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Wie sicher ist Nanotechnologie?

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Team Realfilm
Wie sicher ist Nanotechnologie?
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Beschreibung Wie sicher ist Nanotechnologie?

Die Nanotechnologie arbeitet, wie der Name (nano = Milliardstel) schon vermuten lässt, auf der Ebene von Atomen und Molekülen, die in der Regel in der Maßeinheit Nanometer angegeben werden. Schon heute findet sie Anwendung in von dir täglich genutzten Produkten. Durch die Anpassung der Eigenschaften auf molekularer bzw. atomarer Ebene können Produkte wie zum Beispiel Tennisschläger, Kleidungsstücke oder Kosmetika kleiner, leichter, stabiler, umweltschonender und auch potentiell leistungsfähiger kreiert werden. Allen Vorteilen zum Trotz ist es wichtig, sich bei neuen Technologien auch stets Gedanken über die Sicherheit und mit ihr verbundene Risiken zu machen.

Kohlenstoffnanoröhren sind sechsmal leichter, aber 100-mal stärker als Stahl und außerdem hervorragende Leiter. Von daher könnten sie gerade in der Computerentwicklung als auch in der Medizin zu großen Weiterentwicklungen führen. Sogar die Entwicklung von Nanorobotern zur Heilung von Wunden oder zum Auffinden und Zerstören von Krebszellen im Körper wird wahrscheinlicher. Aber auch wenn das alles noch in der Zukunft liegt, müssen wir uns schon heute Gedanken darüber machen, welche Risiken die Technologie birgt. Denn obwohl wir bereits viele Produkte nutzen, die mit der Nanotechnologie optimiert wurden, ist diese noch nicht vollends erforscht.

Wir wissen, dass Nanomaterial häufig ganz andere Eigenschaften hat als die größeren Partikel desselben Materials. Daher ist es möglich, dass einige Nanopartikel giftig für uns Menschen oder gefährlich für die Natur sind. So gibt es bereits einige Studien, die nahelegen, dass Partikel bei der Verkleinerung auf Nanogröße giftiger werden. Es wurde ebenfalls bereits bei einigen Kohlenstoffnanoröhren nachgewiesen, dass sie Ähnlichkeiten mit den Eigenschaften von Asbest aufweisen und möglicherweise Lungenkrebs auslösen könnten.

Von daher handelt es sich bei der Nanotechnologie grundsätzlich um eine wissenschaftliche Entwicklung, die große Vorteile für unser Leben bringen kann. Das Gefahrenpotential der unterschiedlichen Nanopartikel muss allerdings weiter und genauer untersucht werden, um mögliche Auswirkungen für den Menschen und die Natur abzuwägen und Regeln für die Nutzung dieser Technologie aufzustellen.

Transkript Wie sicher ist Nanotechnologie?

Nanotechnologie kommt bereits in vielen Produkten zum Einsatz. Beispiele sind leichtere Tennisschläger, streichfähigere Farben oder besser einziehende Cremes. Die nächste Generation von Nanomaterialien verspricht, die Dinge noch weiter voranzutreiben. Kohlenstoffnanoröhren sind unheimlich fest und ausgezeichnete elektrische Leiter und könnten daher viele Bereiche - von Computerchips bis hin zur Medizin - verändern. Es gibt Überlegungen, mit Nanorobotern Wunden zu heilen oder Krebszellen aufzuspüren und zu zerstören. Es ist zwar noch Zukunftsmusik, aber irgendwann könnten organische Nanoroboter sogar in der Lage sein, sich zu vermehren. Das außerordentliche Potenzial der Nanotechnologie ist auch der Grund, weswegen Debatten darüber geführt werden, wohin diese Technologie führen könnte. „Was passiert, wenn selbstreplizierende Nanoroboter außer Kontrolle geraten? Man bekäme dann einen nicht-biologischen Krebs. Den nennt man Graue Schmiere. Er könnte sich ausbreiten und die ganze Welt auffressen.“ Graue Schmiere gehört wohl eher ins Reich der Science-Fiction, aber Bedenken gegenüber der Nanotechnologie sind ein ganz reales Thema. Obwohl Nanopartikel schon Eingang in unseren Alltag gefunden haben, sind die Risiken einiger dieser Technologien noch nicht vollends erforscht. Wir wissen nicht, ob einige darunter vielleicht giftig für Menschen sein könnten oder ob es gefährlich werden könnte, wenn sie sich in der Umwelt anreichern. Auf Produkten wie Kosmetika oder Textilien muss nicht angegeben werden, ob sie Nanopartikel enthalten, also erfahren Verbraucher nicht einmal, ob sie sie nutzen. Wir wissen allerdings, dass Nanomaterialien ganz andere Eigenschaften haben als größere Partikel desselben Materials. Und einige Studien legen nahe, dass Partikel giftiger werden, wenn sich ihre Größe verringert. Bei einigen Kohlenstoffnanoröhren wurde nun nachgewiesen, dass sie Eigenschaften ähnlich denen von Asbest aufweisen und möglicherweise Lungenkrebs auslösen könnten, wenn man sie einatmet. Nanotechnologie besitzt großes Potenzial, unsere moderne Welt zu verändern, doch das Gefahrenpotential dieser kleinen Partikel muss untersucht werden, um die Risiken zu verstehen und zu steuern. Vielleicht bedarf es neuer Regeln, um diese sich rapide ausbreitende Technologie zu kontrollieren. „Meiner Meinung nach besteht die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts darin, uns die Vorteile dieser Technologie zunutze zu machen und dabei gleichzeitig die Risiken einzudämmen.“

1 Kommentar

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  1. Erster

    Von Timo D., vor 4 Monaten
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