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Weichmacher – Nutzen und Schaden 02:18 min

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Transkript Weichmacher – Nutzen und Schaden

Es gibt Stoffe, die wir permanent in uns aufnehmen und es nicht einmal ahnen. Weichmacher stecken zum Beispiel in Schuhsohlen und begleiten uns somit auf Schritt und Tritt. Die Liste der Gegenstände, die Weichmacher enthalten, scheint endlos. Spielzeug, Klebstoff, Verpackungsmaterial, Farben, Folien oder Plastik. Ziel der Weichmacher ist es, spröden Kunststoff oder andere Substanzen geschmeidig zu machen. Dabei wirken Weichmacher wie ein Schmiermittel zwischen den harten Kunststoffmolekülen. Wegen dieser Eigenschaften werden Weichmacher in riesen Mengen erzeugt und verarbeitet. Umso bedenklicher sind aktuelle Forschungsergebnisse nach denen ernsthafte gesundheitliche Schäden drohen. Das Augenmerk der Toxikologen liegt dabei auf den sogenannten Phthalaten, die vor allem den Kunststoff PVC weich und biegsam machen. Auch manche Lebensmittelverpackungen enthalten große Mengen dieser Weichmacher. Da die Phthalate an den Kunststoff nicht chemisch gebunden sind, gelangen sie leicht in die Luft. In den hausstaub oder in Lebensmittel. Auf diese Weise wandern sie täglich in den Körper. Ebenfalls hohe Weichmacherkonzentrationen stecken in Haushaltshandschuhen. Wer damit arbeitet lebt unter Umständen gefährlich. Zumal die bei Testpersonen nachgewiesenen Mengen nach neuesten Untersuchungen weit höher waren als Wissenschaftler bisher vermutet hatten. Noch ist umstritten, ob so hohe Phthalat Konzentrationen im Körper sogar Krebs begünstigen. Sicher ist, dass die riskanten Umweltchemikalien auf den Hormonhaushalt wirken und wahrscheinlich die Samenqualität und damit die Zeugungsfähigkeit herabsetzen. Mit Weichmachern kommen wir auch bei der täglichen Körperpflege in Berührung. Denn die Stoffe stecken auch in Pflegeprodukten und Kosmetik. Hier dienen oft als Trägersubstanzen für Duftstoffe. Das Verbrauchermagazin Ökotest kritisierte die gefährlichen Stoffe außerdem in Badeutensilien und in anderen Alltagsgegenständen. Ein kleiner Trost: Einige besonders schädliche Phthalate dürfen in Kosmetika, aber auch in Farben und Klebstoffen inzwischen nicht mehr verarbeitet werden. Und im Spielzeug für Kleinkinder bis zu drei Jahren, sind sie europaweit verboten.