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Bakterien: Wie sind Bakterien aufgebaut? 03:53 min

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Transkript Bakterien: Wie sind Bakterien aufgebaut?

Bakterien besiedeln die verschiedensten Lebensräume und sind daher äußerst vielfältig. Schauen wir uns ihren Aufbau genauer an. Viele Bakterien sind kugelförmig. Man nennt sie Kokken. Sie bilden Kolonien, die man anhand ihrer Form unterscheiden kann. Manche ordnen sich kettenförmig an, zum Beispiel die Streptokokken, die Erreger von Karies und Scharlach. Traubenförmige Zellverbände bilden die Staphylokokken. Sie sind Bestandteil der Hautflora. Neben den kugelförmigen gibt es noch stäbchenförmige Bakterien. Dazu gehören unter anderem die Salmonellen, die eine Lebensmittelvergiftung verursachen können und Escherichia coli, kurz E. Coli, ein Bestandteil unserer Darmflora. Betrachten wir dieses Bakterium näher. Es ist etwa zwei bis fünf Mikrometer lang und einen Mikrometer breit. In der Zellhülle sind mehrere Geißeln verankert. Sie dienen der Fortbewegung. Wie alle Bakterien besitzt E-Coli keinen Zellkern. Stattdessen liegt die Erbsubstanz, das Bakterienchromosom, frei im Inneren der Zelle. Im Zellplasma befinden sich außerdem die Ribosomen, die Eiweißfabriken der Zelle. Im Gegensatz zu Tieren und Pflanzen sind die Bakterien immer einzellig und im Zellaufbau anders strukturiert. Welche Unterschiede gibt es noch? Bakterien sind viel kleiner als beispielsweise tierische Zellen. Sie sind etwa so groß wie deren Zellkerne. Bakterien besitzen keinen Zellkern. Die zum Überleben notwendigen Informationen enthält stattdessen das ringförmige Bakterienchromosom. Sehr viele Bakterien haben darüber hinaus Plasmide, die ihnen spezielle Fähigkeiten verleihen. Und auch bei der Vermehrung unterscheiden sie sich von den komplexeren tierischen Zellen. Während sich Bakterien unter optimalen Bedingungen alle 20 Minuten durch Zellteilung verdoppeln, dauert dies bei Tier- und Pflanzenzellen etwa 20 Stunden. So können die Bakterien verschiedenste Lebensräume erobern. Zum Beispiel den Boden. Hier zersetzen sie tote Tiere und Pflanzen. Als sogenannte Destruenten bauen sie organische Substanz ab und stellen daraus anorganische Nährstoffe her, die dann von Pflanzen aufgenommen werden können. Auch im Wasser kann man eine Vielzahl von Mikroorganismen finden. Zum Beispiel Cyanobakterien, früher auch Blaualgen genannt, machen einen Großteil der Mikrofauna des Wassers aus. Sie können durch Fotosynthese Lichtenergie nutzen und hieraus energiereiche organische Nährstoffe herstellen. Als unterste Stufe der Nahrungskette sind sie die Nahrungsgrundlage für andere Lebewesen. Innerhalb des ökologischen Kreislaufs bauen Bakterien als Destruenten organische Substanzen ab und stellen anorganische Nährstoffe bereit. Als Produzenten stellen sie hieraus energiereiche organische Stoffe her. Und als Konsumenten konsumieren sie organische Nährstoffe.

3 Kommentare
  1. sehr gut thx.

    Von Adriangold04, vor 9 Monaten
  2. Es könnte noch besser sein...

    Von Zwuppsel, vor 10 Monaten
  3. danke hat sehr geholfen

    Von I Ruppmann, vor 10 Monaten