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Lerntext zum Thema Feedback geben und annehmen
Feedback geben und annehmen
Stell dir vor: Du und deine Gruppe haben ein Referat vorbereitet. Ihr habt euch richtig Mühe gegeben. Nach eurer Präsentation sagt ein Mitschüler nur: „War okay.“ Eine andere Person sagt: „Das war voll schlecht!“ Wie fühlst du dich jetzt? Wahrscheinlich bist du verwirrt oder sogar verletzt. Genau hier beginnt das Thema Feedback geben und annehmen – und warum es so wichtig ist, es richtig zu machen.
Feedback hilft dir dabei, besser zu werden. Aber nur, wenn es ehrlich, freundlich und konkret ist. Und genauso wichtig: Du musst auch lernen, Feedback anzunehmen, ohne dich sofort angegriffen zu fühlen.
Feedback – Definition
Was bedeutet Feedback überhaupt? Muss Feedback immer negativ sein?
Feedback bedeutet, dass du jemandem eine Rückmeldung, die sowohl wertschätzend als auch kritisch sein kann, zu seinem Verhalten, seiner Arbeit oder einer Leistung gibst – mit dem Ziel, zu helfen und zu verbessern.
Wenn du Feedback gibst, sagst du nicht einfach deine Meinung, sondern du hilfst der anderen Person dabei, etwas besser zu verstehen oder zu verändern. Vielleicht fragst du dich: „Warum soll ich mir überhaupt Mühe geben, gutes Feedback zu geben?“ Ganz einfach: Jeder möchte ernst genommen werden. Und gutes Feedback zeigt Respekt, weil es wertschätzend ist und die Person merkt, dass man ihr zugehört hat.

Warum gutes Feedback so wichtig ist
Feedback gibt es im Schulalltag überall: bei Gruppenarbeiten, Referaten oder im Sport. Gutes Feedback kann motivieren – schlechtes entmutigen.
Gutes Feedback:
- zeigt, was schon gut klappt
- gibt konkrete Hinweise zur Verbesserung
- bleibt freundlich und respektvoll
Schlechtes Feedback:
- ist zu allgemein („war gut“)
- verletzt und hilft nicht weiter („das war schlecht“)
Wenn du lernst, gutes Feedback zu geben, wirst du auch besser im Zusammenarbeiten. Deine Gruppe kann sich besser weiterentwickeln – und du auch.
Die WWW-Regel: So gelingt gutes Feedback
Es gibt eine Regel, die beim Formulieren eines angemessenen Feedbacks helfen kann.
WWW-Regel bedeutet:
- Wahrnehmung (Was habe ich gesehen oder gehört?)
- Wirkung (Wie wirkt das auf mich?)
- Wunsch (Was könnte aus meiner Perspektive besser sein?)
Beispiel für die WWW-Regel
Statt zu sagen: „Dein Referat war langweilig“, kannst du sagen:
- Wahrnehmung: „Ich habe gemerkt, dass du viel vom Blatt abgelesen hast.“
- Wirkung: „Dadurch war es für mich schwer, aufmerksam zu bleiben.“
- Wunsch: „Vielleicht kannst du beim nächsten Mal versuchen, freier zu sprechen.“
So fühlt sich die andere Person nicht angegriffen und weiß genau, was sie verbessern kann.
Übung: Schlechtes vs. gutes Feedback erkennen
Feedback annehmen – gar nicht so leicht!
Feedback zu bekommen, kann sich komisch anfühlen. Vielleicht bist du enttäuscht oder fühlst dich kritisiert. Das ist ganz normal.
Feedback annehmen bedeutet, dass du Rückmeldungen anhörst, darüber nachdenkst und selbst entscheidest, was du daraus lernen kannst.
Wichtig ist: Feedback richtet sich nicht gegen dich selbst, sondern gegen eine bestimmte Handlung oder Aufgabe.
Tipps: So gehst du gut mit Feedback um
So kannst du reagieren, wenn du Feedback bekommst:
- Höre ruhig zu und unterbrich nicht.
- Versuche, nicht sofort zu widersprechen.
- Stelle Fragen, wenn du etwas nicht verstehst.
- Überlege: Was kann ich daraus lernen?
Manchmal hilft es auch, kurz durchzuatmen, bevor du antwortest. So bleibst du ruhig und kannst besser nachdenken.
Feedback in der Gruppe – gemeinsam besser werden
Wenn alle lernen, gutes Feedback zu geben, wird die Stimmung in der Klasse besser. Weniger Menschen haben Angst, Fehler zu machen und alle können voneinander lernen. Vielleicht hast du schon erlebt: In einer Gruppe, in der man sich respektvoll Rückmeldung gibt, klappt die Zusammenarbeit viel besser.
Zusammenfassung zum Thema Feedback geben und annehmen
- Feedback hilft dir, dich zu verbessern.
- Gutes Feedback ist freundlich, konkret und ehrlich.
- Die WWW-Regel hilft beim Formulieren.
- Schlechtes Feedback ist oft zu allgemein oder verletzend.
- Feedback annehmen bedeutet: zuhören, nachdenken und daraus lernen.
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