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Holz – Baumaterial für Mensch und Natur 03:30 min

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Transkript Holz – Baumaterial für Mensch und Natur

Schon lange bevor es Menschen gab, wurde Holz als Baustoff entdeckt und verwendet. Wespen und Hornissen bauen ihre Nester damit. Sie vermischen die Holzfasern mit ihrem Speichel und erhalten nach dem Trocknen ein papierähnliches Material, das stabil, leicht und wärmeisolierend ist. Wenn wir von den Wüsten und Polen unserer Erde mal absehen, steht Holz weltweit zur Verfügung und der Mensch hat es als Baumaterial für viele Dinge verwendet: Schiffe, Brücken, Häuser und Waffen, um nur einige zu nennen. Ohne die Verwendung von Holz ist die Zivilisation des Menschen nicht denkbar. Holz ist ein kompliziert gebautes Material und das ist notwendig. Sonst wäre es nicht möglich gewesen, Bäume bis in eine Höhe von bis zu 100 Metern wachsen zu lassen. So hoch werden die Mammutbäume in der Sierra Nevada Nordamerikas. Es sind die höchsten Lebewesen unserer Erde. Höher als so mancher Turm einer Kathedrale. Diese Riesen wiegen bis zu 1400 Tonnen pro Stamm und zählen auch zu den ältesten Lebewesen der Erde, denn sie stehen seit 2000 Jahren an ihrem Platz. Ein Blick auf den Mikroaufbau des Holzes zeigt uns, dass es in Röhren aufgebaut ist. In ihnen wird das Wasser von den Wurzeln zu den Blättern geleitet. Die Röhren werden von Spiralen aus Cellulosefasern stabilisiert, die in Harz eingebettet sind. Diese Spiralstruktur sorgt für die hohe Bruchfestigkeit des Holzes und damit für eine Widerstandsfähigkeit der Äste, wenn es stürmt. Der Druck auf das Holz wirkt sich nur in einem Riss entlang der Cellulosefasern aus. Die Energie wird auf diese Art und Weise absorbiert. Das ist der Grund, weshalb Holz schwer zu brechen ist und sich als Baumaterial so gut eignet. Hier werden verschiedene Holzarten getestet, um das härteste Material herauszufinden. Dass Holz auch biegsam und beweglich sein kann, kennen wir von Weidenruten und den Zapfen der Nadelbäume, deren Schuppen sich bei Trockenheit öffnen, um die darunterliegenden Samen freizugeben. Das Geheimnis liegt auch hier in der Mikrostruktur der hölzernen Zapfen. Die in Harz eingebetteten Celluloseröhrchen sind hier in mehreren Schichten und unterschiedlicher Richtung angeordnet. Die unteren Schichten schrumpfen schneller als die oberen, was zur Öffnung der Schuppen führt. Dieses Prinzip wurde von Technikern der Textilindustrie von der Natur abgeschaut und mit ganz anderen Materialien bei der Sportbekleidung umgesetzt. Wenn der Stoff durch Schweißabsonderung feucht wird, zieht sich die obere Schicht zusammen und öffnet Poren, welche die Feuchtigkeit und Wärme durchlassen und somit für Durchlüftung sorgen.

1 Kommentar
  1. Hilfreich

    Von Elias R., vor mehr als 3 Jahren