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Transkript Fischfang – Nahrung aus dem Meer

Der Fischfang - Nahrung aus dem Meer

Hallo! Ein gut zubereiteter Fisch ist nicht nur lecker, sondern auch überaus nährstoffreich. Aber wie kommt der Fisch auf unseren Teller? In diesem Video wollen wir die Methoden des Fischfangs beleuchten und auch die Gefahren von Überfischung und unnötigen Beifang erläutern.

Als der Mensch anfing, Fische zu fangen, tat er das wahrscheinlich in Küstennähe - mit der bloßen Hand. Bestimmt kamen bald Speere zum Einsatz. Fische sind sehr nährstoffreich, enthalten eine Menge Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine und sind -anders als zb Schweinefleisch- meist fettarm.

Die Zeiten, in denen Menschen mit Angeln genügend Fische fangen konnten, um die Nachfrage der lokalen Fischmärkte zu bedienen sind freilich längst vorbei. Auch das Fischen mit kleinen Netzen, die von kleinen Fischerbooten ausgeworfen werden, ist heute oft nicht mehr rentabel.

Moderne Fischtrawler voller Hightech fangen riesige Mengen an Fisch und können deshalb so niedrige Preise machen, dass Kleinfischer kaum noch von ihrer Arbeit leben können. Zum Auffinden von Fischschwärmen nutzen Fischtrawler das Echolot. Das Echolot sendet Ultraschallwellen aus, die vom Meeresboden, aber auch von Fischschwärmen reflektiert werden. Die zurückgeworfenen Ultraschallwellen werden empfangen.

Auf den Bildern kann ein kundiger Fachmann das Echo des Meeresboden und jenes von Fischschwärmen unterscheiden. Hat man einen Fischschwarm entdeckt, werden die Netze ins Wasser gelassen. Es gibt verschiedene Arten von Netzen. Ein Schleppnetz kann man sich wie einen riesigen Strumpf vorstellen. Die Scherbretter treiben durch die Strömung des fahrenden Schiffes auseinander und halten das Netz offen.

Die gefangenen Fische sammeln sich im Steert - das ist der hintere Teil des Schleppnetzes. Grundtreibnetze werden entlang des Meeresbodens gezogen und fangen Grundfische wie die Scholle oder Krebse. Leider zerstören Grundnetze oft die sensible Fauna des Meeresgrunds. Treibnetze stehen senkrecht im Wasser. Sie können bis zu 100 Kilometer lang sein.

Schwimmer oben und Bleigewichte unten sorgen dafür, dass die Netze gespannt bleiben. Treibnetze werden viele Stunden lang durchs Meer gezogen und fischen wahllos. Der Beifang ist bei Treibnetzen besonders hoch.

Als Beifang bezeichnet man all jene Tiere, die zwar gefangen werden und sterben, die man aber eigentlich gar nicht fangen wollte. In Treibnetzen verfangen sich oft Wale und Robben, aber auch Seevögel. Da sie nicht mehr zum atmen an die Oberfläche kommen können, verenden sie.

Nach dem Einholen der Netze wird der Beifang aussortiert, zum Teil verwertet, aber auch über Bord geworfen. Dazu gehören auch kleine Fische oder Tiere, die sich nicht verkaufen lassen wie etwa Seesterne oder Haie. Tausende Tonnen von toten Meerestieren werden so Jahr für Jahr über Bord gekippt. Eine Möglichkeit, den Beifang so gering wie möglich zu halten, sind grobmaschige Netze, die kleine Fische ungehindert passieren können.

Durch die immer bessere Technik der Hochseefischerei werden immer größere Mengen an Meerestieren aus dem Meer geholt. Das führt dazu, dass gewisse Gewässer und gewisse Fischarten heute überfischt sind. Das heißt, dass zu wenige Tiere im Meer verbleiben. Das schadet auch den Fischern selber, denn wenige Fische können auch nur wenig Nachwuchs zeugen. Auf diese Weise sind die Bestände von bestimmten Fischarten stark zurückgegangen.

Der weitere Weg der gefangenen Fische führt vom Fischtrawler erstmal zu den großen Fischmärkten. Dort kaufen Großhändler die fangfrische Ware. Von den Großhändlern führt die Kette weiter bis zum Endverbraucher - dem Kunden im Fischladen oder im Supermarkt.

Bestimmte Gütesiegel auf der Verpackung von Fischen können den Kunden helfen, jene Produkte zu finden, bei denen besonders darauf Rücksicht genommen wurde, unnötigen Beifang zu vermeiden. Aber Vorsicht! Nicht alle Gütesiegel sind vertrauenswürdig, manche sind kaum mehr als eine Verkaufsmasche. Informiere dich, welchen Gütesiegeln du vertrauen kannst und welchen nicht.

Übrigens gibt es heute auch schwimmende Fischfabriken. Auf diesen Schiffen werden die Fische noch an Bord ausgenommen und verarbeitet. Fischreste, die übrig bleiben, wenn das Filetstück entnommen wurde, werden noch an Bord in Fischkonserven gepackt. Alles, was nichtmal für Dosenfisch reicht, wird wieder über Bord gekippt.

Moderne Fischtrawler arbeiten mit Echolot, Schleppnetzen oder auch kilometerlangen Treibnetzen. Der Beifang wird wieder über Bord gekippt. Achtet der Konsument auf vertrauenswürdige Gütesiegel, kann er mithelfen, die Überfischung der Meere einzudämmen. Dann macht das Genießen des nährstoffreichen Fischs noch mehr Spaß!

Tschüss und Guten Appetit!

Informationen zum Video
3 Kommentare
  1. Img 3745

    Danke! Das mit der Überfischung und so hat mir in Erdkunde sehr weitergeholfen (ich schreibe morgen eine Klassenarbeit :D).

    Von Olivia A., vor etwa einem Jahr
  2. Default

    Schön! Es ist sehr hilfreich für die Arbeit die wir schreiben.Danke!!!

    Von Skoe888, vor mehr als einem Jahr
  3. Wp 000233

    Dankeschön! Hab' ein reines Gewissen, weil ich eh keinen Fisch aus dem Meer mehr esse (Schwermetallbelastung des Weltmeeres inzwischen).

    Von Juliane Viola D., vor mehr als einem Jahr