Advent, Advent, 1 Monat weihnachtliche Laufzeit geschenkt.

Nicht bis zur Bescherung warten, Aktion nur gültig bis zum 18.12.2016!

Textversion des Videos

Transkript Tiere und Pflanzen im See

Hallo mein Name ist Sabine und in diesem Video soll es um die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt im See gehen. Schauen wir uns doch mal an, wie ein See vertikal gegliedert ist. Im See gibt es 2 besiedelte Lebensräume. Das Pelagial - die Freiwasserzone - und das Benthal - die Bodenzone. Beim Benthal wird noch einmal zwischen Litoral - der Uferzone - und dem Profundal - der Tiefenzone unterschieden. Die Grenze zwischen Litoral und Profundal verläuft dort, wo die Lichtintensität für die Fotosynthese zu gering wird. Im See sind die einzelnen Lebensbereiche verschiedenen Organismengesellschaften zugeordnet. Beginnen wir am Ufer des Sees mit der Röhrichtzone. Man findet dichte Bestände an Rohrkolben und Schilf. Diese Pflanzen sind besonders gut an starke Wellen und Winde angepasst durch waagerechte, weitverzweigte Wurzeln. Die hohlen, biegsamen Halme sind durch Knoten gefestigt und können nur schwer brechen. Auch die Blätter sind sehr reißfest. Die Röhrichtzone ist Nistplatz für viele Vögel und schützt ihren Nachwuchs vor Räubern. Beispiele für Wasservögel sind Graureiher, Rohrsänger und Reiherente. An die Röhrichtzone schließt sich die Schwimmblattzone an. Das bekannteste Beispiel für diese Pflanzengürtel ist die Seerose. Die Schwimmblätter treiben durch luftgefüllte Hohlräume auf der Wasseroberfläche. Der Stängel ist sehr elastisch und daher widerstandsfähig gegenüber Wellen. Wenn du wissen möchtest, wie Wasserpflanzen an ihren Lebensraum angepasst sind, dann schau dir doch das Video zum Bau- und Funktion des Laubblattes an. In der Schwimmblattzone kommen als Tierarten vor allem Teichmuscheln, Libellen, Flusskrebse und Schnecken vor sowie Jungfische. An der Wasseroberfläche kann man verschiedene Wasservögel wie Bless- und Teichhuhn finden. Wichtige Unterwasserpflanzen kann man in der Tauchblattzone entdecken. Auf den Blättern von Tausendblatt und krausem Laichkraut bildet sich ein Biofilm aus Algen und Bakterien, der eine gesunde Nahrungsquelle für wirbellose Kleinstlebewesen ist. Die Wasserpflanzen bilden einen Lebensraum, der mit Wäldern oder Hecken auf dem Land vergleichbar ist. Sie sind Rückzugsgebiete für die Jungstadien von Insekten, zum Beispiel Köcherfliegenlarven oder Stechmückenlarven und Fischen, denn Räuber können zwischen den Halmen ihre Beute nur schwer erkennen. Die Tiefenalgenzone ist nur noch spärlich durchlichtet. Hier kann man noch verschiedene Algenarten finden, die teilweise dichte Rasen bilden, beispielsweise die Armleuchteralgen, Kieselalgen und die Grünalgen. Kiesel- und Grünalgen sind nicht mehr mit bloßem Auge erkennbar. Nun schließt sich die Freiwasserzone an. Hier leben verschiedenste Vogelarten wie Schwäne und Enten. Außerdem kann man an der Wasseroberfläche Insekten und deren Larven finden. Im Wasser tummeln sich Fische und Plankton. Einen See kann man nicht nur nach Lebensräumen einteilen. Eine Ordnung nach Organismengesellschaften ist auch möglich. Man unterscheidet in Plankton, Nekton, Neuston, Pleuston und Benthon. Als Plankton bezeichnet man die Gesamtheit aller Organismen, die im Freiwasser schweben, und ihre Schwimmrichtung nicht selbst bestimmen können. Man unterscheidet zwischen Phytoplankton, also pflanzlichen Lebewesen und Zooplankton, also tierischen Lebewesen. Charakteristisch für diese Lebensformen ist ein Körperbau, der das Schweben im Wasser erleichtert. Das kann durch Gasvakuolen für den Auftrieb sein, Schwebefortsätze, oder bänderförmige Zellkolonien. Plankton findet man vor allem in der durchlichteten Wasserzone, da Licht der notwendige Energielieferant für die Fotosynthese ist. Ein Beispiel für Phytoplankton wären Kiesel-, Goldalgen und Dinoflagellaten und Grünalgen. Zum Nekton zählen alle schwimmfähigen Organismen. Neben den Fischen sind das auch Insekten wie Wasserasseln oder Schwimmkäfer. Diese haben spezielle Ruderbeine und Antennen, mit denen sie sich fortbewegen können. Hast du schon mal versucht eine Büroklammer auf der Wasseroberfläche schwimmen zu lassen? Ich bin heute ziemlich ungeschickt, aber es geht wirklich! Durch die Oberflächenspannung des Wassers entsteht ein Häutchen, welches dem Neuston und Pleuston als Lebensraum dient. Sie hängen dran, schwimmen oder laufen auf diesem Häutchen. Das Neuston bildet Mikroorganismen wie Bakterien, Algen oder Pilze. Größere Pflanzen und Tiere wie Wasserläufer oder Insektenlarven oder die Wasserlinse bezeichnet man als Pleuston. Zu guter Letzt tauchen wir auf den Grund des Sees zum Benthon. Im durchlichteten Litoral zählen dazu 6000 Tierarten, Muscheln, Schnecken, Würmer, Insektenlarven und so weiter und so fort, sowie die ganzen Wasserpflanzen. Die Tiere haben gute Halteorgane entwickelt und haben ihre Atemorgane dem Leben im Wasser angepasst. Im Profundal sind die Schlammröhrenwürmer hervorzuheben. In diesem sehr sauerstoffarmen Seeteil haben sie Hämoglobin reiches Blut um Sauerstoff sehr effektiv aufzunehmen. Damit sind wir am Ende dieses Films angelangt. In so einem See ist ja wirklich ganz schön viel los, ich hoffe ich konnte dir einen kleinen Überblick geben. Ich bedanke mich fürs Zusehen und bis bald Sabine.

Informationen zum Video