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Transkript Fische – Fortpflanzung, Brutpflege und Entwicklung

Fortpflanzung, Brutpflege und Entwicklung bei Fischen

Hallo! Warum legen manche Fische viele tausend Eier, andere Fische, wie der Stichling, aber gerade mal nur hundert? Und wohin schwimmen Aale, um sich fortzupflanzen? Antworten auf diese Fragen erhältst du in diesem Video, in dem wir uns die Fortpflanzung, die Brutpflege und die Entwicklung von Fischen näher ansehen.

Wie pflanzt sich ein Fisch fort? Die Artenvielfalt der Fische ist groß. Deshalb gibt es von Art zu Art auch Unterschiede bei der Fortpflanzung. In der Regel aber läuft die Fortpflanzung bei allen Fischen sehr ähnlich ab. Die Weibchen produzieren eine große Zahl von Eiern. Diese reifen im Inneren des Weibchens heran. Nach einiger Zeit, legen sie diese Eier ab - man sagt auch: Sie laichen. Und das zu unterschiedlichen Jahreszeiten. So ist der Barsch und Hecht Frühjahrslaicher, der Karpfen ein Sommerlaicher, und die Bachforelle ein Herbst- und Winterlaicher. Die Fischmännchen sind nach dem ablaichen sofort zur Stelle. Sie besitzen Keimdrüsen, die eine milchige Samenflüssigkeit produzieren. Diese ergießen sie über den Laich - es handelt sich also um eine äußere Befruchtung. Jetzt dringt je eine Samenzelle in eine Eizelle ein und befruchtet das Ei.

In den befruchteten Eiern entwickeln sich kleine Fischlarven. Nach dem Schlüpfen hängt noch ein kleiner Dottersack an den Fischlarven. Von diesem können sich dann die Fischlarven die ersten Tage ernähren. Bald werden aus den Fischlarven Jungfische die - je nach Fischart - in wenigen Jahren selbst geschlechtsreif werden.

Eine Bachforelle legt über 1000 Eier, ein Lachs bis zu 50 000. Ein Zander legt bis zu 500 000 Eier - also eine halbe Million. Es gibt auch Fischarten die mehrere Millionen Eier legen. Warum so viele? Die Antwort ist sehr einfach:

Die meisten Fische betreiben keine Brutpflege - sie überlassen die befruchteten Eier und damit die nächste Generation ihrem eigenen Schicksal. Larven und Jungfische sind ganz auf sich allein gestellt - viele werden gefressen, nur ein sehr kleiner Teil überlebt und wächst zu einem erwachsenen Fisch heran.

Wie macht das aber der Stichling, der nur rund 100 Eier legt? Der Stichling ist eine Ausnahme unter den Fischen. Er betreibt Brutpflege. Zur Laichzeit baut das Männchen am Grund des Gewässers ein Nest. Sein Revier muss er dabei gegen Rivalen verteidigen. Hat er ein Weibchen zum Laichen in sein Nest getrieben, kann er die Eier des Laichs befruchten. Im Anschluss bewacht der Stichling sowohl die Eier, als auch die späteren Larven und Jungfische. Auf diese Weise ist die Überlebenschance für die jungen Stichlinge natürlich um ein vielfaches höher. Es reichen also gerade mal 100 Eier aus, um die nächste Generation zu sichern.

Viele Fische brauchen einen ganz bestimmten Ort, um sich fortzupflanzen. Lachse etwa laichen immer dort, wo sie selber geboren wurden: In den Oberläufen von Flüssen. Zur Laichzeit ziehen die Lachse aus dem Meer die Flüsse hoch.

Jeder Lachs schwimmt jenen Fluss hoch, in dem er selber geboren wurde. Dieses Schauspiel nennt man Lachswanderung. Um zu den besonders sauerstoffreichen Oberläufen der Flüsse zu gelangen, müssen Lachse gegen die starke Strömung des Wassers schwimmen. Das kostet die Lachse sehr viel Kraft. Wenn sie endlich in den Oberläufen angekommen sind, laichen die Weibchen.

Die Männchen befruchten den Laich. Meist sterben die Lachse kurz nach der Fortpflanzung durch die Erschöpfung der Reise. Die jungen Lachse leben bis zu zwei Jahre im Fluss bevor sie hinunter ins Meer ziehen. Bei Aalen ist die Einschränkung auf einen bestimmten Ort zur Fortpflanzung noch verwunderlicher: Einige Aale laichen nämlich in der sogenannten Sargassosee vor der Küste Nordamerikas. So auch jene Aale, die in europäischen Flüssen und Seen leben.

Mit etwa zehn Jahren ziehen die Aale flussabwärts Richtung Meer und dann bis zu 7000km quer über den atlantischen Ozean zur Sargassosee. Dort treffen sich alle Altaale, pflanzen sich fort und sterben. Die Aallarven sind winzig. Mit einer warmen Meeresströmung, dem Golfstrom, lassen sie sich wieder vor die Küsten Europas treiben. Das dauert bis zu drei Jahre. Wenn sie angekommen sind, steigen sie die Flüsse hoch und leben dort, bis sie selber geschlechtsreif werden. Dann ziehen auch sie zur Sargassosee...

Fischweibchen legen unzählige Eier, die außerhalb des Körpers befruchtet werden. Sollten jedoch Fische Brutpflege betreiben, reichen durch den Schutz der Eltern auch schon wenige Eier aus. Aus den Eiern entwickeln sich Fischlarven und anschließend Jungfische. Und manche Fischarten kehren an einen ganz bestimmten Ort zurück, um zu laichen.

Tschüss und bis zum nächsten Mal!

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