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Transkript Die Selektion – Darwins Evolutionstheorie

Hallo! Mein Name ist Sabine und in diesem Film möchte ich dich über die Selektion aufklären, die einen wichtigen Aspekt der Evolutionstheorie darstellt. Wenn du dieses Video fertig gesehen hast, weißt du über die verschiedenen Selektionsfaktoren Bescheid, kennst den Sinn der Selektion und kannst etwas mit den 3 verschiedenen Selektionstypen anfangen. Fangen wir noch mal bei den Grundsätzen von Darwins Evolutionstheorie an: 1. Organismen einer Art haben grundsätzlich eine Überproduktion an Nachkommen. Das zeige ich dir anhand von Schnecken. 2. Diese Nachkommen unterscheiden sich voneinander im Genotyp und Phänotyp. Gründe dafür sind die Evolutionsfaktoren, wie zum Beispiel Mutation und Rekombination, die dafür sorgen, dass ständig neue Eigenschaften entstehen. 3. Nur die Organismen, die am besten an ihre Umwelt angepasst sind, überleben und können neue Nachkommen zeugen. Für den 3. Schritt ist die Selektion zuständig. Sie beurteilt, ob ein Organismus an seine Umwelt gut angepasst ist oder nicht. Gut angepasste Individuen haben die meisten Nachkommen. Die Art passt sich der Umwelt an. Schlecht angepasste Organismen bekommen weniger Nachkommen oder sterben, bevor sie sich fortpflanzen können. Dabei muss man verschiedene Selektionsfaktoren beachten. Das sind die Anforderungen, die die Umwelt an die Organismen stellt. Es gibt verschiedene abiotische Faktoren, die wichtig für das Leben der Schnecken sind, zum Beispiel Temperatur, Wind, Feuchtigkeit und Bodenbeschaffenheit. Es darf also nicht zu heiß, zu kalt, zu trocken, zu feucht, zu windig, zu windstill und der Boden darf eben auch nicht zu sauer oder zu alkalisch sein, da ja die Schnecke mit ihrer Schleimschicht darüber kriecht und sonst die empfindliche Haut am Schneckenfuß angegriffen wird. Bei biotischen Faktoren unterscheidet man noch in innerartliche Selektion und zwischenartliche Selektion. Fangen wir mit der innerartlichen Selektion an. Diese betrifft die Schnecken unter sich. Und zwar leben die Schnecken in Konkurrenz um Nahrung, Lebensräume und Schneckensexualpartner. Zwischenartliche Selektion betrifft die Arten, die mit der Schnecke zusammen im gleichen Lebensraum leben. So ist eine gut angepasste Schnecke schwer von Fressfeinden zu finden, sie ist resistent gegen Krankheiten und auch gegen Parasiten. Man unterscheidet in 3 Selektionstypen: stabilisierend, gerichtet und disruptiv. Diese erkläre ich dir anhand von Nacktschnecken. Es gibt helle, mittelbraune und schwarze Nacktschnecken. Ihre Fressfeinde sind Vögel. Wenn die Farbe der Schnecke mit der des Untergrundes übereinstimmt, wird sie schlechter von Vögeln gesehen und seltener gefressen - ist ja logisch. Damit gibt es mehr Schnecken dieser Art, die sich fortpflanzen können, und somit dominiert dann irgendwann diese Schneckenfarbe im Lebensraum. Normalerweise gibt es wenig helle und schwarze Nacktschnecken. Das sind unsere Extrema. Am häufigsten kommt der Mittelwert mit mittelbraunen Schnecken vor. Das ist unser Ausgangsdiagramm und wir schauen jetzt, wie die verschiedenen Selektionstypen diese Kurve verändern. Starten wir mit einem mittelbraunen Untergrund. Besonders auffällig sind jetzt helle bzw. dunkle Schnecken. Diese sind jetzt leichte Beute für Vögel. Das heißt, mittelbraune Schnecken haben erhöht die Chance, sich fortzupflanzen und ihr Erbgut weiterzugeben. Der Mittelwert in unserem Diagramm wird verstärkt bzw. stabilisiert. Daher heißt dieser Selektionstyp auch stabilisierend. Bei einem hellen Untergrund werden dunkle und mittelbraune Schnecken schnell zum Vogelfrühstück. Den Fortpflanzungsvorteil haben hier die hellen Schnecken. Unsere Kurve verschiebt sich nach links, und man spricht von einer gerichteten Selektion. Gleiches Prinzip gilt für einen dunklen Untergrund: Die dunklen Schnecken sind im Vorteil und die Kurve verschiebt sich nach rechts. Zu guter Letzt betrachten wir unsere Schnecken auf einem gesprenkelten Boden. Hier geraten die mittelbraunen Schnecken ins Hintertreffen, und unsere Kurve verschiebt sich zugunsten der Extrema. Das nennt man disruptive Selektion. Fassen wir zusammen: Die Umwelt stellt an ein Individuum verschiedene Anforderungen, das sind Selektionsfaktoren. Die Selektion beurteilt, welche Individuen einer Art in einer Population gut angepasst sind. Diese Organismen haben dann bevorzugt die Möglichkeit, sich fortzupflanzen und ihre Merkmale weiterzugeben. Dadurch passt sich eine Population nach und nach der Umwelt an. Die Selektionstypen treffen darüber eine Aussage, ob die Selektion eher seltenen Eigenschaften einen Vorteil gibt oder der Mittelwert stabilisiert wird. Das war's von unserer Seite. Vielen Dank für's Zusehen!

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4 Kommentare
  1. Jan

    Hallo Leah,

    richtig, da hat sich eine kleine Ungenauigkeit eingeschlichen. Es wird die Synthetische Evolutionstheorie erklärt. Sie enthält natürlich Teile der Theorien von Darwin. Aufgrund des damaligen Erkenntnisstandes konnten Aussagen über die Genetik noch nicht getroffen werden. Er zog lediglich die Phänotypen für seine Theorie heran.

    Von Jan Ruppe, vor mehr als 2 Jahren
  2. Default

    Am Anfang haben Sie die synthetische Evolutionstheorie erklärt und nicht die Theorie von Darwin! Darwin hat genetische Aspekte (wie Rekombination und Mutation) in seiner Theorie nicht erwähnt. oder irre ich mich?

    Von Lilia S., vor mehr als 2 Jahren
  3. Bild004

    Vielen Dank!Tolles Video! Habe in Kürze ein großes Referat-für meine Klasse werde ich das auch mit den Schnecken machen, wenn ich darf:-)

    Von Schaefchenwolke888, vor mehr als 3 Jahren
  4. Elba 006

    super :D

    Von Bigben, vor mehr als 4 Jahren