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Transkript Partnersuche bei Insekten

Hallo! Wolltest du schon immer mal wissen, warum Glühwürmchen nachts leuchten oder warum Grillen zirpen? Dann bist du hier genau richtig. Beides hat nämlich mit der Partnersuche bei Insekten zu tun und diese wollen wir uns in diesem Video genauer anschauen. Dabei wirst du sehen, dass Insekten über Duft, Schall- oder auch Leucht- und Farbsignale kommunizieren und auf Partnersuche gehen.

Pheromone

Beginnen wir mit den Duftsignalen. Viele Insekten geben chemische Stoffe ab, um Partner anzulocken oder zu erkennen. Diese chemischen Signale nennt man auch Pheromone. Sie werden mit Hilfe der Sinneshaare auf den Fühlern von den Insekten erkannt. Bei einigen Insektenarten können die Männchen die Pheromone der Weibchen über mehrere Kilometer Entfernung riechen. Einige Nachtfalter- und Schmetterlingsarten haben dafür gefiederte oder gekämmte Fühler, die eine große Oberfläche und besonders viele Riechzellen besitzen.

Bekämpfung von Schädlingsinsekten mit Pheromonen

Die Pheromone sind übrigens sehr artspezifische Lockstoffe, d.h. sie werden immer nur von Mitgliedern einer Art wahrgenommen. Diese Eigenschaft von Pheromonen macht man sich bei der Bekämpfung von Schädlingsinsekten zu Nutze. Beispielsweise bei der Bekämpfung des Borkenkäfers werden solche artspezifischen Pheromone eingesetzt.

Dazu werden in einem Wald Fallen mit Pheromonen weiblicher Borkenkäfer aufgestellt und diese locken männliche Borkenkäfer an. Aus den Fallen kommen sie nicht mehr heraus und stehen daher nicht mehr für die Fortpflanzung und Vermehrung zur Verfügung.

Ähnliche Pheromonfallen werden auch im Obstanbau verwendet, um Schadinsekten von Pflaumen- oder Apfelbäumen zu bekämpfen. Die Larven des Pflaumen- oder Apfelwicklers fressen sich nämlich durch die Früchte und schädigen sie damit. Da die eingesetzten Pheromone immer artspezifisch sind, werden keine anderen Insektenarten wie z.B. Nutzinsekten angelockt und in den Fallen gefangen. Ziemlich genial, oder?

Schallsignale

Viele Insekten kommunizieren auch über Schallsignale. Bestimmt fallen dir solche Insekten ein, oder? Grillen und Heuschrecken gehören zu den Insekten, die akustische Signale für die Partnersuche einsetzen. Männliche Heuschrecken und Grillen zirpen und das bezeichnet man auch als Stridulieren.

Viele Heuschrecken reiben dazu die gerippte Innenseite ihrer Hinterschenkel über die Flügel und dadurch entstehen die typischen Geräusche, die oft auch als Gesang bezeichnet wird. Einige Heuschreckenarten und Grillen erzeugen die Striduliergeräusche, indem sie ausschließlich ihre Flügel aneinander reiben.

Optische Reize: Farben

Viele Insekten setzen bei der Partnersuche aber auch optische Reize ein, wie z.B. Farben und Leuchtsignale. Viele Schmetterlinge können sich durch die auffälligen Farben unterscheiden und untereinander erkennen. Die schillernden Farben vieler Schmetterlinge entstehen übrigens durch den lammelenartigen Bau mit Schuppen. Diese sind wie Dachziegel angeordnet. Die bunten Farben entstehen durch den wechselnden Einfall von Licht.

Optische Reize: Leutsignale

Ein bekanntes Insekt, das Leuchtsignale bei der Partnersuche einsetzt, kennst du bestimmt auch, oder? Glühwürmchen blitzen auf und locken mit ihrem Licht die Partner an. Die Leuchtsignale sind übrigens ganz charakteristisch von Art zu Art und lassen sich unterscheiden. Zum Entstehen der Leuchtsignale läuft eine chemische Reaktion ab, bei der Licht freigesetzt wird. Das bezeichnet man als Chemilumineszenz.

Zusammenfassung

In diesem Video hast du gesehen, dass Insekten verschiedene Reize zur Partnersuche einsetzen können. Viele Insekten setzen Duftsignale, so genannte Pheromone, zum Anlocken von Partnern ein, die durch Sinneshaare auf den Fühlern wahrgenommen werden. Pheromone kann man sich bei der Schädlingsbekämpfung zu Nutze machen.

Akustische Signale werden z.B. von Heuschrecken oder Grillen bei der Partnersuche eingesetzt. Sehr auffällig sind auch die optischen Reize von Insekten, die der Partnersuche dienen. Auffällige Farben von Schmetterlingen oder auch die Leuchtsignale der Glühwürmchen sind Beispiele für solche optischen Signale. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

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