30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Die Fledermaus – ein flugfähiges Säugetier 06:58 min

Textversion des Videos

Transkript Die Fledermaus – ein flugfähiges Säugetier

Hallo. Hast du gewusst, dass Fledermäuse blind fliegen können? Verbände man ihnen die kleinen Augen, wichen sie geschickt allen Hindernissen aus. Mit welchem Sinnesorgan sie diese Leistung bewerkstelligen, welche Anpassungen Fledermäuse an das Fliegen haben, wie sie leben und wie man sie schützen kann, das alles erfährst du in diesem Video. In Deutschland sind Fledermäuse die einzigen Säugetiere, die fliegen können. Sie gebären lebende, sogenannte Klammerjungen, die sie mehrere Wochen im Flug tragen und säugen. Die Weibchen schließen sich vor der Geburt in sogenannten Wochenstuben mit bis zu mehreren hundert Tieren zusammen. Anfangs sind diese Babys nackt und blind. Besonders bei der Paarung im August ist, dass die Spermien der Männchen mehrere Monate in einer Tasche des weiblichen Geschlechtsorgans verbleiben. Erst im Frühjahr wird die Eizelle durch ein Spermium befruchtet und ein Embryo entsteht. Den Winter verbringen sie im Winterschlaf. In frostgeschützten Winterquartieren hängen sie kopfüber und dicht gedrängt, um sich vor der Kälte zu schützen. Das können zum Beispiel Höhlen oder Keller sein. Auch tagsüber hängen sie mit gefalteten Flügeln von den Decken ihrer Quartiere. Hier siehst du einige Rückzugsorte: Baum- und Felshöhlen, Tunnel und Dachböden. Erst in der Dämmerung fliegen sie aus. Fledermäuse sind Nachtjäger. Ihre spitzen, kleinen Zähne sind perfekt zum Fangen fliegender Insekten geeignet. Als Insektenfresser verspeisen sie Käfer, Nachtschmetterlinge, Fliegen und Mücken. Schauen wir uns die Anpassung an den Flug doch mal genauer an. Die Vordergliedmaßen sind zu Flügeln umfunktioniert. Dünne Flughäute verbinden die Arme, Beine, den Schwanz und Rumpf. Daumen und Füße liegen frei. Durch schnelles Auf- und Abschlagen halten sie sich in der Luft, deshalb zählen sie zu den Flattertieren. Hier siehst du das Skelett einer Fledermaus: den Oberarmknochen, das Ellbogengelenk, den Unterarmknochen, den freien Daumen, Handwurzelknochen und den Schwanzwirbel. Im Vergleich zu einer menschlichen Hand sind Mittelhand und Fingerknochen stark verlängert. Alle Knochen sind sehr dünn und dadurch leicht. Aber wie finden sich die Fledermäuse im Dunkeln zurecht? Nicht die kleinen Augen helfen ihnen dabei, sondern Ultraschallrufe. In kurzen Abständen stoßen sie diese für dich und mich nicht hörbaren Töne aus. Hier siehst du eine Fledermaus bei der Jagd auf einen Nachtfalter. Der Kehlkopf erzeugt die Ultraschallrufe, die über Mund oder Nase ausgestoßen werden. Treffen diese auf das Beutetier oder ein Hindernis, kommt ein Echo zu der Fledermaus zurück. Über die großen Ohrmuscheln nehmen sie diese Schallwellen auf. Je weiter entfernt das Objekt ist, desto länger braucht das Echo. Dank dieser Echopeilung müssen Fledermäuse ihre Umgebung nicht sehen, sondern können sie hören. In Deutschland gibt es etwa 20 verschiedene Arten. Hierzu zählen der Große Abendsegler und die Hufeisennase. Die kleinste Art ist die Zwergfledermaus, die größte ist das Große Mausohr. Leider sind alle gefährdet und stehen daher unter Naturschutz. Woran das liegt? Zunächst an der Quartiersnot. Da viele alte Bäume gefällt und alte Gebäude abgerissen werden, verlieren Fledermäuse ihre Winter- und Tagesquartiere. Auch werden auf Feldern und in Wäldern Schädlingsbekämpfungsmittel gesprüht. Dadurch gibt es weniger Insekten, also weniger Nahrung. Fressen Fledermäuse lebende vergiftete Insekten, lagern sich die Giftstoffe im Fettgewebe der Tiere an. Findest du also eine verletzte oder geschwächte Fledermaus, ist es wichtig, dass du Erste Hilfe leistest. Am besten suchst du dir die Adresse der nächsten Hilfsstelle im Internet raus. Wenn du aktiv helfen willst, kannst du gemeinsam mit deinen Eltern einen Fledermauskasten aus dem Baumarkt aufhängen. Mit einer Anleitung aus dem Internet kannst du diese gern gesehenen Quartiere auch selber bauen. Fassen wir nochmal zusammen: Fledermäuse sind fliegende Säugetiere. In Wochenstuben gebären sie lebende Jungen, die sie säugen. Die Spermien werden nach der Paarung bis zum Frühjahr gespeichert. In der Zwischenzeit halten sie Winterschlaf in Winterquartieren wie Dachböden oder Baum- oder Felshöhlen. Fledermäuse sind Nachtjäger und Insektenfresser. Ultraschallrufe dienen zum Finden von Beutetieren in der Luft und dem Ausweichen von Hindernissen. Sie kommen als Echo zurück. Zum Fliegen verhelfen dünne Flughäute zwischen Armen, Beinen, Schwanz und Rumpf und leichte dünne Knochen. Gefahr droht durch Quartiersnot und Schädlingsbekämpfungsmittel. Ich hoffe, du hast viel gelernt. Tschüss und bis zum nächsten Mal.

10 Kommentare
  1. Hallo An Hammerle,
    ich habe das Video gerade abgespielt und der Ton lief problemlos. Wenn deine Lautsprecher angeschaltet und der Ton des Videos nicht ausgestellt gestellt war (kleines Lautsprechersymbol rechts unter dem Video), war dies vermutlich ein technisches Problem. Bitte logge dich bei sofatutor aus und schließe deinen Browser (Firefox, Safari, Internet Explorer ...). Stelle sicher, dass alle Fenster deines Browser auch wirklich geschlossen sind. Öffne ihn dann erneut und logge dich wieder bei sofatutor ein und versuche es erneut. Wenn du weiterhin technische Probleme beim Abspielen der Videos haben solltest, kannst du dich gerne an unseren support unter support@sofatutor.com wenden. Sie werden dir dann weiterhelfen.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 6 Monaten
  2. Warum hat das Video keinen Ton?

    Von An Hammerle, vor 6 Monaten
  3. Hat mich aber bei der Klassen Arbeit geholfen. Fledermäuse sind eingendlich nicht schrecklich, die sind voooooooll süß!!!!!!

    Von Yinran Zhang, vor 11 Monaten
  4. Die Jungen sind am süßten

    Von Chimercy2005, vor etwa einem Jahr
  5. Oh, Fledermäuse sind süß

    Von Gregorykessel, vor mehr als einem Jahr
  1. 👍

    Von Steffimuehlenbruch, vor mehr als einem Jahr
  2. Fledermäuse sind so süß! :)

    Von Susanna F., vor mehr als 2 Jahren
  3. :-)

    Von Sveabuschmann, vor mehr als 2 Jahren
  4. Wow! Ich werde mir gleich so einen Kasten anschaffen :D

    Von Emilia-Sophie N., vor fast 3 Jahren
  5. Gut erklärt

    Von Istanbulreklame, vor mehr als 4 Jahren
Mehr Kommentare

Die Fledermaus – ein flugfähiges Säugetier Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Fledermaus – ein flugfähiges Säugetier kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschrifte das Skelett der Fledermaus.

    Tipps

    Strecke eine Hand so aus, dass du deine Fingernägel sehen kannst. Nun fahre mit der anderen Hand über den Handrücken. Fühlst du die Knochen darunter? Das sind deine Mittelhandknochen. Auch die Fledermaus besitzt Mittelhandknochen, nur dass diese im Verhältnis zum Rest ihres Körpers viel länger sind als deine Mittelhandknochen.

    Lege deine rechte Hand so vor dich, dass du deine Handinnenfläche sehen kannst. Vergleiche deine Hand nun mit der abgebildeten Hand der Fledermaus. Welche Teile eurer Hände sehen ähnlich aus? Welche Teile unterscheiden sich voneinander?

    Lösung

    Die Fledermaus besitzt viele Knochen, die auch deinen Körper stützen. Die Oberarmknochen sitzen wie bei dir auch direkt am Körper. Danach folgen die Unterarmknochen, bevor sich die Knochen der Hand anschließen. Die Handwurzelknochen stellen die Verbindung zwischen Armen und Händen dar. Die Daumen der Fledermaus sind nicht von den Flughäuten überdeckt, die die Arme, die Beine, den Schwanz und den Rumpf der Fledermaus miteinander verbinden. Die Mittelhandknochen und die Fingerknochen der Fledermaus sind im Vergleich zu den gleichen Knochen in deinem Körper stark verlängert. Alle Knochen der Fledermaus sind sehr dünn und leicht und somit optimal auf das Fliegen ausgerichtet.

  • Gib an, welche Fledermausarten du bereits kennst.

    Tipps

    Hier haben sich zwei Vogelarten eingeschlichen. Weißt du, welche?

    Lösung

    In Deutschland gibt es in etwa 20 verschiedene Fledermausarten. Der Große Abendsegler lebt vorwiegend in Wäldern. Sein Körper ist ungefähr 8 Zentimeter lang und er hat eine Flügelspannweite von bis zu 40 Zentimeter.

    Die Familie der Hufeisennasen besteht aus rund 70 Arten, von denen nur fünf Arten in Europa leben. Ihren Namen verdanken sie Hautbildungen um die Nase herum, die vom Aussehen her an Hufeisen erinnern.

    Die Zwergfledermaus ist eine der kleinsten Fledermausarten. Bei einer Körpergröße von 4,5 Zentimetern wiegt sie ca. 7 Gramm, das ist weniger als ein Teelöffel Zucker!

    Das Große Mausohr ist die größte Fledermausart Deutschlands. Ihr Lebensraum besteht aus Wiesen und Feldern, aber auch in menschlichen Siedlungen fühlt sie sich wohl.

    Der Mauersegler und der Zaunkönig sind keine Fledermäuse, sondern heimische Vogelarten.

  • Vergleiche die Lebensweise von Fledermaus und Flughund.

    Tipps

    Viele Tiere in unseren Regionen halten Winterschlaf, damit sie im kalten Winter nicht so viel Energie benötigen. In wärmeren Gebieten ist ein Winterschlaf nicht nötig. Weißt du, wie das Klima im Lebensraum der Flughunde ist?

    Lösung

    Fledermäuse sind auf jedem Kontinent außer der Antarktis zu Hause, während Flughunde vorwiegend in Afrika, Australien und Asien beheimatet sind.

    Durch die Echoortung können Fledermäuse sich problemlos fortbewegen und auch Nahrung fangen. Das ist notwendig, da Fledermäuse keine gut entwickelten Augen haben. Im Gegensatz dazu haben Flughunde sehr gut entwickelte Augen. Sie benötigen also keine Echoortung, um sich fortzubewegen.

    Da es bei uns im Winter häufig sehr kalt wird, halten Fledermäuse einen Winterschlaf. Sie schützen sich so vor der Kälte und benötigen weniger Energie, müssen also kein Futter aufnehmen. Im Lebensraum der Flughunde ist es viel wärmer, deshalb müssen sie keinen Winterschlaf halten.

    Für Fledermäuse wäre es im Winter auch sehr schwer, Futter zu finden, da sie Insektenfresser sind. Insekten schützen sich nämlich im Winter auch vor der Kälte. Sie fallen in eine Winterstarre. Flughunde dagegen ernähren sich pflanzlich. Sie verspeisen Nektar, Pollen, Blüten und Früchte.

  • Beschreibe die Merkmale der Fledermaus.

    Tipps

    Fledermäuse ernähren sich von Mücken, Käfern, Fliegen und Nachtschmetterlingen.

    Insekten verfallen im Winter in eine Winterstarre. Säugetiere machen einen Winterschlaf oder halten Winterruhe.

    Lösung

    Fledermäuse sind nachtaktiv und ziehen sich tagsüber in Baum- oder Felshöhlen zurück. Wenn sie ruhen, hängen sie kopfüber an Decken und Wänden. Den Winterschlaf verbringen sie dicht gedrängt mit vielen anderen Fledermäusen in großen Höhlen, um sich gegenseitig vor der Kälte zu schützen.

    Bei der Paarung von Säugetieren wird die Eizelle zumeist direkt nach der Paarung befruchtet. Die Weibchen der Fledermäuse tragen die männlichen Spermien allerdings mehrere Monate in einer Tasche in ihrem Geschlechtsorgan, bevor im Frühjahr eine Eizelle befruchtet wird. Dann versammeln sich hunderte von Fledermaus-Weibchen in großen Wochenstuben, in der sie ihre Jungen aufziehen. Diese sind zu Anfang nackt und blind und werden mehrere Wochen von der Mutter im Flug getragen und gesäugt. Da die Jungen lebend zur Welt kommen und gesäugt werden, gehören die Fledermäuse zu den Säugetieren.

    Fledermäuse sind Insektenfresser. Sie geben Ultraschallrufe von sich, um Nahrung aufzuspüren und im Flug zu fangen. Auch Hindernisse können sie so ausfindig machen. Diese Echoortung brauchen sie, weil ihre Augen nicht gut entwickelt sind und sie in ihren dunklen Höhlen auch nicht gut sehen könnten.

  • Zeige, wie unsere heimischen Fledermäuse leben.

    Tipps

    Fledermäuse führen keine feste Paarbeziehung.

    Fledermäuse können ihre Körpertemperatur im Winter auf 3°C absenken.

    Lösung

    Fledermäuse werden im Juni oder Juli geboren. Nach drei bis zehn Tagen öffnen sie ihre Augen und im Alter von ca. vier Wochen können sie fliegen. Die Paarungszeit der Fledermäuse beginnt im Spätsommer. Die Eizelle wird jedoch bis zum Frühjahr im weiblichen Geschlechtstrakt gespeichert, damit die Jungen in der warmen Jahreszeit geboren werden können. Die Weibchen treffen sich in Wochenstuben, in denen sie gemeinsam ihre Kinder zur Welt bringen und aufziehen. Die Männchen sind an dieser Aufzucht nicht beteiligt. Die meisten heimischen Arten verbringen unseren Winter im Winterschlaf. Nur sehr wenige Arten ziehen im Winter in wärmere Regionen. Ab ihrem 1. Lebensjahr sind Fledermäuse fortpflanzungsfähig und können selbst Jungen großziehen.

  • Arbeite heraus, was du tun kannst, wenn du eine kranke, verletzte oder junge Fledermaus findest.

    Tipps

    Im Winter fallen Fledermäuse in eine Art Kältestarre und sind dann flugunfähig. Wenn die Fledermaus nicht verletzt ist, sollte sie nicht aufgewärmt werden. Denn dann würde sie mehr Energie benötigen und dadurch ihre lebenswichtigen Fettreserven verbrauchen. Falls du also eine winterruhende Fledermaus findest, belasse sie am besten an einer sicheren Stelle in ihrem Quartier.

    Lösung

    Fledermäuse können in seltenen Fällen Tollwut übertragen. Außerdem haben sie sehr spitze Zähne, mit denen sie dich verletzten können. Bitte trage deshalb Handschuhe, wenn du eine kranke oder verletzte Fledermaus aufheben musst.

    Wenn du im Winter eine Fledermaus findest, musst du sie zunächst gut beobachten. Schaue dir an, ob sie verletzt ist oder sich einfach nur im Winterschlaf befindet. Wenn Letzteres der Fall ist, solltest du sie einfach in ihrem Quartier in Ruhe lassen. Nur wenn sie offensichtlich verletzt oder krank ist, solltest du ihr helfen.

    Wenn du ein verletztes Tier findest, solltest du es auf schnellstem Wege zum Tierarzt bringen. Bitte sei dann besonders behutsam, damit du dem Tier beim Transport versehentlich nicht noch mehr Schmerzen zufügst.

    Die Fledermaus kannst du in einer speziellen Transportbox für Kleinvögel transportieren. Zur Not geht aber auch ein Schuhkarton mit Luftlöchern, der innen mit Küchenpapier oder Tüchern gepolstert ist. Bitte beachte, dass Fledermäuse Ausbruchskünstler sind! Deshalb muss die Transportbox sehr gut gesichert sein.

    Fledermäuse benötigen natürlich auch Flüssigkeit. Du kannst ihnen warmes Wasser mitmilfe einer Pipette oder eines Pinsels einträufeln. Vorne über der Schnauze sitzen die Nasenlöcher. Deshalb solltest du das Wasser seitlich eingeben, damit es nicht aus Versehen in die Nasenlöcher läuft.

    Unsere heimischen Fledermausarten fressen ausschließlich Insekten. Du kannst ihnen also lebende oder frisch ausgedrückte Mehlwürmer aus dem Zoogeschäft füttern. Bitte gib der Fledermaus kein Essen aus eurer Küche, denn das mögen diese kleinen Tiere überhaupt nicht.