Million bekannte Arten. Es gibt vier Unterstämme von Gliederfüßern: Die Sechsfüßer, zu denen alle Insekten gehören, die Tausendfüßer, wie etwa Hundertfüßer oder Doppelfüßer, die Krebstiere, zu denen Hummer, Garnelen und Asseln gehören, und die Kieferklauenträger wie Spinnen, Skorpione und Pfeilschwanzkrebse. Alle Gliederfüßer besitzen gemeinsame Merkmale. Sie haben Gliedmaßen mit Gelenken, segmentierte Körper und feste Außenskelette, die aus dem Material Chitin bestehen. Das Außenskelett schützt die weichen Innereien, liefert Struktur und Stabilität und ermöglicht Bewegung. Es hat aber auch Nachteile, das Skelett außen zu tragen. Anders als Haut können sich Außenskelette nicht dehnen. Wenn Gliederfüßer wachsen, müssen sie ihr Außenskelett deswegen abstreifen und sich ein neues, größeres wachsen lassen. Das nennt man Häutung – und es lässt die Tiere verwundbar zurück. Pfeilschwanzkrebse gibt es schon seit mehreren hundert Millionen Jahren. In der Periode des Silurs teilten sie sich die Meere mit anderen frühen Gliederfüßern wie Trilobiten und großen Meeresskorpionen von zwei Metern Länge. Gliederfüßer waren die ersten Tiere, die an Land lebten. Dabei nutzen sie primitive Lungen, um Sauerstoff aus der Luft zu ziehen. Im späten Karbon erreichten manche Landarten gigantische Körpergrößen - etwa Libellen von der Größe von Kühen und zweieinhalb Meter lange Tausendfüßer. Heute haben sich ihre zurückhaltend proportionierten Nachfahren an Lebensräume rund um den Globus angepasst: vom Meeresboden bis hin zur Wüste.