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Transkript Süßwasserfische und Salzwasserfische

Süßwasserfische und Salzwasserfische

Hallo! Bist du schon einmal im Meer geschwommen? Da ist es dir bestimmt einmal passiert, dass du etwas Wasser geschluckt hast. Das schmeckt ziemlich salzig und du solltest es besser auch nicht trinken. Denn das Salzwasser entzieht deinem Körper eine große Menge Wasser.

Doch wie machen das die Fische im Meer, ohne dass ihnen sämtliches Wasser ihres Körpers entzogen wird!? Sie müssen doch auch Wasser zu sich nehmen. In diesem Video lernst du, wie Salzwasserfische und auch auch Süßwasserfische sich an das Wasser ihrer Umgebung angepasst haben.

Beginnen wir mit den Süßwasserfischen. Sie leben im Süßwasser von Seen, Flüssen, oder Bächen. Doch was ist Süßwasser? Das ist Wasser mit einem sehr geringem Anteil an Salz. Es schmeckt also nicht salzig, aber auch nicht süß.

Es ist unserem Trinkwasser sehr ähnlich. Zu den Süßwasserfischen gehört zum Beispiel die Bachforelle. Sie lebt in klaren, kalten Bächen. Auch der Flussbarsch, wie es schon sein Name verrät, ist ein Süßwasserfisch. Er bevorzugt Flüsse mit geringer Strömung. Bestimmt kennst du auch Karpfen. Er lebt in warmen Wasser von See und wird oft in kleinen Teichen gehalten.

Salzwasserfische sind Fische, die im Salzwasser leben, also im Meer. So zum Beispiel der Thunfisch, Haie, der Hering oder die Scholle. Ist der Salzgehalt des Wassers nun ein Problem für Salzwasserfische? Um das herauszufinden, wollen wir uns zunächst ansehen, was Salz im Wasser bzw. in Fischen bewirkt.

Wir starten mit einem kleinen Versuch: Schneide zwei Scheiben einer Gurke ab und lege sie nebeneinander. Streue auf die eine Salz und beobachte, was passiert.

Du wirst sehen, dass binnen kurzer Zeit kleine Wassertröpfchen auf der Gurkenscheibe zu sehen sind, die du mit Salz bestreut hast. Das liegt daran, dass der Gurke durch das Salz Wasser entzogen worden ist. So ist das auch mit den Salzwasserfischen. Durch das viele Salz im Wasser verlieren sie große Mengen an Wasser.

Bei Süßwasserfischen ist es hingegen genau umgekehrt. Ihr Körper enthält viel mehr Salz, als das Wasser ihrer Umgebung. Damit zieht ihr salziger Körper ständig Wasser über ihre Haut auf.

Schauen wir uns jetzt die Süßwasserfische an. Sie sind umgeben von salzarmem Wasser - der Salzgehalt im Inneren eines Fisches ist viel höher als der seiner Umgebung. Was heißt das für den Fisch?

Salz zieht immer Wasser an! Damit der Salzwasserfisch nun nicht sein ganzes Wasser verliert, muss er viel trinken. Süßwasserfische hingegen müssen kaum Wasser trinken, da sie bereits mit ihrem salzigen Körper genug Wasser aufnehmen. Sie müssen sogar viel mehr Wasser ausscheiden, damit sie nicht Platzen, vor lauter Wasseraufnahme.

Was passiert aber nun, wenn Salzwasserfische salziges Wasser trinken? Sie würden ständig mehr und mehr Salz zu sich nehmen. Für dieses Problem haben sie ganz bestimmte Zellen in den Kiemen, die das überschüssige Salz aus dem aufgenommenen Wasser aufnehmen und dann ausscheiden. Und auch über den Harn können sie eine große Menge an Salz ausscheiden.

Süßwasserfische und Salzwasserfische brauchen also ganz unterschiedliche Strategien, um mit dem Wasser umzugehen, in dem sie leben. Und was ist mit Fischen, die sowohl im Süßwasser, als auch im Salzwasser leben? Aale leben meist in Süßwasser und ziehen zur Fortpflanzung ins salzige Meer. Bei Lachsen ist es umgekehrt - sie verbringen die längste Zeit ihres Lebens im Meer und wandern zur Fortpflanzung in das Süßwasser von Flussoberläufen.

Aale und Lachse können beides. Sie können mit Salzwasser umgehen - dann müssen sie trinken, um nicht auszutrocknen und gleichzeitig das überschüssige Salz ausscheiden. Und sie können mit Süßwasser umgehen - dann trinken sie nicht, sondern müssen viel Wasser ausscheiden, das über die Haut aufgenommen wurde.

Es gibt also Süßwasserfische und Salzwasserfische. Süßwasserfische trinken nicht, weil bei ihnen ohnehin permanent Wasser über die Haut und Kiemen in ihren Körper gelangt. Salzwasserfische verlieren Wasser an ihre Umgebung. Damit sie das Wasser ihrer umgebung zusich nehmen können, haben sie speziell entwickelte Zellen in den Kiemen, die das Salz des aufgenommenen Wassers aufnehmen und anschließend ausscheiden.

Tschüss und bis zum nächsten Mal!

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1 Kommentar
  1. Default

    Erstklassig. Sehr gut erklärt, logisch und interessant. Danke.

    Von Wodo, vor mehr als 2 Jahren