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Vögel nisten 06:31 min

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Transkript Vögel nisten

Hallo! Wenn der Herbst kommt und die Bäume ihre Blätter verlieren hast du vielleicht schon mal das eine oder andere Nest auf Astgabeln oder in Baumhöhlen entdeckt. Warum und wie bauen Vögel eigentlich Nester? Welche Arten von Nestern gibt es? Und wie kann der Mensch durch Nisthilfen den Erhalt verschiedener Vogelarten unterstützen? In diesem Video erfährst du mehr darüber.

Anpassung an das Leben in der Luft

Vögel sind an das Leben in der Luft angepasst. Um fliegen zu können benötigen sie also einen besonders leichten Körper. Ihren Nachwuchs monatelang im Körper heranwachsen zu lassen wäre also sehr nachteilig. Daher legen Vögel Eier, in denen sich die Nachkommenschaft erst beim Brüten entwickelt. Und genau dafür brauchen Vögel Nester.

Ein Nest muss dem Nachwuchs in erster Linie Schutz und Sicherheit vor Räubern bieten. Deshalb sind Nester oft in großer Höhe angebracht, versteckt oder getarnt.

Höhlenbrüter

Aber wie bauen Vögel eigentlich ihre Nester? Dafür gibt es ganz unterschiedliche Strategien. Der Specht ist ein aktiver Höhlenbrüter. Das heißt, er hämmert mit seinem meißelartigen Schnabel tiefe Höhlen in Baumstämme. In diese Höhlen legt er seine Eier und brüte sie aus.

Junge Spechte sind Nesthocker. Sie kommen nackt und blind auf die Welt und sind lange Zeit auf die Fütterung durch ihre Eltern angewiesen. Da die kleinen Spechte in ihren Bruthöhlen gut versteckt sind, können sie sich ein langsames Heranwachsen leisten. Wenn sie endlich flügge sind, werden sie von ihren Eltern aus der Bruthöhle vertrieben.

Schwalben bauen ihre Bruthöhlen auch selber. Dafür verwenden sie Lehm- und Erdklumpen und kreieren daraus eine halbkugelförmige Höhle an überhängenden Wänden. Ein solches Nest hast du bestimmt schon einmal gesehen. Innen wird die Höhle dann mit Gras und Federn weich ausgepolstert. Spechte und Schwalben sind Höhlenbrüter.

Aber nicht alle Höhlenbrüter können sich ihre Höhlen selber zimmern. Viele sind auf natürliche Baumhöhlen und Hohlräume in morschen Baumstämmen angewiesen. Diese Vogelarten werden passive Höhlenbrüter genannt. Kohlmeise und Kleiber sind typische Vertreter. Gerne nutzen diese auch verlassene Bruthöhlen wie z.B. von Spechten.

Nestbauer

Neben den Höhlenbrütern gibt es auch Vogelarten, die - zum Teil sehr kunstvolle - Nester bauen. Die Basis eines Amselnestes besteht aus gröberen Zweigen und wird mit etwas Schlamm verfestigt. Ausgepolstert wird es anschließend mit Gras und Blättern.

Auch junge Amseln sind Nesthocker. Deshalb ist es wichtig, dass die Nester in einem geschützten Bereich gebaut werden. Die grünen Eier sind sogar in den recht offenen Nestern im Dickicht eines Baumes gut getarnt.

Wahre Baumeister sind die afrikanischen Webervögel, deren glockenförmigen Nester richtige Kunstwerke sind.

Bodenbrüter

Der Laubenvogel auf Neuguinea kennt nutzt sogar verschiedene Bauformen. Um Weibchen anzulocken, sortiert er vor dem Nest verschiedene Fundstücke nach Farben. Anders als der Specht oder die Schwalbe ist der Laubenvogel jedoch ein Bodenbrüter. Er legt seine Eier also auf den Boden ab.

Oft sind die Eier durch ihre Färbung an den Untergrund angepasst. Das schützt sie vor Räubern. Die Nachkommen von Bodenbrütern - wie z.B. der Küstenseeschwalbe - sind häufig Nestflüchter. Das heißt, dass die Jungen nicht blind und meist mit Daunenkleid geboren werden und das Nest sehr schnell verlassen können.

So können die Jungtiere schon früh gemeinsam mit ihren Eltern auf Nahrungssuche gehen. Weitere bekannte Nestflüchter sind Enten und Gänse.

Nisthilfen

In vielen Gegenden fehlt es aufgrund der Eingriffe des Menschen an geeigneten natürlichen Baumhöhlen für passive Höhlenbrüter. Mit sogenannten Nisthilfen kann der Mensch den Fortbestand verschiedener Vogelarten ermöglichen.

Ein geschlossener Nistkasten sieht etwa so aus. Die Kohlmeise oder auch der Star nutzt gerne solche künstlichen Bruthöhlen. Wichtig ist, dass sie hoch genug aufgehängt werden, so dass sie von Räubern nicht erreicht werden können.

So sieht eine Halbhöhle aus. Gartenrotschwanz und Bachstelzen bevorzugen diese halboffenen Höhlen.

Nisttaschen werden aus Zweigen geformt - vor allem dort, wo es keine dichtes Buschwerk und Gestrüpp mehr gibt. Sie erleichtern den Nestbau des Zaunkönigs, der seine Nester aus Moos und getrockneten Blättern gerne in dichte Büsche baut.

Ein Nistkorb wiederum ist perfekt für Wanderfalken und muss in großer Höhe angebracht werden.

Zusammenfassung

Um ihre Eier auszubrüten und ihren Nachswuchs großzuziehen bauen verschiedene Vogelarten ganz unterschiedliche Nester. Es gibt aktive und passive Höhlenbrüter, aber auch Bodenbrüter. Andere bevorzugen offene Nester in versteckten Gebüschen. Durch Nisthilfen können Menschen die Fortpflanzung von Vogelarten dort erleichtern, wo natürliche Brutstätten rar geworden sind. Tschüss!

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4 Kommentare
  1. Img 1205

    cooles Video!!!!!!

    Von Vincenz, vor 10 Monaten
  2. Default

    sehr gut erklärt muss ich mal sagen einen Daumen hoch :) :) :)

    Von Peschelbirgit, vor 10 Monaten
  3. Marcel

    Hallo :)

    ich empfehle dir mal in Baumärkten mit Gartenabteilung zu gucken oder in Tierhandlungen/Zoofachgeschäften.

    Von Marcel Schenke, vor mehr als einem Jahr
  4. Wp 000233

    Danke, wo bekommt man solche Nisthilfen?? Ja, schade, dass inzwischen immer alles sofort dem Erdboden gleich gemacht werden muss, kein natürlicher Lebensraum mehr.

    Von Juliane Viola D., vor mehr als einem Jahr