30 Tage risikofrei testen

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte im Basis- oder Premium-Paket.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

30 Tage risikofrei testen

Was sind Zitate und welche Funktion haben sie?

Immer wieder hört man von Plagiatsvorwürfen oder von Dissertationen mit Plagiaten, die den Ruf des Plagiators unwiderruflich schädigen und im schlimmsten Fall zur Aberkennung eines akademischen Grades oder eines Titels führen können. Doch was ist ein Plagiat eigentlich? Und wie lässt es sich vermeiden?

Papierstapel

Ein Plagiat bezeichnet die unrechtmäßige Aneignung von Gedankengut auf künstlerischem oder wissenschaftlichem Gebiet. Wenn jemand die Aussagen oder Ideen anderer wiedergibt, diese aber nicht als solche erkennbar macht, verstößt der Verfasser gegen das Urheberrecht. Mithilfe von Zitaten kannst du fremdes Gedankengut kennzeichnen. Dabei ist es wichtig, dass man beim Zitieren genau belegt, woher die Ideen oder die Aussagen stammen.

Das richtige Zitieren gehört zu den wichtigsten Methoden, um in der Schule und in der Universität beim Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit wissenschaftliche Aussagen nachprüfbar darzustellen. Man unterscheidet Zitate in direkte und indirekte Zitate. Als direkte Zitate werden wörtlich übernommene Zitate bezeichnet, indirekte Zitate geben eine Aussage nur sinngemäß wieder.

Wie zitiere ich richtig?

Viele Schreibende haben Schwierigkeiten beim Formulieren von Zitaten, denn tatsächlich gibt es mehrere Möglichkeiten, wie ein Zitat in den eigenen Text eingebaut werden kann. Das Zitat muss aber in jedem Fall in einer Fußnote oder direkt im Text auf den Originaltext verweisen.

Direktes Zitat

Beim wörtlichen Zitat fügst du ein Wort oder ganze Sätze aus dem Originaltext in deine Arbeit ein. Dieses kennzeichnest du am Anfang und am Ende mit Anführungszeichen.

  • Bsp.: „Zitate kennzeichnest du am Anfang und am Ende mit Anführungszeichen."

Wenn im Originaltext Anführungszeichen verwendet wurden, werden diese durch Apostrophe gekennzeichnet. Längere Zitate werden im Text eingerückt. Wenn im Zitat Fehler vorhanden sind, darfst du diese nicht korrigieren. Stattdessen verweist du auf den Fehler mit [sic].

  • Bsp.: „Zitate kenzeichnest [sic] du am Anfang und am Ende mit Anführungszeichen."

Bei manchen Aufsatzformen wie der Interpretation oder der Erörterung gibt man Textpassagen wieder, um Behauptungen oder die eigene Meinung zu stützen. Durch die Verwendung von Zitaten in Aufsätzen kannst du zeigen, dass deine Aussagen überlegt und nachprüfbar sind. Achte aber darauf, nicht zu viele Zitate zu verwenden - deine eigene Meinung soll schließlich noch erkennbar sein.

Wenn du beim Einfügen eines Zitats in deinen Text Wörter am Anfang, in der Mitte oder am Ende auslässt, müssen diese mit eckigen Klammern und drei Punkten an der ausgelassenen Stelle dargestellt werden:

  • Bsp.: „Zitate kennzeichnest du am Anfang [...] mit Anführungszeichen."

Indirektes Zitat

Bei indirekten Zitaten werken keine Anführungszeichen gesetzt, da man keine Textstelle wörtlich zitiert. Dennoch muss man die Textstelle, die man sinngemäß übernommen hat, kennzeichnen. Auf diese verweist man mithilfe eines Quellenverweises.

Formen des richtigen Zitierens

Quellenverweise

Ein Quellenverweis steht entweder im Text oder in der Fußnote und verweist auf einen Titel im Literaturverzeichnis. Wenn beispielsweise bei einer Textanalyse die Quelle angegeben ist, muss im Quellenverweis nur die Zeile des Zitats angegeben werden:

*Bsp.: „Ein Zitat muss durch Quellenangaben belegt werden" (Zeile 8).

Quellenverweise stehen im Text häufig am Ende des Zitats. Damit der Quellenverweis auf den richtigen Titel im Literaturverzeichnis verweist, muss der Quellenverweis den Namen des Autors, das Erscheinungsjahr und die Seitenzahl enthalten. Quellenverweise formulierst du z.B. folgendermaßen:

Im Text:

  • (Meier, 2004, S.124).

Als Fußnote:

  • ¹Meier, 2004, S.124.

Bei mehreren Veröffentlichung eines Autors:

  • ¹Meier, 2004a, S.124.
  • ²Meier, 2004b, S.124.

Bei vermehrter Nutzung einer Quelle:

  • ¹Meier, 2004, S.124.
  • Ebd.

Bei Zitaten aus dem Internet:

  • ¹URL: http://www.richtigzitieren.de [Abrufdatum]

Bei sinngemäßen Zitaten:

  • ¹Vgl. Meier, 2004, S.124.

Bei einem Zitat über zwei Seiten:

  • ¹Vgl. Meier, 2004, S.124f.

Bei einem Zitat über mehrere Seiten:

  • ¹Vgl. Meier, 2004, S.124ff.

Literatur

Das Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis enthält die Literatur, die für die wissenschaftliche Arbeit benutzt wurde. Dabei werden die Werke alphabetisch sortiert aufgeführt, ausgehend vom Nachnamen des Autors oder des Herausgebers. Im Literaturverzeichnis werden sämtliche Publikation, wie Monographien, Sammelbände, wissenschaftliche Zeitschriften und auch Lexika aufgeführt. Auch andere Quellen können genannt werden, wie z.B. Internetquellen oder Zeitungen. Damit das Literaturverzeichnis übersichtlich bleibt, kann man letztere Quellen in eigenen Rubriken aufführen.

Die angegebene Quelle muss die wichtigsten Angaben zur Literatur, wie den Nachnamen des Verfassers, den Titel und ggf. den Untertitel, die Auflage, den Ort und das Erscheinungsjahr enthalten. Orientieren kannst du dich an folgender Reihenfolge:

  • Nachname, Vorname: Titel. Untertitel, Auflage, Verlagsort, Jahr.

Bei mehreren Autoren oder Verlagsorten kannst du dich entweder dafür entscheiden, alle Namen und Orte aufzulisten oder jeweils auf den ersten Namen und den Verlagsort zu beschränken. Wenn du nur den ersten Autor erwähnst, kürzt du die weiteren mit der Abkürzung u.a. oder et al ab. Bei Aufsätzen aus Sammelbänden gibst du sowohl den Verfasser des Aufsatzes als auch den Herausgeber des Sammelbandes an, wie z.B.:

  • Müller, Christian: Der historische Roman. Walter Scott und Victor Hugo, in Meier, Rainer (Hrsg.): Literatur und Geschichte, 3. Aufl., München, 2003, S. 3-16.