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Textversion des Videos

Transkript Honigbiene – der Bienentanz

Hallo! Bienen können nicht sprechen, aber trotzdem kann eine Biene ihrem Volk mitteilen, wenn sie z.B. einen blühenden Strauch mit viel Pollen und Nektar gefunden hat. Wenig später schwärmen ganz viele Bienen zum gleichen Strauch, um dort ebenfalls Pollen und Nektar zu sammeln. Aber wie geht das?

Bienen müssen also eine Art Verständigung, eine Art von Kommunikation, haben, mit Hilfe derer sie anderen Bienen ihres Volkes Auskunft über Nahrungsquellen geben können. Diese Form der Kommunikation findet in Form des so genannten Bienentanzes statt und diesen werde ich dir in diesem Video erklären.

Allgemeines zum Bienentanz

Bienen beherrschen verschiedene Tanzformen, mit denen sie den anderen Sammelbienen des Stocks Auskunft über die Lage einer Futterquelle geben. Zunächst wird die heimkehrende Biene allerdings von einigen Vorkosterinnen in Empfang genommen. Diese entscheiden dann, ob die heimkehrende Biene ihren Futterfund mitteilen soll.

Wenn ja, dann führt die heimkehrende Biene meist in der Stockmitte einen Tanz auf. Durch die tanzende Biene werden die anderen Sammelbienen aufmerksam und verfolgen die Bewegungen der Biene. Sie nehmen außerdem den Geruch der gesuchten Pflanze wahr.

Manchmal würgt die tanzende Biene auch Nektar hervor, um den anderen Bienen den Geruch der gesuchten Pflanze mitzuteilen. Die tanzende Biene wiederholt den Tanz noch an zwei bis drei weiteren Stellen im Stock, so dass noch mehr Bienen die Information über die Futterquelle bekommen.

Die anderen Sammelbienen brechen dann zu der Futterquelle auf und geben die Information über die Futterquelle beim Zurückkommen in den Stock auch wieder weiteren Bienen mit. Das geht so lange, bis die Nahrungsquelle erschöpft ist. Mit dem Tanz geben die Bienen aber immer nur ein Zielgebiet an, in welchem sich die Bienen dann hauptsächlich an Gerüchen orientieren, um die Nahrungsquelle zu finden.

Rundtanz

Die einfachste Form ist der so genannte Rundtanz. Dabei bewegt sich die Biene in kreisförmiger Bahn über die Waben. Nach etwa einer Umdrehung ändert sie ihre Drehrichtung. Mit diesem Rundtanz teilt sie den anderen Bienen mit, dass sich in weniger als 100 m Entfernung zum Stock eine Futterquelle befindet.

Schwänzeltanz

Der Schwänzeltanz findet für alle weiter entfernt liegenden Futterquellen Anwendung. Dieser wird so genannt, weil die Biene beim Durchlaufen der geraden Strecke ihren Hinterleib hin und her bewegt, also schwänzelt. Mit dem Schwänzeltanz kann eine Biene den anderen Bienen auch Informationen über die genaue Lage und die Entfernung der Futterquelle geben. Wie das geht? Das siehst du jetzt.

Richtung der Futterquelle

Die Richtung der Futterquelle kann die Biene relativ zum Sonnenstand angeben. Die Biene orientiert sich allerdings nicht direkt an der Sonne sondern an der Polarisierungsrichtung des Lichts und das funktioniert auch bei bewölktem Himmel. Wenn eine Futterquelle vom Stock aus direkt in Richtung der Sonne liegt, tanzt die Biene den Schwänzeltanz mit der Tanzrichtung senkrecht nach oben.

Tanzt sie kopfüber nach unten, bedeutet dies, dass die Futterquelle in entgegen gesetzter Richtung zur Sonne liegt. Das ganze funktioniert aber komplizierter: Wenn die Futterquelle beispielsweise um 40° verschoben links zum Sonnenstand zu finden ist, dann tanzt die Biene ihren Schwänzeltanz um 40° nach links versetzt. Wenn die Futterquelle 100° nach rechts zum Sonnenstand versetzt liegt, weicht die Tanzstrecke um 100° nach rechts ab. Eine geniale Idee, findest du nicht?

Entfernung der Futterquelle

Die Entfernung der Futterquelle kann die Biene den anderen Sammelbienen auch mitteilen. Diese Entfernung kann sie mit Hilfe des Energieverbrauchs messen, den sie für den Flug aufwenden musste. Je schneller und häufiger sie den Schwänzeltanz durchführt, desto näher liegt die Futterquelle beim Stock. Die Geschwindigkeit des Tanzes und auch der Schwänzelbewegungen wird reduziert, wenn die Futterquelle weiter entfernt liegt.

Zusammenfassung

Du hast in diesem Video die geniale Sprache der Bienen kennen gelernt. Bienen verständigen sich mit einer speziellen Bienensprache, mit der sie anderen Sammelbienen den Fund einer Futterquelle mitteilen. Man unterscheidet den einfachen Rundtanz, der bei nahe am Stock gelegenen Futterquellen verwendet wird, und den Schwänzeltanz, der Informationen über weiter entfernt liegende Futterquellen gibt.

Die Ausrichtung des Schwänzeltanzes gibt Auskunft über die Lage der Futterquelle relativ zum Sonnenstand. Die Geschwindigkeit des Tanzes sagt etwas über die Entfernung der Futterquelle aus. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Informationen zum Video
4 Kommentare
  1. Default

    4 und 5 haben auch nichts damit zu tun

    Von Martin Grummel, vor 2 Tagen
  2. Default

    Aufgabe 3 hat nichts mit dem Bienentanz zu tun

    Von Martin Grummel, vor 2 Tagen
  3. Image

    Danke! Hat mir sehr geholfen!

    Von Nike & Finn S., vor mehr als einem Jahr
  4. Default

    Je ergiebiger die Futterquelle ist, umso länger tanzen die Bienen!

    Von Hazel F., vor etwa 2 Jahren