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Bakterien – Aufbau und Struktur

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Ø 3.8 / 75 Bewertungen

Die Autor/-innen
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Rapunzel
Bakterien – Aufbau und Struktur
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Beschreibung Bakterien – Aufbau und Struktur

In diesem Film geht es um Bakterien. Diese unterscheiden sich von den anderen eukaryotischen Zellen durch ihren vergleichbar einfacheren Aufbau. So besitzen sie keinen Zellkern, keine Mitochondrien und auch kein komplexes Membransystem. Dafür haben sie wie pflanzliche Zellen eine Zellwand und besitzen darüber hinaus auch meistens eine Geißel, die sie zur aktiven Fortbewegung befähigt. Unter welchen Umweltbedingungen Bakterien vorkommen, wie sie sich vermehren, welche Formen sie annehmen können und auf welche Art sie sich in die Umwelt eingliedern, kannst du hier erfahren.

Transkript Bakterien – Aufbau und Struktur

Hallo! Ich bin Julia und in diesem Film geht es um Bakterien. Bakterienzellen unterscheiden sich von Tier- und Pflanzenzellen in Größe und Aufbau. Bakterien sind 2-3 µm (Mikrometer) groß. 2-3 millionstel Meter also. Man bezeichnet Bakterienzellen auch als prokaryotische Zellen, weil sie keinen echten Zellkern besitzen. Der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet so etwas wie "Vorkern". Das Erbmaterial, die DNA, liegt ohne Hülle in der Zelle. Den Bereich, indem sich die DNA befindet, bezeichnet man als Nukleoid. Alle Reaktionen, die für die Zelle wichtig sind, zum Beispiel Nährstoffabbau und Energiegewinnung, finden im Cytoplasma statt. Meist sind die Enzyme, die diese Reaktionen ermöglichen, an der Zellmembran befestigt. Bakterienzellen haben eine Zellwand, um sich von Angriffen von außen zu schützen. Außerdem besitzen Bakterienzellen Ribosomen. An den Ribosomen werden in allen Zellen Proteine gebildet. Häufig haben Bakterien Geißeln, mit denen sie sich fortbewegen. Die Geißeln drehen sich wie ein Propeller und erzeugen so einen Sog, oder schieben die Bakterien vorwärts. Eine Besonderheit von Bakterien sind sogenannte Plasmide. Plasmide enthalten DNA und können genutzt werde, um Erbgut zwischen Bakterien auszutauschen. Gentechnisch nutzt man Plasmide, um fremdes Erbgut künstlich in Tier, Pflanzen- oder Bakterienzellen einzubringen. In Tier und Pflanzenzellen ist die DNA von einer Membran umschlossen. DNA und Membran bilden den Zellkern. Zusätzlich zur Zellmembran besitzen Pflanzenzellen wie Bakterien eine Zellwand. Eine Besonderheit von Pflanzenzellen sind Vakuolen und Chloroplasten. In Tier- und Pflanzenzellen gibt es Zellorganellen, wie Mitochondrien und innere Membransysteme. Das unterscheidet sie von Bakterien. Der Lebensraum von Bakterien ist sehr vielfältig. Sie leben praktisch überall. Man findet Bakterien in heißen Quellen, im Erdboden, in der Luft und auf Pflanzen und Tieren. Manche können wie Pflanzen Energie aus Licht gewinnen. Sie betreiben also Photosynthese. Man bezeichnet sie als photoautotroph. Die meisten benötigen aber kohlenstoffhaltige Verbindungen wie Zucker um zu überleben. Diese Bakterien bezeichnet man als heterotroph. Viele Bakterien sind für ihre Umgebung nützlich und können sogar für die Produktion von Lebensmitteln eingesetzt werden. Milchsäurebakterien verwandeln zum Beispiel Milch in Käse oder Joghurt. Auch den menschlichen Darm bevölkern zahlreiche Bakterien, die bei der Verdauung von Nahrungsbestandteilen helfen, Vitamine produzieren, oder an der Abwehr schädlicher Keime beteiligt sind. Einige Bakterien verursachen schwere Krankheiten, zum Beispiel Tetanus. Die Tetanusbakterien dringen durch Wunden in die Haut ein und in den Körper. Sie produzieren ein Gift, welches die Signalübertragung an den Muskelzellen verändert und so zu schweren Muskelkrämpfen führt, die meist tödlich enden. Andere von Bakterien ausgelöste Infektionskrankheiten sind zum Beispiel Diphterie und Keuchhusten. Bakterien besitzen unterschiedliche Formen. Sie können kugelförmige Kokken sein, gerade oder gebogene Stäbchen, schraubenförmige Spirillen, oder sogenannte coryneforme Bakterien mit kolbenartigem Aussehen. Häufig bilden Bakterien Verbände. Eine Zweiergruppe aus zwei Kokken heißt "Diplokokke". Eine perlschnurartige Form "Streptokokke" und ein Zellhaufen "Staphylokokke". Zusammenfassung: Bakterienzellen sind von einer Zellmembran umschlossen. Sie besitzen keinen echten Zellkern und keine Zellorganellen. Ihre DNA liegt ohne Kernmembran in einem Bereich des Cytoplasmas, den man als Nukleoid bezeichnet. Zu einer Bakterienzelle gehören außerdem Ribosomen und die meisten Bakterien besitzen eine Zellwand. Viele Bakterien nutzen Geißeln, um sich fortzubewegen. Bakterien besiedeln die verschiedensten Lebensräume. Sie können für die Lebewesen in ihrer Umgebung sowohl nützlich als auch schädlich sein. Unterschiedliche Bakterienformen sind zum Beispiel Kokken, Stäbchen oder Spirillen. Ich hoffe euch hat der Film gefallen und ihr habt viel neues gelernt. Tschüss.

25 Kommentare

25 Kommentare
  1. schlechte audio Qualität

    Von Tore P., vor 5 Monaten
  2. Hallo Jung 1,
    schau doch mal auf diese Übersichtsseite:
    https://www.sofatutor.com/biologie/zellbiologie-und-biochemische-grundlagen/aufbau-und-funktion-von-zellen/prokaryotische-zellen-bakterien
    Hier findest du viele nützliche Infos und weitere Videos rund um das Thema Bakterien.
    Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 6 Monaten
  3. Gutes Video, aber nicht ganz das was ich gesucht habe.

    Von Jung 1, vor 6 Monaten
  4. Danke

    Von Silke Netscher1973, vor etwa einem Jahr
  5. Ups, falsche Kommasetzung

    Von Das Supercomputerteam, vor mehr als einem Jahr
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Bakterien – Aufbau und Struktur Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Bakterien – Aufbau und Struktur kannst du es wiederholen und üben.
  • Benenne die Bestandteile von Bakterien.

    Tipps

    Bakterien werden zu den Prokaryoten gezählt. Pflanzen gehören zu den Eukaryoten. Beide haben jedoch neben der Zellmembran eine weitere Umhüllung.

    Viele Bakterien besitzen einen Fortsatz am äußeren Rand der Zelle. Dieser kann rotieren und den Bakterien somit zur Fortbewegung verhelfen.

    Lösung

    Bakterien enthalten als Prokaryoten keinen echten Zellkern wie die Eukaryoten, also die Zellen von Pflanzen und Tieren.
    Die DNA von Bakterien liegt frei im Plasma vor.
    Der Bereich, in dem sich das größte DNA-Molekül, das sogenannte Bakteriumchromosom, befindet, wird als Nukleoid bezeichnet.
    Plasmide sind kleinere ringförmige DNA-Moleküle, die sich ebenfalls im Cytoplasma befinden.
    Im Cytoplasma liegen außerdem Ribosomen vor. An den Ribosomen werden die Proteine (Eiweiße) hergestellt.
    Bakterien enthalten eine Zellmembran und auch eine Zellwand.
    Außerdem enthalten viele Bakterien eine Geißel und Pili. Pili (Einzahl: Pilus – kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie ‚Haar') sind Zellfortsätze, die bei Prokaryoten vorkommen. Sie dienen dazu, dass sich Bakterien an andere Bakterien oder verschiedenartige Untergründe anheften können.

  • Ordne die Bestandteile der Bakterien den entsprechenden Aussagen zu.

    Tipps

    Wie bewegen sich Bakterien fort? Denke an die Schrauben von Schiffen ...

    Lösung

    Die Zellwand von Bakterien dient dem Schutz vor äußeren Einflüssen.
    Im Cytoplasma finden alle wichtigen Reaktionen statt wie der Abbau von Nährstoffen oder die Gewinnung von Energie.
    Das Erbgut liegt frei im Cytoplasma vor und ist nicht von einer eigenen Membran umgeben.
    Da Bakterien keinen echten Zellkern enthalten, werden sie den Prokaryoten zugeordnet.
    Der Bereich, in dem das Bakterienchromosom vorkommt, wird als Nukleoid bezeichnet.
    Eine Besonderheit von Bakterien sind Plasmide. Plasmide sind ringförmige extrachromosomale DNA-Moleküle, die sich im Cytoplasma befinden.
    Ebenfalls im Cytoplasma befinden sich die Ribosomen als Orte der Proteinsynthese.
    Die Geißel dient der aktiven Fortbewegung von Bakterien.

  • Beschreibe die Formen der Bakterien.

    Tipps

    diplo steht im Griechischen für ‚doppelt‘

    staphylae, staphylae, staphylarum steht im Griechischen für ‚Traube‘ bzw. ‚Beere‘

    Streptococcus setzt sich aus den beiden altgriechischen Bestandteilen streptós für ‚Halskette‘ und kókkos für ‚Kern‘, ‚Korn‘, ‚Beere‘ zusammen.

    Lösung

    Es gibt viele verschiedene Bakterien in unterschiedlichen Formen:

    • gerade geformte Stäbchen
    • gebogene Stäbchen
    • keulenförmige Bakterien: coryneforme Bakterien
    • kugelförmige Kokken
    • zwei aneinanderliegende Kokken: Diplokokken
    • perlschnurartig aufgereihte Kokken: Streptokokken
    • haufenartig aneinandergelagert: Staphylokokken
    • schraubenförmige Bakterien: Spirillen

  • Vergleiche verschiedene Zelltypen.

    Tipps

    Die Zellwand hat zwei wichtige Funktionen: Zum einen dient sie der Stabilität der Zelle und hält sie in „Form“. Zum anderen schützt sie das Innenleben der Zelle vor Einflüssen von außen. Überlege, in welchen Lebewesen diese Funktionen notwendig sind.

    Der Zellkern besteht aus dem Erbgut (DNA) und einer umgebenden Membran.

    Lösung

    Prokaryoten (wie die Bakterien) und Eukaryoten (wie Tier- und Pflanzenzellen) unterscheiden sich in erster Linie dadurch, dass Prokaryoten keinen echten Zellkern besitzen. Das heißt: Die DNA von Bakterienzellen liegt frei im Plasma vor und ist nicht von einer Membran umgeben. Pflanzenzellen und Bakterien haben gemeinsam, dass sie eine Zellwand besitzen.
    Pflanzenzellen und Tierzellen haben gemeinsam, dass sie Mitochondrien und innere Membransysteme enthalten.
    Pflanzenzellen besitzen eine Zellsaftvakuole, unter anderem zur Speicherung von Nährstoffen.
    Zudem besitzen Pflanzenzellen Chloroplasten als Orte der Fotosynthese. Viele Bakterien können ebenfalls Fotosynthese betreiben, besitzen allerdings keine Chloroplasten.
    Bakterien besitzen ein Chromosom, das frei im Plasma schwimmt und – als Besonderheit – Plasmide.
    Dies sind ringförmige, extrachromosomale und doppelsträngige DNA-Moleküle.

  • Erläutere die Lebensweise von Bakterien.

    Tipps

    Bakterien sind so klein, dass wir sie nur durch ein Mikroskop beobachten können.

    Ohne Zersetzer (auch: Destruenten) wäre kein Leben auf der Erde möglich.

    Lösung

    Bakterien vermehren sich sehr schnell durch Teilung und sind extrem anpassungsfähig. Sie können auch in extremen Lebensräumen überleben, zum Beispiel in der Antarktis, in Salzseen, in sauren oder basischen Gewässern oder sogar in Lebensräumen mit hoher UV- oder radioaktiver Strahlung.

    Bakterien wirken auch als Zersetzer (Destruenten). Sie bauen abgestorbene Materialien ab und verwandeln diese zu Nährstoffen für Pflanzen und Tiere.
    Sie werden sowohl in Kläranlagen eingesetzt als auch zur Produktion von Lebensmitteln – wie etwa die Milchsäurebakterien, die Milch zu Käse verwerten.

    Bakterien sind überall – auch in und auf uns Menschen. Viele Billionen von ihnen leben auf Körperflächen, die einen Kontakt zur Außenwelt haben. Sie schützen uns vor Krankheiten oder regulieren unsere Verdauung. Nur die wenigsten aller Bakterien machen uns krank. Krankmachende Bakterien können verschiedene Infektionen auslösen wie Wundstarrkrampf oder Diphterie.

  • Prüfe dein Wissen über Antibiotika.

    Tipps

    Bakterien vermehren sich durch Zellteilung. Bei optimalen Bedingungen kann sich die Anzahl alle 20 bis 60 Minuten verdoppeln.

    Bakteriostatische Wirkstoffe wirken nur während der Teilungsphase von Bakterien.

    Bakterizide Antibiotika Wirkstoffe wirken auch bei ruhenden Bakterien.

    Da es schon viele Antibiotika-resistente Bakterienstämme gibt, sollten diese Medikamente nur noch bei schweren Erkrankungen zum Einsatz kommen.

    Lösung

    Antibiotika sind Arzneimittel, die gegen Bakterien, nicht jedoch gegen Viren wirksam sind.
    Oftmals werden Antibiotika fälschlicherweise auch bei Infektionen verordnet, die durch Viren verursacht werden.
    Nicht selten aber schwächt eine virale Infektion die Menschen, sodass eine zusätzliche bakterielle Infektion auftreten kann. Dann wiederum helfen Antibiotika.
    Bakterien, die nicht durch Antibiotika getötet werden, vermehren sich rasch fort und bilden dadurch resistente Antibiotikastämme. Diese Resistenzen sind sehr ernst zu nehmen. Dadurch können immer weniger Antibiotika wirken. Wenn Antibiotika auch bei leichten Erkrankungen zu oft eingesetzt werden, stehen oftmals bei lebensbedrohlichen Erkrankungen keine wirksamen Antibiotika mehr zur Verfügung.
    Bakterizide Antibiotika töten die Bakterien ab.
    Bakteriostatische Antibiotika hemmen die Vermehrung der Bakterien, töten diese aber nicht ab.
    Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, die keine Resistenzgene tragen. Diejenigen Bakterien mit Resistenzgenen überleben die Behandlung mit Antibiotika und können sich ungehindert weiter vermehren, sodass die Krankheit bestehen bleibt.

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