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Aufbau der Netzhaut 08:13 min

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Transkript Aufbau der Netzhaut

Hallo, mein Name ist Carina. Heute erkläre ich dir den Aufbau der „Netzhaut“ beim menschlichen Auge. Dabei gehe ich näher auf den Bau der „Stäbchen“ und „Zapfen“ ein. Und erkläre dir ihre Funktion. Außerdem lernst du den Sehfarbstoff kennen. Und wie eine Erregung der Sehsinneszellen funktioniert. Also fangen wir gleich an. Die Netzhaut, auch „Retina“ genannt, enthält auf der lichtabgewandten Seite die Sehsinneszellen. Man unterscheidet hier zwei Arten von Rezeptoren. Zum einen gibt es die Stäbchen und zum anderen Zapfen. Stäbchen sind für die Hell-Dunkel-Wahrnehmung wichtig. Und Zapfen für das Farbsehen. Stäbchen und Zapfen sind nicht in der Lage Aktionspotentiale zu bilden. Schauen wir uns die Netzhaut einmal genauer an. Die Netzhaut besteht aus drei unterschiedlichen Zellschichten. Die Zapfen und Stäbchen sind über Synapsen mit Bipolarzellen verbunden. Diese Bipolarzellen sind wiederum mit Ganglienzellen verbunden. Von den Axonen der Ganglienzellen, also sozusagen den Enden gen Ganglien wird der Sehnerv gebildet. Außerdem sind dir wahrscheinlich schon diese eigenartigen Zellen aufgefallen. Das sind Horizontalzellen und hier, hier sind „Amakrinzellen“. Sie bilden Quer Verschaltungen mit denen bereits in der Netzhaut eine erste Verrechnung der Bildwahrnehmung stattfindet. Man muss beachten, dass das Licht durch die Zellschichten geht, bevor es auf die Zapfen und Stäbchen trifft. Hingegen ergeht die Erregung der Zellen aber entgegengesetzt. In der Regel sind mehrere Stäbchen mit einer Bipolarzelle verbunden. Hingegen ist nur je ein Zapfen mit nur einer Bipolarzelle verknüpft. Dadurch hat beim Menschen das Farbsehen eine bessere räumliche Auflösung, als die Hell-Dunkel-Erkennung. Zudem sind Zapfen und Stäbchen nicht gleichmäßig auf der Netzhaut verteilt. Auf einen Zapfen kommen etwa 18 Stäbchen. Insgesamt sind auf einem 1mm² etwa 400000 Sehsinneszellen zu finden. Zum Vergleich sind das mehr als 4x so viele Zellen, wie das Berliner Olympiastadion Sitzplätze hat. In der „Fovea Centralis“, dem Ort des schärfsten Sehens, der etwas oberhalb des Sehnervs liegt, sind nur Zapfen zu finden. Die Zapfendichte nimmt zum Rand der Netzhaut ab. Hier siehst du ein Stäbchen und zum Vergleich einen Zapfen. Die Stäbchen sind schlank und etwas länger, als die dickbauchigen Zapfen. Es gibt nur eine Art von Stäbchen, die zwar lichtempfindlicher als Zapfen sind, dafür aber farbenblind. Zapfen sind etwas dicker und kürzer als Stäbchen. Es gibt unterschiedliche Arten von Zapfen, die für einen bestimmten Lichtbereich empfindlicher sind als andere. Man spricht deshalb auch von Rot-, Blau- und Grün-Zapfen. Vereinfacht gesagt, kann deshalb ein Zapfen besser rotes Licht wahrnehmen, als ein anderer. Zapfen haben eine geringere Lichtempfindlichkeit als Stäbchen. Deshalb kann man beispielsweise in der Dunkelheit keine Farben mehr sehen. Das Sprichwort, „nachts sind alle Katzen grau“ kann man somit auch wissenschaftlich erklären. Schauen wir uns die Sehsinneszellen einmal genauer an. Das hier ist ein Stäbchen. Es besteht aus einem „Außensegment“, hier ist die „Zellmembran“ eingefaltet, so dass „Scheibchen“ bzw. die sogenannten „Disks“ entstehen. Das innere Segment enthält den Zellkern und endet mit einem Zellfortsatz, der die Signale an die Bipolarzellen oder Horizontalzellen weitergibt. Die „Erregung“. Die Disks der Stäbchen enthalten den „Sehpurpur“. Auch „Rhodopsin“ genannt. In Zapfen ist anstatt Rhodopsin, „Iodopsin“ zu finden. Wenn Licht auf den roten Farbstoff trifft, wird eine Erregung ausgelöst. Das Rhodopsin besteht aus einem Protein, beziehungsweise Eiweiß, dem sogenannten „Opsin“ und dem „Retinal“, einem Kohlenwasserstoff beziehungsweise einem Aldehyd des Vitamins A. Das Molekül des Retinales kann zwei verschiedene Raumstrukturen annehmen. Allerdings kann sich nur eine dieser Raumstrukturen, das sogenannte „11-cis-Retinal“ mit dem Opsin verbinden. Wenn Licht auf das 11-cis-Retinal trifft, wird es vom Opsin abgespaltet. Da die Raumstruktur in das „all-trans-Retinal“ geändert wird. Das freie Opsin kann somit als Enzym eine Reaktionskette auslösen. Man spricht von einem Transduktionsprozess. Das heißt einem Umwandlungsprozess, bei dem letztendlich ein Signal an das Gehirn weitergegeben wird. Fassen wir zusammen, was du heute gelernt hast: Es gibt „Stäbchen“ und „Zapfen“ in der menschlichen „Netzhaut“. Stäbchen und Zapfen sind unregelmäßig auf der Netzhaut verteilt. In der „Fovea centralis“ befinden sich ausschließlich Zapfen. In Richtung der Ränder der Netzhaut nimmt die Anzahl an Zapfen ab. Stäbchen sind für die Hell-Dunkel-Wahrnehmung und Zapfen für das Farbsehen wichtig. Es gibt nur eine Art von Stäbchen, hingegen gibt es Rot-, Blau- und Grünzapfen, die jeweils für Licht einer bestimmten Wellenlänge empfindlich sind. Stäbchen enthalten das „Seh-Purpur“ beziehungsweise „Rhodopsin“, welches durch den Einfluss von Licht zerfällt und eine Reaktionskette auslöst. Zapfen enthalten Iodopsin. Na, alles klar? Dann bis zum nächsten Mal. Tschüss, eure Carina

8 Kommentare
  1. Hallo Hulk2020,
    das stimmt, es kann auch vorkommen, dass mehrere Zapfen mit einer Bipolarzelle verknüpft sind. Dies betrifft aber nur wenige Zapfen. Durch die Verknüpfung mit nur einer Bipolarzelle, kann das Bild in viele Bildpunkte aufgelöst werden. Dies ist optimal für das Scharfsehen.
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 11 Monaten
  2. Es können aber mehrere Zapfen auch mit einer bipolaren Schaltzelle verknüpft sein oder lieg ich da falsch

    Von Hulk2020, vor 12 Monaten
  3. Gutes Video und gut erklärt, aber viel zu langsam geredet, da fällt es einem schwer sich zu konzentrieren.

    Von Jonasporta, vor mehr als 4 Jahren
  4. Hallo Samil, wir arbeiten gerade daran, dass unsere Videos Übungen mit mehreren Aufgabenteilen bekommen. Zum Thema Auge findest du eine solche Übung hier:
    http://www.sofatutor.com/biologie/videos/auge-aufbau-und-funktion-vertiefungswissen
    Melde dich gerne, falls du Fragen hast.

    Von Anna-Maria Z., vor mehr als 4 Jahren
  5. sehr gutes video ! :)
    Abe auch ich würde mir mehr Fragen zum Video wünschen !

    Von Samil, vor mehr als 4 Jahren
  1. das video war gut. danke:)

    Von Lisa Schlichting, vor mehr als 4 Jahren
  2. Aufbau des Videos ist gut verständlich und zum größten Teil richtig. Allerdings finde ich, dass zu langsam gesprochen wird, weswegen ich mir dafür eine Verbesserung wünsche.

    Von Benedikt Gaertner, vor fast 5 Jahren
  3. Hallo,
    als kurze Einführung gut geeignet und super erklärt. Ich würde mir für alle Video generell 3 Fragen im Test wünschen. Eine Frage ist zuwenig.
    Viele Grüße Andre@

    Von A Scheidl, vor mehr als 6 Jahren
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