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Transkript Das Huhn - ein nützlicher Vogel

Hallo! Wir kennen es alle: Das Huhn. Für den Menschen ist es eine wichtige Nahrungsquelle und Eierproduzent. Aber was wissen wir über diesen nützlichen Vogel? In diesem Video wollen wir dem Huhn auf die Spur kommen...

Das Huhn

Schon vor 5000 Jahren wurden Hühner als Haustiere gehalten. Die Wildform aller heutigen Hühnerrassen ist das Bankivahuhn. Es lebt in den Wäldern Indonesiens, ernährt sich von Samen, scharrt im Waldboden nach Würmern und Larven und wühlt sich im Sand. Das Sandbad hält lästiges Ungeziefer fern. Die Nacht verbringt es auf Ästen sitzend.

Einige Verhaltensweisen des Bankivahuhns können wir noch heute beim Haushuhn beobachten. Durch Züchtung entwickelten sich aus dem Bankivahuhn aber bereits über 150 verschiedene Hühnerrassen mit ganz anderen Eigenschaften und Merkmalen. Legt ein Bakivahuhn pro Jahr gerade mal 12 Eier, bringt es eine Zuchthenne auf bis zu 250-300.

Andere Rassen wurden auf ein besonderes Fleischwachstum gezüchtet und sind bis zu sechs Mal schwerer als ihr wilder Vorfahre. Natürlich ist das Huhn aber immernoch ein Vogel, allerdings sind Haushühner im Gegensatz zur Wildform weitgehend flugunfähig. Je nach Rasse können sie höchstens ein, zwei Meter hoch aufflattern.

Wie alle Vögel haben auch Hühner einen Kropf. Hier werden schwer verdauliche Körner vorgeweicht. Da Hühner keine Zähne besitzen, nehmen sie kleine Steinchen auf, die das Zermahlen der Nahrung im Muskelmagen erleichtern. Sie besitzen auch die vogeltypische Kloake. So bezeichnet bezeichnet man die hintere Körperöffnung. Hier wird der flüssige Kot ausgeschieden - außerdem findet hier das Geschlechtsorgan seinen Ausgang. Auch die Eier werden über die Kloake herausgepresst.

Das Ei entsteht etappenweise im Eileiter. Die Eizelle liegt auf dem Dotter, der die Eizelle mit Fett und Eiweiß versorgt. Drum herum bildet sich das Eiklar, das Wasser und Mineralstoffe speichert. Erst in der Schalendrüse am Ende des Eileiters wird die luftdurchlässige Kalkschale gebildet. Wird das Ei nun von der Henne durch Brüten erwärmt, entwickelt sich aus der befruchteten Eizelle ein Küken, dass nach 21 Tagen schlüpft.

Zusammenleben

Schon die kleinen Küken beginnen sich gegenseitig zu pieksen. Dabei wird die Hackordnung festgelegt. Unterlegene Hühner ordnen sich den Gewinnern unter. Eine Hühnerschar besteht aus mehreren Hennen, aber nur einem Hahn. Die Rangordnung regelt, wer zuerst zum Futter darf, wer zuerst das Sandbad nehmen darf und wer die besten Schlafplätze bekommt.

Das Hühner auf Stangen schlafen, zeigt ihre Verwandtschaft mit den Bankivahuhn. Durch einen Sehnenmechanismus schließen sich die Krallen beim Hinsetzen von selbst. Das Huhn kann also schlafen, ohne die ganze Nacht seine Muskeln anzuspannen.

Bedeutung und Haltung

Bei der Haltung von Hühnern unterscheidet man Freilandhaltung, Bodenhaltung und Batteriehaltung. Bei der Freilandhaltung leben die Hühner so wie wir uns das vorstellen, wenn wir an einen alten Bauernhof denken. Sie haben Auslauf, können im Boden scharren und legen ihre Eier in Nester. Die Freilandhaltung ist sehr kostenintensiv. Deshalb sind Eier und Fleisch entsprechend teuer.

Bei der Bodenhaltung gibt es besondere Hallen. Die Futtergabe und Belüftung sind automatisiert. Immerhin können sich die Hühner frei bewegen, auch wenn es bei der Bodenhaltung meist schon sehr eng zugeht. Auch Picken und Scharren ist meist möglich. Da bei der Bodenhaltung viele Kosten eingespart werden können, sind die Produkte am Ende günstiger als bei Freilandhaltung.

Noch günstiger ist die sogenannte Batteriehaltung. Dabei leben 3 oder 4 Hühner in einem engen Käfig - ohne Streu, ohne Auslauf. Die Käfige werden aneinander gereiht und auch übereinander gestapelt. Die Hühner erhalten ihr Futter über Futterrinnen und gehen auf einem Gitternetz, durch das Kot und Urin durchfallen und automatisch abtransportiert werden. Auch die Eier werden mechanisch abgeführt.

Die Batteriehaltung ist sehr billig. Das macht Fleisch und Eier für den Konsumenten sehr günstig. Die Hühner werden dabei jedoch unter grausamen Zuständen gehalten. Seit 2012 ist die konventionelle Käfighaltung in der EU deshalb verboten.

Zusammenfassung

Das Haushuhn ist ein sehr wichtiges Nutztier für den Menschen. Schon vor 5000 Jahren haben Menschen begonnen, das Bankivahuhn zu halten. Heute gibt es über 150 Hühnerrassen, die -je nach Rasse- besonders viele Eier geben oder besonders viel Fleisch ansetzen. In der Hühnerhaltung unterscheidet man Freiland-, Boden- und Batteriehaltung. Tschüss!

Informationen zum Video
2 Kommentare
  1. Default

    ich auch :D

    :)

    Von Tschuetscher Paul, vor mehr als einem Jahr
  2. Default

    Hi das video ist sehr gut gemacht da schaff ich bestimmt ne gute note

    Von Sabine Diller, vor mehr als einem Jahr