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Transkript Vielfalt der Fische

Vielfalt der Fische

Wozu braucht der Flussbarbe seine Barteln? Warum ist eine Scholle so flach? Was passiert, wenn sich der weiße Hai einen Zahn ausbeißt? Wie sichert der Stichling das Überleben der nächsten Stichlingsgeneration? Und was in aller Welt ist das!? In diesem Video lernst du an einigen Beispielen die Vielfalt der Fische kennen.

Fische gibt es in allen Größen, Formen und Farben. Es gibt Raubfische, Friedfische, Schwarmfische, solche, die sich ausschließlich auf dem Meeresgrund aufhalten und andere, die die stockdunkle Tiefsee bewohnen. Jede Art ist für sich perfekt angepasst. Einige von ihnen wollen wir uns nun ansehen.

Wir beginnen mit einem Fisch, der auch in heimischen Gewässern zuhause ist: Die Flussbarbe. Die sehr gesellige Flussbarbe wird bis zu 90cm lang und lebt auf dem Grund von Gewässern. Sie ist also ein Bodenfisch. Die Flussbarbe ist dämmerungs- und nachtaktiv. Auffällig sind die vier Bartfäden - die sogenannten Barteln.

Damit spürt die Flussbarbe Nahrung am Boden von Gewässern auf: Fischlaich, kleine Fische, Würmer, kleine Krebse, aber auch pflanzliche Nahrung. Zum Laichen ziehen sie in großen Schwärmen flussaufwärts. Ihr goldgelber Laich ist giftig. So verdirbt die Flussbarbe - die ja selber gerne fremden Fischlaich frisst - anderen Arten den Appetit.

Die meisten Fischarten kümmern sich nicht um ihren Nachwuchs, er ist von Anfang an auf sich allein gestellt. Darum legen Fische auch hunderte, ja tausende Eier - so wird gewährleistet, dass genügend Jungfische überleben. Eine Ausnahme bildet etwa der Stichling. Dieser kleine Fisch, der keine 10cm lang wird, lebt in Teichen, Bächen und Flüssen und ernährt sich von Würmern und Wasserinsekten.

Zur Paarungszeit baut das Männchen ein Art Nest aus pflanzlichen Material am Gewässergrund und lockt das Weibchen hinein. Dort findet die Befruchtung der Eier statt. Während das Weibchen wieder davonzieht, bewacht das Männchen die Eier und später auch die Jungfische. Dank dieser Brutpflege reicht es, dass das Weibchen nur rund 100 Eier legt.

Und das hier ist eine Scholle. Die Scholle lebt unter anderem in der Nord- und Ostsee und ernährt sich von Würmern, Krebsen und Muscheln. Sie gehört zu den Plattfischen und kann bis zu 80cm groß werden. Eine Scholle ist so platt, dass sie sich spielend in den Sand eingraben kann. So ist sie für Feinde unsichtbar.

Aber auch wenn sie nur flach auf dem Grund von Gewässern liegt, ist sie so gut wie nicht zu sehen. Denn die Oberseite kann dank besonderer Hautzellen farblich der Umgebung angepasst werden. Aber kommen Schollen so platt auf die Welt? Nein, frisch geschlüpfte Schollen sehen aus wie „normale“ Fische. Die Verwandlung zum Plattfisch findet erst später statt! Unglaublich!

Genau wie unser nächster Vertreter. Den kennen wir alle - das ist der weiße Hai. Er ist bekannt als Bestie der Meere - aber stimmt das? Haie sind Knorpelfische. Es gibt zirka 350 Haiarten, aber nur die allerwenigsten sind für den Menschen gefährlich.

Die rasiermesserscharfen, dreieckigen Zähne stehen in mehreren Reihen in seinem Maul. Wenn er sich einen Zahn ausbeisst, rückt ein neuer einfach nach. Weiße Haie lieben Robben, Delfine, Thunfische oder Schildkröten. Menschen greifen sie nur sehr selten an.

Meist lässt der Hai auch schnell von seiner Beute ab, wenn er merkt, was sich da in seinem Maul befindet, Menschen stehen nämlich nicht auf seinem Speiseplan.

Und was ist das nun wieder für ein Fisch? Das ist ein Tiefseeanglerfisch. Er lebt in der Tiefsee, dort herrscht absolute Finsternis. Einige Fischarten, wie etwa die Tiefseeanglerfische verfügen über Leuchtbakterien, die ein schwaches Licht aussenden. Wie mit einer Angel werden Beutetiere magisch angelockt und sodann verspeist - deshalb auch der Name: Anglerfisch.

Weil Menschen kaum in so tiefe Meeresregionen vordringen können, weiß man fast nichts über den Tiefseeanglerfisch. Soviel ist sicher: Dieses Exemplar ist ein Weibchen. Männchen sind im Vergleich dazu winzig klein. Sie beißen sich in die Haut von Weibchen fest und verwachsen irgendwann sogar miteinander.

In der Tiefsee findet man eben nicht so leicht Partner; auf diese Weise bleiben Männchen und Weibchen - wenn sie sich einmal gefunden haben - für immer zusammen und teilen sogar einen Blutkreislauf! Sehen furchtbar aus diese Tiefseeanglerfische - sind aber eigentlich recht romantisch, oder?

Die Vielfalt der Fische ist also gigantisch. Es gibt sie in allen Größen, Formen und Farben. In diesem Video hast du einige davon kennengelernt und weißt, dass jede Art perfekt an ihre Lebensweise angepasst ist. Tschüss und bis bald!

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1 Kommentar
  1. Foto am 01.01.16 um 17.05

    Super Video

    Von Idaluzies, vor etwa 2 Jahren