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Transkript Rekombination der Chromosomen – Entstehung vielfältiger Individuen

Hallo, mein Name ist Sabine und in diesem Film möchte ich dir die Rekombination erklären. Nehmen wir mal an, du hast eine Schwester. Von euren Eltern habt ihr beide das gleiche genetische Material erhalten. 23 Chromosomen von eurem Vater und 23 von eurer Mutter. Das macht dann 46 Chromosomen für jeden. Wie kommt es dann, dass ihr euch äußerlich so unterscheidet? Verantwortlich hierfür ist die Rekombination, die bei der Meiose stattfindet, und das schauen wir uns jetzt an. Jedes deiner Chromosomen kommt praktisch 2 Mal vor. Die eine Variante ist von deinem Vater, die andere von deiner Mutter. Diese homologen Chromosomenpaare liegen in der Äquatorialebene vor, in der Metaphase I, in der Meiose. Die Kernhülle hat sich aufgelöst und die Mikrotubuli des Spindelapparates greifen an den einzelnen Chromosomen an. In der Anaphase I werden die Chromosomenpaare nach und nach voneinander getrennt. In der Telophase I teilt sich die Zelle zum ersten Mal. Aber stopp! Die Chromosomen können sich doch auch noch mal ganz anders anordnen. Die mütterlichen Chromosomen sind rot und die väterlichen Chromosomen sind bei mir schwarz. So können sie sich zum Beispiel anordnen, oder so, oder so, oder so, oder auch so, oder so, oder so. Durch diese verschiedenen Arten der Anordnung der väterlichen und mütterlichen Chromosomen kommt es zu einer Durchmischung des Erbmaterials. Dadurch entstehen neue Genotypen und dieses Phänomen nennt man interchromosomale Rekombination. Es gibt noch eine weitere Art, wie Rekombination stattfinden kann. Diese bezeichnet man als intrachromosomal. Während die Chromosomen als bivalent beziehungsweise Tetrade zusammenliegen, kann es zum Stückaustausch kommen. Wir befinden uns diesmal wieder in der Metaphase I, der ersten Reifeteilung der Meiose. Die mütterlichen und väterlichen Chromatiden nennt man Nicht-Schwester-Chromatiden. An einer Stelle brechen diese Chromatiden und die Bruchstücke tauschen die Plätze. Diesen Prozess nennt man Crossing-over und die Bruchstellen heißen Chiasmata, Einzahl ist Chiasma. Gehen wir noch einmal auf den Anfang zurück. Warum unterscheidest du dich von deiner Schwester? Zum einen können sich die mütterlichen und väterlichen Chromosomen während der Meiose zufällig verteilt haben. Das nennt man interchromosomale Rekombination. Es kann aber auch ein Stückaustausch zwischen mütterlichen und väterlichen Chromosomen stattgefunden haben, ein Crossing-over. Das nennt man dann intrachromosomale Rekombination. Durch Rekombination entstehen neue Genotypen, somit neue Merkmale und damit verschiedene Geschwister. Und das ist ja, ehrlich gesagt, auch gar nicht so schlimm. Wichtig über Rekombinationen zu wissen ist, dass sie zufällig ablaufen und unwillkürlich sind. Sie sind ein wichtiger Evolutionsfaktor, da Rekombinationen die Variabilität zwischen Individuen einer Art garantieren. Und falls du schon von Darwin gehört hast: Der geht ja davon aus, dass Nachkommen im Überfluss produziert werden, diese sich voneinander unterscheiden und sie dann in Konkurrenz treten. Und nur die bestangepasstesten Individuen überleben dann. Das heißt, durch Rekombination entstehen neue Merkmale, die dann zur Evolution einer Art beitragen. Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Video beim Lernen helfen. Vielen Dank für's Zusehen und bis bald, Sabine.

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12 Kommentare
  1. Serpil

    Hallo,
    da sich die homologen Chromosomen in der Prophase I "paaren", indem sie sich nach der Länge aneinanderlegen, kann es bereits in dieser Phase schon zum Crossing over kommen. In der Metaphase folgt die Auflösung der Kernmembran und die Ausbildung der Kernspindel. :)
    LG

    Von Serpil Kilic, vor etwa einem Jahr
  2. Img 20151011 002133

    Super, danke. Aber jetzt in der Metaphase oder Prophase 1 ? das verwirrt mich jetzt. Ich dachte nämlich auch Prophase.

    Von Juliane G., vor etwa einem Jahr
  3. Default

    Krossing-owa xD

    Von Bdeurope, vor etwa 2 Jahren
  4. Jan

    Hallo,
    über die Crossing-over-Vorgänge der Meiose gibt es oft unterschiedliche Angaben. Grundsätzlich hast du aber vollkommen Recht, wenn du diesen Prozess zur Prophase I zählst.

    Von Jan Ruppe, vor mehr als 2 Jahren
  5. Default

    findest das crossing over nicht in der Prophase I statt

    Von Marz Rol, vor mehr als 2 Jahren
  1. Default

    Prima! Werde ich für meine 10.Klasse einsetzen.

    Von Petra.Kuellmey@Gmx.De, vor fast 3 Jahren
  2. Marcel

    Hallo :)
    Kannst du mir bitte nochmal genauer deine Problematik beschreiben?

    Das Video meint mit "unwillkürlich" dass das Produkt der Rekombination zufällig ist. Denn die Verteilung der Chromosomen, sowie das Auftreten von Crossing-Over ist nicht bei jedem Lebewesen identisch.

    Von Marcel Schenke, vor etwa 3 Jahren
  3. Default

    Wieso eure Verbesserung? Rekombination ist NICHT 'unwillkürlich', sondern willkürlich!

    Von Zeughausstraße, vor etwa 3 Jahren
  4. Default

    Niveau ist sicherlich nicht 9. Klasse....

    Von Jannik S., vor mehr als 3 Jahren
  5. Default

    Sabine, gelungenes Video! Gut verständlich. =)

    Von Dona, vor mehr als 5 Jahren
  6. Default

    klasse video!
    allerdings habe ich noch eine Frage, die ich im Biobuch leider nicht verstehe:
    Welche mathematische Funktion besteht bei der interchromosomalen Rekombination zwischen der anzahl der homologen Chromosomenpaare unde der Anzahl der Gametensorten? Wie viele verschiedene Gametensorten können Menschen aufgrund dieses Verteilungsmeachnismus bilden?
    eine Antwort wäte wirklich super, super lieb! :)

    Von Hanna95, vor etwa 6 Jahren
  7. Default

    toll!

    Von Luise1409, vor etwa 6 Jahren
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