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Ökosystem See 06:25 min

Textversion des Videos

Transkript Ökosystem See

Hallo! Bestimmt hast du schon sehr viele Seen gesehen und hast auch ein genaues Bild vor Augen, wie ein See aussieht und welche Pflanzen und Tiere dort vorkommen. Aber weißt Du auch, in welche Zonen man das Ufer und das Wasser im See selbst einteilt? Und welche Tiere und Pflanzen für diese einzelnen Zonen typisch sind? Das lernst du in diesem Video!

Uferbereich und seine Zonen

Zunächst werden wir den Uferbereich eines Sees, das Litoral, in verschiedene Bereiche einteilen. Nicht oder nur zeitweise mit Wasser bedeckt ist die Erlen-Weiden-Zone, in der, wie der Name schon sagt, Erlen und Weiden wachsen. Das sind Baumarten, die kein Problem mit der hohen Bodenfeuchte nahe des Sees haben.

Daran an schließt sich die Schilfzone, in der im Flachwasser wachsende Schilf-Pflanzen zu finden sind. Wird das Wasser langsam tiefer, wachsen dort nur noch Wasserpflanzen wie z.B. Seerosen, bei denen lediglich die Schwimmblätter an der Wasseroberfläche sind. Diese Zone heißt daher auch Schwimmblattzone.

In noch tieferem Wasser findet man dann Unterwasserpflanzen, die, wie der Name schon sagt, vollständig unter Wasser sind, so dass diese Zone Unterwasserpflanzenzone heißt. Diese Bodenzone im Uferbereich des Sees nennt man Benthal, während der Boden am Grund des Sees auch Tiefenboden oder Profundal heißt. Hierhin gelangt kein Licht, so dass hier keine Pflanzen wachsen können.

Wasserschichten

Auch die freie Wasserfläche des Sees, die so genannte Freiwasserzone oder das Pelagial, kann man abhängig von der Temperatur bzw. vorliegenden Schwankungen in einzelne Schichten einteilen. Die obere Wasserzone ist tages- und auch jahreszeitlich relativ großen Schwankungen ausgesetzt. Sie wird als Epilimnion bezeichnet.

Der Bereich des Tiefenwassers ist nur geringen tages- und jahreszeitlichen Schwankungen ausgesetzt, so dass hier immer Temperaturen um 4°C herrschen. Diese Tiefenwasserschicht heißt Hypolimnion.

Epilimnion und Hypolimnion werden durch die Sprungschicht, die auch als Metalimnion bezeichnet wird, voneinander getrennt. Diese Schicht zeichnet sich durch eine rasche Temperaturabnahme aus.

Nährschicht

Aus den Licht- und Temperaturverhältnissen am und im See ergibt sich, dass einige Zonen und Bereiche Nährstoffe produzieren und andere diese Nährstoffe verbrauchen. Du weißt sicher sofort, welche Organismen die Produzenten sein könnten, oder? Klar, alle grünen Pflanzen natürlich.

Pflanzen kommen in der Bodenzone des Sees, in der die feststehenden Pflanzen wachsen und auch im Oberflächenwasser vor. Das Oberflächenwasser wird vom Licht durchflutet und bietet so die Möglichkeit für das frei schwimmende Phytoplankton, das sind vor allem sehr kleine Algen, Fotosynthese zu betreiben.

Zu diesem schwimmenden Phytoplankton gehören neben den Algen auch Wasserlinsen, die du bestimmt kennst. Mit Hilfe der Fotosynthese werden Nährstoffe produziert. Außerdem gelangt Sauerstoff aus der Fotosynthese des Phytoplanktons und auch aus der Luft durch Diffusion ins Wasser.

Hier findest du Tiere wie Enten, verschiedene Fische, Krebse und Insekten. Es werden mehr Sauerstoff und Nährstoffe produziert, als durch die Organismen in dieser Schicht verbraucht werden, so dass man diese Schicht auch Nährschicht nennt.

Sprungschicht

Die Sprungschicht zeichnet sich, wie eben schon erwähnt, durch einen raschen Temperaturabfall aus. In dieser Schicht sinkt aber auch der Sauerstoffgehalt des Wassers stark ab.

Zehrschicht

Im Sommer kommt es nicht zu einer Durchmischung der Wasserschichten, so dass die darunterliegende Zone eine gleichbleibend niedrige Temperatur und einen niedrigen Sauerstoffgehalt aufweist. Hier können keine Pflanzen wachsen, da bis in diese Schicht kein Licht vordringt. Die hier lebenden Tiere ernähren sich von abgestorbenen Tieren oder Ausscheidungen, die aus den oberen Seeschichten herabsinken.

Außerdem befinden sich hier Pilze und Bakterien, die tote organische Substanz abbauen, die Destruenten. Da hier mehr Nährstoffe und Sauerstoff verbraucht werden, als produziert werden, heißt diese Schicht auch Zehrschicht.

Im Herbst und Frühjahr gleichen sich die Wassertemperaturen der verschiedenen Schichten an. Durch Wind und Zirkulation kommt es zu einer Vermischung der Wasserschichten, so dass die Nährstoffverhältnisse zu diesen Jahreszeiten ausgeglichen werden.

Zusammenfassung

Du hast in diesem Video gelernt, in welche Bereiche und Zonen ein See eingeteilt wird. Es gibt den Uferbereich, die Erlen-Weiden-Zone, die Schilfzone, die Schwimmblattzone, die Unterwasserpflanzenzone, die Bodenzone und die Tiefenbodenzone.

Außerdem weißt du, dass die Freiwasserzone in Epilimnion, Hypolimnion und Metalimnion unterteilt werden. Diese mischen sich jedoch nur zu bestimmten Jahreszeiten. Wenn du das nächste Mal an einem See stehst, weißt du jetzt auch ganz genau wie dieser eingeteilt ist.

Und du weißt was im Wasser passiert und welche Tiere und Pflanzen dort leben. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Informationen zum Video
9 Kommentare
  1. Default

    Liebes Sofatutor-Team, leider ist Photosynthese falsch geschrieben (das e fehlt).

    Von Mailinbeck, vor mehr als einem Jahr
  2. Default

    In der Zusammenfassung hast du die Schichten vertauscht. Metalimnion liegt zwischen Epilimnion und Hypolimnion.

    Von Anja Burmester, vor mehr als einem Jahr
  3. Default

    Oh tut mir leid, habe erst jetzt weiter nach unten geschaut!

    Von Benina M., vor mehr als 2 Jahren
  4. Default

    Sehr gelungenes video! Wollte euch nur darauf hinweisen, dass am Ende (6:05) Hypo- und Metalimnion verwechselt wurden..

    Von Benina M., vor mehr als 2 Jahren
  5. Marcel

    Hallo Buket,
    ja du hast vollkommen Recht, in der Zusammenfassung ist es falsch dargestellt! Es muss von oben nach unten richtig heißen: Epilimnion, Metalimnion, Hypolimnion

    Von Marcel Schenke, vor fast 3 Jahren
  1. Default

    ich wollte nur mal anmerken, dass die schichten Unterteilung des Sees am Ende des Videos verkehrt sind denn metalimnion ist die sprungschicht und nicht die zehrschicht.... sonst ist das Video sehr gut und verständlich

    Von Buket, vor etwa 3 Jahren
  2. Jan

    Hallo!
    Vielen Dank für dieses nette, positive Feedback. Viel Spaß beim Weiterlernen!

    Von Jan Ruppe, vor etwa 3 Jahren
  3. Default

    wirklich ganz toll !
    Feue mich immer sehr wenn ich so liebevoll gemachte Videos sehe.
    Dann lerne ich immer 2x so gut ;)

    Von Theliger234, vor etwa 3 Jahren
  4. Default

    Ein richtig tolles Video, wobei mir besonders die dynamische Farbanimation beim Phänomen der Temperaturangleichung in den Herbstmonaten gut gefallen hat. Danke, dein Video hat mich inspiriert, denn auch ich darf meinen Bioschülern das "Ökosystem See" nahebringen. Übrigens bin ich in meiner eigenen mündlichen Abiprüfung im Bio-Grundkurs über genau dieses Thema abgefragt worden. Daher mein Tipp: "Verinnerliche" den Inhalt dieses Videos wirklich sehr gut, wenn du dich in der mündlichen Prüfung für Ökologie entscheidest!

    Von Green Spirit, vor mehr als 3 Jahren
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