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Transkript Der Ameisenstaat – rote Waldameise

Hast du das Sprichwort „fleißig wie eine Ameise“ schon einmal gehört? Warum sind Ameisen eigentlich so fleißig? In diesem Video möchte ich dir zeigen, wie ein Ameisenstaat organisiert ist und wie die Aufgaben aufgeteilt sind. Du wirst sehen, wer die Eier legt, wer sich um den Nachwuchs kümmert und wer für die Nahrungssuche verantwortlich ist. Außerdem wirst du sehen, dass Ameisen den Begriff “Ameisenfleiß” wirklich verdient haben.

Ameisenvolk

Wie du sicher weißt, gehören Ameisen zu den staatenbildenden Insekten. Hier leben viele Tausend oder sogar Millionen Artgenossen zusammen. Im Ameisenvolk herrscht eine strikte Arbeitsteilung. Und diese wollen wir uns jetzt einmal genauer anschauen. Sicher weißt du schon, dass es in einem Ameisenvolk weibliche Königinnen und Arbeiterinnen , sowie männliche Ameisen gibt.

Königinnen

Bei der uns heimischen roten Waldameise hat ein Ameisenvolk mehrere Königinnen. Die Königinnen besitzen einen dicken Hinterleib; sie sind fruchtbar und für die Eiablage zuständig. Die Paarungszeit ist im Mai/Juni. Dann wird einer Königin beim so genannten Hochzeitsflug ein Samenvorrat von den Männchen übertragen, der für ihre gesamte Lebenszeit ausreicht.

Eine Königin der roten Waldameise lebt etwa 20 Jahre. Nach der Begattung streift oder beißt eine Königin ihre Flügel ab, da sie diese nun nicht mehr benötigt. Sie lebt von nun an tief im Inneren des Nestes in ein bis zwei Meter Tiefe, in einer speziellen Königinnenkammer. Dort ist sie allein oder mit anderen Königinnen eingesperrt und ist fortan nur noch für die Ablage von Eiern zuständig. Die Arbeiterinnen nehmen ihr die gelegten Eier sofort ab und versorgen sie mit Futter.

Arbeiterinnen

Damit hast du auch schon eine Aufgabe der Arbeiterinnen kennen gelernt. Die Arbeiterinnen sind wie die Königin weiblich. Allerdings sind sie unfruchtbar. Sie sind stattdessen für die anderen anfallenden Aufgaben im Ameisennest zuständig. Sie nehmen den Königinnen die Eier ab und häufen sie ganz unten im Nest in bestimmten Kammern an. Die Larven oder Maden werden in höheren Stockwerken des Ameisennestes untergebracht und auch von den Arbeiterinnen gefüttert.

In der Nestkuppe werden die Puppen untergebracht, die manchmal fälschlicherweise als Ameiseneier bezeichnet werden. Die Aufgabe der Arbeiterinnen ist es auch, dem Nachwuchs bei der Verpuppung zu helfen. Damit hast du schon die wichtigste Aufgabe der Arbeiterinnen kennen gelernt, nämlich die Versorgung der Ameisenbrut.

Die Arbeiterinnen tragen zudem die Nahrung für das gesamte Volk heran, die aus Zuckersäften von Blattläusen, Pflanzensamen und –blättern oder Kleintieren wie Raupen besteht. Sie müssen sich aber auch um die Pflege des Nestes kümmern. Dazu schichten sie die Oberfläche des Nestes regelmäßig um, damit sich keine Pilze ansiedeln können.

Außerdem nehmen sie Ausbesserungen in den Gängen und Kammern vor und verschließen die Öffnungen, z.B. wenn es regnet. Bei ihrem Nest handelt es sich nicht etwa um einen wirren Haufen aus Baumnadeln, sondern vielmehr um ein geordnetes Haus mit Verbindungsgängen, Lüftungswegen und Kammern. Damit haben sie es sich auch verdient, dass der Begriff Ameisenfleiß nach ihnen benannt ist, meinst du nicht?

Wächter und Soldaten haben einen besonders starken Kiefer und verteidigen das Volk gegen Eindringlinge wie andere Insekten oder Spinnen. Soll in vielen Metern Entfernung ein Ablegernest gebaut werden, tragen die Bauameisen die Baustoffe wie Holzstücke und Baumnadeln dafür heran. Vielleicht hast du eine solche Ameisenstraße schon einmal gesehen. Dort werden nicht nur Baustoffe herangetragen, sondern auch Puppen und Königinnen werden aus dem ursprünglichen Nest herangeschleppt.

Männliche Ameisen

Männliche Ameisen kannst du in einem Ameisenvolk nur während der Begattungszeit finden. Sie besitzen Flügel und sind größer als die Arbeiterinnen. Ihre Aufgabe besteht nur darin, die Königinnen zu begatten. Kurze Zeit später sterben sie.

Winter

In den Wintermonaten fällt das Ameisenvolk übrigens in eine so genannte Kälte- oder Winterstarre. Das ist ein Ruhezustand mit herabgesetzter Stoffwechselaktivität, den die Ameisen tief unten im Nest verbringen. Einige der Arbeiterinnen haben in ihren Hinterleibern Nahrungsvorrat für die erste Brut im Frühling gespeichert. So können die Ameisen im Frühling bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen wieder mit Ameisenfleiß loslegen!

Zusammenfassung

In diesem Video hast du gesehen, woher der Begriff Ameisenfleiß kommt. Im Ameisenstaat herrscht eine Arbeitsteilung. Die Königinnen sind nur für die Eiablage zuständig. Dagegen kümmern sich die Arbeiterinnen um die Versorgung der Königinnen, der Eier, sowie der Larven und Puppen.

Sie nehmen Ausbesserungen und Umlagerungen in dem wohlgeordneten Nest vor. Neben Wachdiensten, die gegen Eindringlinge gerichtet sind, gehört auch die Nahrungssuche zu ihren Aufgaben. Männliche Ameisen kommen nur zur Paarungszeit vor und sterben kurz nach der Begattung der Königinnen. Tschüss!

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3 Kommentare
  1. Default

    Danke hat sehr geholfen

    Von Xygamer32/ Malte Yt Y., vor 2 Tagen
  2. Anna maria

    Hallo Mauricio,
    das die Ameise von uns Menschen oft als fleißig beschrieben wird liegt insbesondere daran, dass dem Mensch bei der Betrachtung eines Ameisenhaufens auffällt, dass dort immer etwas in Bewegung ist. Das liegt zum einen daran, dass in einem Ameisenhaufen sehr viele Ameisen leben. Diese Ameisen sind zudem sehr gut organisiert. Durch ihre effektive Arbeitsteilung und das geordnete Vorgehen bei Hausbau, Nahrungssuche usw. bringen wir die Ameisen mit dem Adjektiv „fleißig" in Verbindung.

    Von Anna Maria Z., vor etwa 2 Jahren
  3. Default

    Aber warum sind Ameisen denn jetzt so fleißig? Wegen ihrer Arbeitsteilung oder wie?
    Lg

    Von Mauricio Carvalho, vor etwa 2 Jahren