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Geschichte - Indigene Völker

Mayas, Azteken, Guaraní... Kennst du dich bereits mit den indigenen Völkern in Lateinamerika aus?

¡Hola de nuevo! ¿Cómo estás? Hallo wieder einmal! Wie geht’s? In diesem Themenbereich wirst du die wichtigsten und bekanntesten indigenen Völker Lateinamerikas kennen lernen. Möglicherweise hast du ja schon einmal etwas vom Kalender der Mayas gehört - hier erfährst du nun weitere interessante Informationen über diese faszinierenden Kulturen.

Ich wünsche dir viel Spaß und Freude beim Lernen! ¡Vamos!

Die Mayas

Als die Mayas (los mayas) bezeichnet man verschiedene indigene Völker, die in der Gegend Mesoamerikas zwischen ca. 2000 v. Chr. bis 1697 n. Chr. lebten. Aus den vielen verschiedenen Dialekten kamen 44 Sprachen hervor, von denen einige heute noch gesprochen werden. Folgende heutige Länder zählten zum damaligen Maya-Gebiet:

  • Guatemala
  • Belize (Amtssprache ist nicht Spanisch, sondern Englisch)
  • Honduras
  • El Salvador
  • und der Südwesten Mexikos

Zu ihrer Zeit waren die Mayas sehr weit entwickelt, was vor allem an ihrer Architektur, dem astronomischen Wissen, der Literatur und ihren wirtschaftlichen Strukturen erkennbar war. Besonders deutlich wird dies, wenn man den berühmten Tikal-Tempel (el templo del Gran Jaguar) betrachtet.

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Geschichte

Die Geschichte der Mayas wird in drei wichtige Abschnitte unterteilt: in die prä-klassische (ca. 1000 v. Chr. bis 320 n. Chr.), die klassische (320 n. Chr. bis 987 n. Chr.) und die post-klassische (1000 n. Chr. bis 1687 n. Chr.) Epoche.

Während sie in der präklassischen Epoche hauptsächlich Städte bauten und ihre Sprachen entwickelten, widmeten sich die Mayas in der klassischen Epoche mehr der Landwirtschaft, der Astronomie und den Bauten von Nekropolen, ehe sie in der postklassischen Zeit vor allem mit den kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Europäer zu tun hatten. 1697 n. Chr. wurde das Gebiet der Mayas endgültig erobert und auch wenn das Volk nicht vollkommen ausstarb, so verloren sie doch all ihren Einfluss und ihre Macht.

Kultur und Lebensweise

Im Gegensatz zu der weit verbreiteten These, dass die Mayas ein ruhiges Volk waren, hatten auch sie ein komplexes Leben und verschiedene gesellschaftliche Schichten und Hierarchien.

Hauptsächlich können die Hierarchien grob in zwei unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden:

  • halach uinik: Die höchste Schicht, zu der der Adel, Priester, Handwerker und Krieger zählten.
  • Darunter befand sich die Schicht des Volkes, darunter Bauern und Sklaven.

Daran, dass die Priester in derselben Schicht eingeteilt wurden wie der Adel, kannst du erkennen, wie wichtig die Religion für die Mayas war. Ihr Weltbild war polytheistisch (Glaube an mehrere Götter), naturalistisch und dualistisch (das Gute und das Böse sind gleichermaßen göttlich). Außerdem glaubten sie, dass sich der Kosmos aus 13 Himmeln zusammensetzte, einer über dem anderen, in denen es jeweils 13 Götter gab. Die Erde stellte dabei den niedrigsten Himmel dar. Die berühmten Pyramiden waren ihre Tempel, in denen verschiedene Rituale durchgeführt wurden.

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Die Azteken

Ein anderes berühmtes indigenes Volk sind die Azteken (los aztecas). Es ist auch bekannt als das Imperio mexica (woher auch der Name Mexiko stammt).

Das Aztekenreich (el imperio azteca) bestand aus dem Dreier-Bündnis der Gebiete

  • Texcoco
  • Tlacopan
  • México-Tenochtitlan

Auch diese Staaten waren zivilisatorisch weit entwickelt (civilizaciones muy desarrolladas), was man auch allgemein als Hochkultur bezeichnet. Diese Gebiete sind hauptsächlich im heutigen Mexiko zu finden.

Geschichte

Zeitlich wird der Zusammenschluss der Azteken gegen Ende der postklassischen Epoche Mesoamerikas eingeordnet. Ihr Lebensraum war über eine halbe Million Quadratkilometer groß mit rund 20 Millionen Einwohnern, welche Náhuatl sprachen. Aus einem ursprünglichen Nomadenvolk war ein riesiges Imperium geworden. Außerdem hatten die Azteken auch schon sehr weit entwickelte Technologien und Strukturen zu ihrer Zeit, wie zum Beispiel Aquädukte, Pyramiden, Paläste sowie politische und soziale Strukturen. Das Aztekenreich existierte bis ins 16. Jahrhundert, als sie dann von den Europäern schlussendlich erobert wurden, woraus später das Vizekönigreich Nueva España entstand.

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Kultur und Lebensweise

Ihre politische und soziale Struktur war theokratisch ausgerichtet, das heißt, dass das Oberhaupt des Imperiums (hier: huey-tlatoani) einer Gottheit gleichzusetzen bzw. durch eine Gottheit bestimmt worden ist; die Regierenden und Geistlichen standen als Stellvertreter Gottes also ganz weit oben in der sozialen Hierarchie.

  • huey-tlatoani (Name für den Absolutisten, den höchsten Anführer)
  • Cihuacoátl (dessen rechte Hand)
  • Tlacochcálcatl (Anführer des Militärs)
  • Huitznacahuatlailótlac (oberster Richter)
  • Tlatoque (Gouverneur eines Gebiets)
  • Tecuhtli (Finanzminister)

Hierarchisch darunter waren einige Adlige und einfache Leute, jedoch immer noch mit ausreichend Ansehen. Ganz unten in der Hierarchie waren die Sklaven (Tlátalcohtin), welche aus Kriegsgefangenen, Kriminellen oder Schuldnern bestanden.

Satzzeichen

Die Guaraní

Die Guaraní (los guaraníes) siedelten sich gegen Ende des 15. Jahrhunderts im heutigen Paraguay an (dort wird Guaraní neben Spanisch auch heute noch als Amtssprache gesprochen) und waren eines der ersten Völker, das in Kontakt mit den damaligen Europäern kam.

Geschichte

Die Guaraní wurden so genannt, weil die Europäer oftmals ihren Schlachtruf: Guará - ny hörten, was so viel wie "Bekämpft sie!" heißt. Es könnte auch von dem Wort Guariní stammen (wörtlich: „der Krieger“ oder „bekriegen“).

Ein wichtiges historisches Ereignis sind die insgesamt 30 jesuitischen Missionen (misiones jesuíticas guaraníes, auch bekannt als reducciones jesuíticas) im 17. Jahrhundert, die dazu dienten, die Einheimischen zum Evangelium zu bekehren (spanisch: evangelizar). Heute gehören die meisten Guaraní dem katholischen Glauben an.

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Ursprung der Guaraní

Die Guaraní finden ihren Ursprung um das Gebiet des Amazonas und haben sich erst später in den Gebieten Paraguays und Argentiniens niedergelassen. Ausgelöst wurde ihre Völkerwanderung (migración) durch die Notwendigkeit, besseres Land für ihre Landwirtschaft (la agricultura) zu finden oder teilweise auch durch die Vertreibung durch andere indigene Stämmen.

Während ihres Nomadenlebens teilten sie sich in verschiedene Gruppierungen auf, von denen einige im Laufe der Zeit verschwanden. Andere, die sich bis heute erhalten konnten, sind z.B.:

  • mbyá (leben im heutigen Paraguay, Brasilien und Argentinien)
  • tavyterá (ca. 10000 Guaraní in Paraguay und Brasilien)
  • chiripás (ca. 12000 Guaraní in Paraguay und Brasilien)

Sprache

Nicht nur in Paraguay gilt Guaraní noch als Amtssprache, sondern auch in Bolivien. Heute zählen nur noch rund 95.000 Menschen zu den Guaraní, von denen 6 Millionen immer noch die Sprache Guaraní beherrschen; rund 5 Millionen davon sind Muttersprachler. Guaraní ist neben Latein die am meisten genutzte Sprache, um Flora und Fauna (also die Tier- und Planzenwelt) zu beschreiben. Das heißt, es könnte sehr gut sein, dass du tatsächlich schon einmal Wörter dieser Sprache gehört oder gelesen hast.

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Nun konntest du einige wichtige indigene Völker kennen lernen. ¡Hasta la próxima!

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