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Intermolekulare Kräfte 02:52 min

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Transkript Intermolekulare Kräfte

Alle Stoffe bestehen aus Teilchen, die viel zu klein sind, um sie mit dem bloßen Auge zu sehen. Diese Teilchen sind ständig in Bewegung und ziehen sich gegenseitig an. Die Anziehungskräfte zwischen Molekülen werden intermolekulare Kräfte genannt. Sie bestimmen, ob ein Stoff fest, flüssig oder gasförmig ist. Im Gegensatz zu den kovalenten Bindungen innerhalb der Moleküle sind intermolekulare Kräfte viel schwächere Anziehungskräfte. In diesem Iod-Molekül besteht eine starke kovalente Bindung zwischen den beiden Iod-Atomen. Aber zwischen diesen Iod-Molekülen bestehen viel schwächere intermolekulare Kräfte. Diese intermolekularen Kräfte werden überwunden, wenn ein Stoff seinen Aggregatzustand ändert. Wenn festem Iod Energie zugeführt wird, können die intermolekularen Kräfte zwischen den Molekülen überwunden werden. Die Iod Moleküle verteilen sich und das Iod wird gasförmig. Es gibt zwei Faktoren, die die Stärke von zwischenmolekularen Kräften beeinflussen. Je größer Moleküle sind, desto stärker ist die Anziehungskraft zwischen den Molekülen. Dies liegt daran, dass größere Moleküle mehr Elektronen besitzen. Iod-Moleküle haben mehr Elektronen als Chlor-Moleküle. Die intermolekularen Kräfte von Iod sind stärker. Deshalb ist Iod bei Zimmertemperatur ein Feststoff, Chlor ein Gas. Große Polymere, wie Polyethylen, haben Tausende Elektronen. Deshalb wird viel Energie benötigt, um diese Moleküle aufzubrechen. Deshalb sind Kunststoffe bei Raumtemperatur fest. Der zweite wichtige Faktor der Stärke intermolekularer Kräfte ist der Abstand zwischen den Molekülen. Intermolekulare Kräfte in Feststoffen sind wesentlich stärker als in Flüssigkeiten, da sich die Moleküle viel näher beieinander befinden. In Gasen sind die Moleküle sehr weit voneinander entfernt. Die intermolekularen Kräfte sind sehr schwach. Wenn man also in einem Teekessel Wasser kocht, werden die intermolekularen Kräfte zwischen den Wassermolekülen überwunden und es entsteht Wasserdampf.