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Eulen 06:00 min

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Transkript Eulen

Hallo! Wenn wir an gefährliche Jäger der Lüfte denken, dann kommen uns Vögel wie Adler, Falke oder Bussard in den Sinn. Selten aber die Eule. Eulen wirken mit ihren großen runden Augen auf den ersten Blick friedlich. Eulen sind aber auch perfekt angepasste Nachtjäger... Du glaubst es nicht? Dann möchte ich dir jetzt einiges über die Eule erzählen.

Verschiedene Eulen und ihre Merkmale

In unseren Wäldern leben verschiedene Eulenarten: Waldohreule, Schleiereule, Waldkauz, Steinkauz, Uhu und einige andere mehr. Es gibt eine ganze Reihe von Merkmalen, die fast alle Eulen gemeinsam haben: Die Körperform.

Eulen wirken nicht feingliedrig, sondern kompakt, fast plump. Der große Kopf sitzt scheinbar ohne Hals auf dem Körper. Die Augen sitze nicht wie bei anderen Raubvögeln seitlich am Kopf, sondern sind nach vorne ausgerichtet.

Das Gesicht wirkt flach und ist oft anderes gefiedert als der Körper- man spricht vom Gesichtsschleier der Eulen. Mitten drinnen zwei große Augen und ein stark gebogener Hakenschnabel, der fast aussieht wie eine Nase. So gut wie alle Eulen sind Nachtjäger und reine Fleischfresser.

Die Schleiereule - Jagd und Lebensweise

Um zu sehen, was für perfekte Jäger Eulen sind, wollen wir eine Schleiereule beobachten. Nachdem die Schleiereule den ganzen Tag über in ihrem Tagesruhesitz verbracht: Früher nutzte sie Felswände, heute darf es auch gerne mal ein Dachboden, ein versteckter Schlupfwinkel in einem verfallenen Haus, ein Kirchturm oder eine Scheune sein.

Jetzt, wo die Sonne untergeht und die Nacht herein bricht, wird die Schleiereule aktiv. Wenn der Mond am Himmel steht gleitet sie hinüber zum Wald und nimmt auf einem Baum am Rande einer Waldlichtung Platz. Die Jagdzeit hat begonnen.

Ihre großen Augen sind sind sehr lichtempfindlich und ideal für die Jagd bei Nacht. Selbst wenn Wolken den Mond halb verdecken, kann sie immer noch genug sehen, um ihre Lieblingsbeutetiere auszumachen: Mäuse. Kleinere Singvögel oder Frösche ergänzen den Speiseplan.

Die Eule hat ihr gesamtes Umfeld gut im Blick - immerhin kann sie ihren Kopf um 270° drehen - das ist eine Dreivierteldrehung, so entgeht ihr kein Beutetier. Noch wichtiger als ihr Sehsinn aber ist ihr Gehör. Das Gehör ist der Leitsinn der Eulen. Und das obwohl man ihre Ohren garnicht mal so leicht finden kann. Sie liegen nämlich etwas versteckt, seitlich am Kopf.

Der typische Gesichtsschleier der Eulen besteht aus zwei Federtrichtern um die Augen herum. Sie wirken wie ein Hörrohr und leiten Schallwellen direkt ins Ohr. Selbst bei absoluter Dunkelheit können Eulen eine Maus auf dem Waldboden ausmachen und zielgerichtet auf sie zufliegen.

Dank kleiner Fransen an den Rändern der Schwungfedern - dem Fransenkamm - entstehen beim Flug keinerlei Windgeräusch. Lautlos fliegt die Schleiereule auf ihr Ziel zu - die Maus ahnt nicht, dass der Jäger schon ganz nah ist: Sie kann sie weder sehen noch hören. Die Eule stürzt - die Greiffüße, die sogenannten Fänge, voran, die Flügel hochgestellt - auf ihre Beute zu.

Die Eule klappt eine der drei Vorderzehen - die Wendezehe - nach hinten. Jetzt stehen sich je zwei Zehen gegenüber. Perfekt zum Zupacken. Die Maus merkt erst, was los ist, als es schon zu spät ist. Der perfekte Nachtjäger hat erfolgreich zugeschlagen.

Die Schleiereule - Gewölle und Aufzucht

Mit der Maus im Schnabel fliegt die Schleiereule zum Brut- oder Kröpfplatz. Erst dort wird die Beute verspeist. Mit Haut und Haar wird sie mit dem Kopf voran verschlungen. Was unverdaulich ist, wird nach einigen Stunden wieder herausgewürgt. Diese kleinen Ballen aus Haaren, Federn und Knochenstücken heißen Gewölle.

Doch was passiert mit den Schleiereulen im Winter, wenn es kalt und das Nahrungsangebot knapp ist? Obwohl Schleiereulen ein dichtes Federkleid haben, bedeuten lange Winter für viele den Tod. Es ist die geschlossene Schneedecke, die die Jagd auf Mäuse unmöglich macht. Da Schleiereulen nur wenig Fett ansetzen können, verhungern viele von ihnen im Winter.

Im nächsten Frühjahr legen die überlebenden Tiere 4-7 Eier - wenn das Nahrungsvorkommen groß ist, können es sogar bis zu 12 sein. Nach ca. einem Monat sind alle Eier ausgebrütet. Zwei Monate lang werden die kleinen Nesthocker jetzt von ihren Eltern versorgt. Dann verlassen sie den schmucklosen Brutplatz und suchen ihr eigenes Revier.

Zusammenfassung

Eulen sind nachtaktive Vögel und perfekt an das jagen von Mäusen im Wald angepasst. Mit ihren großen Augen sehen sie auch im Dunkeln gut. Ihre Ohren spüren auch die leiseste Maus auf, sie selbst sind aber dank ihres Fransenkamms nicht ein mal beim Flügelschlagen zu hören. Mäuse, nehmt euch in Acht, wenn die lautlosen Jäger nachts durch den Wald streifen... Tschüss.

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1 Kommentar
  1. Default

    Eulen sind meine Lieblingstiere

    Von Zaiweiyang 1, vor 5 Monaten