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Erdzeitalter – Entwicklung des Lebens 09:04 min

Textversion des Videos

Transkript Erdzeitalter – Entwicklung des Lebens

Stelle dir vor, du bist Kandidat in einer Quizshow im Fernsehen. Der Moderator stellt folgende Frage: “Wie alt ist die Erde?” oder vielleicht fragt er: “In welchem Erdzeitalter starben die Dinosaurier aus?”. Könntest du auf die Fragen antworten und den Gewinn einstreichen? Wenn nicht, solltest du dir diesen Film ansehen. Ich werde dir in Form eines Überblicks die Entwicklung des Lebens auf der Erde präsentieren.

Erdzeitalter

Ich werde dir in diesem Film die Erdzeitalter nennen und dir immer dazu erklären, wie sich das Leben auf der Erde im jeweiligen Erdzeitalter entwickelt hat. Da man sich die vielen Erdzeitalter und ihre Reihenfolge so schlecht merken kann, zähle ich sie erstmal auf. Also los!

Die Erdzeitalter von der Entstehung der Erde bis heute heißen so: Präkambrium, Kambrium, Ordovizium, Silur, Devon, Karbon, Perm, Trias, Jura, Kreide, Tertiär, Quartär. Wer soll man sich das so einfach merken?

Aber vielleicht hilft dir ein Merksatz. Du musst nur mit den Anfangsbuchstaben der Erdzeitalter einen witzigen oder komischen Satz bilden. Zum Beispiel so: Pandas können ohne schöne Dackel keine pummeligen Tiger jagen und keine tollen Quallen. Aber vielleicht fällt dir ja auch noch ein anderer Merksatz ein!

Präkambrium

Unsere Erde ist etwa 4,6 Milliarden Jahre alt. So viele Jahre kannst du dir sicher kaum vorstellen, oder? Vor 4,6 Milliarden Jahren gab es noch kein Leben auf der Erde. Die Erde musste erst ein paar Millionen Jahre abkühlen und eine feste Kruste bilden. Dann konnten die Meere entstehen.

Das erste Erdzeitalter wird als Präkambrium bezeichnet. Es beginnt mit der Entstehung der Erde. Das Präkambrium ist auch ein sehr langes Zeitalter, es endet ca. 540 Millionen Jahre vor unserer Zeit. Es hat also 4 Milliarden Jahre gedauert. Die ältesten Fossilien mit Spuren von Leben wurden vor fast 4 Milliarden Jahren gefunden. Es handelt sich um Fossilien von Bakterien.

Aus dem Präkambrium liegen nur wenige Fossilien vor. Die Wissenschaft geht aber davon aus, dass es im Präkambrium auch schon mehrzellige Lebewesen und sogar Quallen, Schwämme und Algen gegeben hat.

Kambrium

Aus dem darauf folgenden Erdzeitalter liegen zahlreiche Fossilien vor. Es wird als Kambrium bezeichnet und hat von ca. 540 - 490 Millionen Jahren vor unserer Zeit gedauert. Im Kambrium entwickelten sich viele mehrzellige Organismen im Wasser: Schnecken, Würmer und Krebse. An Land gab es aber weder Pflanzen noch Tiere. Am Ende starben viele Arten aus.

Ordovizium

Auf das Kambrium folgte das Ordovizium. Dieses Erdzeitalter dauerte ca. von 490 - 440 Millionen Jahre vor unserer Zeit. Viele neue Arten entwickelten sich nach dem Massenaussterben am Ende des Kambriums. Das Meer war voller Grünalgen, Korallen, Seeigel, Seesterne und Trilobiten. Die kennst du sicher aus dem Museum oder Zoo, oder?

Vermutlich gab es im Ordovizium auch erste einfache Landpflanzen. Auch am Ende des Ordoviziums kam es zu einem Massenaussterben.

Silur

Erst im nächsten Zeitalter, dem Silur, das von 440 - 420 Millionen Jahren vor unserer Zeit dauerte, entwickelten sich erste Wirbeltiere im Wasser. Das waren die so genannten Panzerfische. Sie sahen so aus.

Später im Silur traten auch andere Fische auf. Aus dem Silur sind Riesenskorpione bekannt, die zwei Meter lang werden konnten. Das ist auch ein bisschen gruselig, oder?

Devon

Das nächste Zeitalter, das Devon, dauerte etwa von 420 - 360 Millionen Jahren vor unserer Zeit. In dieser Zeit entwickelten sich sehr viele Fischarten. Es gab zahlreiche Panzerfische und z.B. Stachelhaie. Auch Quastenflosser und Lungenfische traten auf. Sie gelten als Vorfahren der Landwirbeltiere. Flügellose Insekten lebten bereits an Land.

Vom Ende des Devons liegen Fossilien der ersten Landwirbeltiere vor. Das waren die Vorfahren der heute lebenden Amphibien. Sie verbrachten einen Teil ihres Lebens an Land. Auch die ersten Fossilien geflügelter Insekten stammen aus dem späten Devon.

Die Landpflanzen breiteten sich weiter aus. Das waren Farne und Moose. Auch am Ende des Devons gab es ein Massenaussterben. Die Hälfte der Lebewesen im Wasser starb aus.

Karbon

Im Karbon, das die Zeit von 360-300 Millionen Jahren vor unserer Zeit bezeichnet, gab es erstmals sehr große Pflanzen, die zusätzlich zu zahlreichen Farnen Wälder bildeten. Auch die ersten Reptilien sind in dieser Zeit entstanden.

Perm

Im Perm vor 290-250 Millionen Jahren entwickelten sich vor allem sehr viele Reptilienarten. Da sie vom Wasser fast unabhängig waren, besiedelten sie zahlreiche Lebensräume an Land.

Trias

Im Trias, von 250 - 200 Millionen Jahren, entstanden weiterhin viele neue Reptilienarten. Aus dem Trias sind Krokodile, Dinosaurier, Flugsaurier, Schildkröten und viele Echsen bekannt.

Jura

Das Erdzeitalter Jura dauerte von 200 - 145 Millionen Jahren vor unserer Zeit. Die Dinosaurier entwickelten sich weiter und besiedelten bereits viele Lebensräume. Fossilien belegen auch, dass die ersten Säugetiere aus dieser Zeit stammen. Sie ähnelten den heutigen Bibern.

Kreide

Auf das Jura folgte die Kreide, oft auch als Kreidezeit bezeichnet. Sie ging von 145 - 66 Millionen Jahren vor unserer Zeit. Die Dinosaurier dominierten das Leben auf der Erde. Die meisten Skelettfunde oder Funde von Dinosaurierfußspuren, die du vielleicht schon mal auf einem Ausflug gesehen hast, stammen aus dieser Zeit.

In der Pflanzenwelt treten erstmals Blütenpflanzen und Gräser auf. Am Ende der Kreide kam es wieder zu einem Massenaussterben. Dabei starben auch die Dinosaurier aus. Der Grund war wahrscheinlich ein Meteoriteneinschlag.

Tertiär

Das Tertiär dauerte von 65 - 2,6 Millionen Jahren vor unserer Zeit. Durch das Massenaussterben am Ende der Kreide konnten sich im Tertiär sehr viele Säugetierarten und auch die Vögel entwickeln und viele Lebensräume, die vorher von Dinosauriern besiedelt waren, erobern.

Am Ende des Tertiär entwickelten sich die ersten Vorfahren des Menschen. In der Pflanzenwelt bildeten sich zahlreiche Arten von Blütenpflanzen heraus.

Quartär

Das Zeitalter nach dem Tertiär ist das Zeitalter, in dem wir heute leben. Es wird als Quartär bezeichnet. Die wohl bedeutendste Entwicklung ist die Entwicklung des Menschen aus seinen Vorfahren.

Zusammenfassung

Nun hast du einen Überblick über die Entwicklung der Tier- und Pflanzenwelt in den verschiedenen Erdzeitaltern bekommen. Wenn du dir alles gemerkt hast, bist du auf einen Auftritt in einer Quizshow im Fernsehen gut vorbereitet. Falls du dir nicht alles gemerkt hast, solltest du dir den Film noch einmal ansehen und dir eine kleine Übersicht anlegen.

Hier noch einmal zur Erinnerung. Die Erdzeitalter heißen: Präkambrium, Kambrium, Ordovizium, Silur, Devon, Karbon, Perm, Trias, Jura, Kreide, Tertiär, Quartär.Tschüss!

3 Kommentare
  1. Klasse erklärt, da merkt man sich alles gleich viel schneller.Danke! :-)

    Von Lebasi, vor mehr als 2 Jahren
  2. perfekt erklärt aber ich kann mir irgendwie die zeitabschnitte nicht merken

    Von Enasara98, vor fast 5 Jahren
  3. danke

    Von Songuel Yapici, vor etwa 5 Jahren

Erdzeitalter – Entwicklung des Lebens Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Erdzeitalter – Entwicklung des Lebens kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme die Reihenfolge der Erdzeitalter.

    Tipps

    Unser Merksatz lautet: Pandas können ohne schöne Dackel keine pummeligen Tiger jagen und keine tollen Quallen.

    Wir leben heute im Quartär.

    Lösung

    Unsere Erde ist schon ca. 4,6 Milliarden Jahre alt. Im Präkambrium gab es noch keine Lebewesen auf der Erde. Dieses Zeitalter dauerte sehr lange an. Es folgte das Kambrium. In diesem Zeitalter gab es bereits Lebewesen, die im Wasser lebten. Auch im darauffolgenden Ordovizium entwickelten sich zahlreiche neue Arten. Am Ende dieses Zeitalters kam es zu einem Massenaussterben. Im Silur entwickelten sich erste Wirbeltiere im Wasser. Es folgte das Zeitalter Devon, indem sich viele Fischarten u.a. auch die Lungenfische entwickelten. An das Devon schließt das Karbon an. In dieser Zeit wuchsen erstmals sehr große Pflanzen. Im Perm entwickelten sich viele Reptilienarten, genauso wie im Trias. Im Jura entwickelten sich die Dinosaurier weiter. In der anschließenden Kreidezeit dominierten Dinosaurier das Leben auf der Erde. Auch Blütenpflanzen entstanden. Es folgten dann die Erdzeitalter Tertiär und Quartär.

  • Beschreibe die Erdzeitalter vom Ordovizium bis Jura.

    Tipps

    Im Jura entwickelte sich die Tiergruppe, zu der auch wir Menschen gehören.

    Die Zeitalter Ordovizium, Silur und Devon waren eher durch Entwicklungen im Wasser geprägt.

    Im Karbon entwickelten sich die Vorfahren der Dinosaurier.

    Im Ordovizium gab es noch keine Wirbeltiere.

    Lösung

    Jedes Erdzeitalter ist durch charakteristische Ereignisse geprägt. Es entwickelten sich unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten sowohl an Land als auch im Wasser.

    Im Ordovizium entwickelten sich zahlreiche neue Arten. Dazu zählten Seeigel, Seesterne und auch Grünalgen. Am Ende dieses Zeitalters kam es zu einem Massenaussterben.

    Im Silur entwickelten sich erste Wirbeltiere im Wasser. Hierzu zählt der Panzerfisch.

    Im Devon entwickelten sich viele Fischarten, u.a. auch die Lungenfische.

    Im Erdzeitalter Karbon wuchsen erstmals sehr große Pflanzen.

    Aus dem Erdzeitalter Jura stammen die ersten Säugetiere. Sie ähnelten vom Aussehen her unseren heutigen Bibern.

    In der anschließenden Kreidezeit dominierten die Dinosaurier das Leben auf der Erde. Auch Blütenpflanzen traten auf. Es folgten dann die Erdzeitalter Tertiär und Quartär.

  • Beschreibe die ersten Erdzeitalter.

    Tipps

    Im Präkambrium gab es wahrscheinlich schon Quallen, Schwämme und Algen.

    Präkambrium kommt aus dem Lateinischen. Das Wort prae steht für vor.

    Lösung

    Das Präkambrium dauerte insgesamt 4 Milliarden an. Es begann mit der Entstehung der Erde vor 4,6 Milliarden Jahren und dauerte bis ca. 540 Millionen vor unserer Zeit an. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es in dieser Zeit bereits mehrzellige Organismen, wie Quallen, gab.

    Im Kambrium entwickelten sich viele Lebewesen im Wasser, an Land gab es keine Pflanzen und keine Tiere. Viele Arten starben am Ende des Zeitalters aus. Das Kambrium dauerte von 540 bis 490 Millionen Jahre vor unserer Zeit an.

  • Entscheide, welche Wirbeltiere in der Evolution zuerst entstanden sind.

    Tipps

    Bei den Amphibien können wir die Entwicklung von Lunge und Extremitäten beobachten.

    Reptilien weisen eine trockene, hornschuppige Haut auf. Diese schützt sie vor hohem Wasserverlust.

    Knorpelfische, wie der Hai, besitzen keine Schwimmblase. Diese hat sich erst später in der Evolution entwickelt.

    Lösung

    Die Arten der Wirbeltierklasse haben im Verlauf der Evolution eine ziemliche Verwandlung durchgemacht. Diese Veränderungen trugen dazu bei, dass die Tiere neue Lebensräume erschließen konnten.

    Als ältestes Tier in dieser Aufgabe gilt der Hai. Er zählt zu den Knorpelfischen und besitzt noch keine Schwimmblase. Diese hat sich erst im Laufe der Zeit entwickelt und man findet sie bei den Knochenfischen, wie der Barsch einer ist. Die Knochen des Skeletts sind schwerer als die beim Knorpelfisch und die Fische benötigen die Schwimmblase als Auftrieb.

    Durch die Entwicklung der Lunge und die Umwandlung der Flossen zu Extremitäten konnten die Amphibien, wie der Frosch, neue Lebensräume auch außerhalb des Wassers erobern. Bei der Fortpflanzung sind viele von ihnen noch auf das Wasser angewiesen. Aus ihnen entwickelten sich dann die Reptilien, welche vom Wasser unabhängig sind.

    Im Gegensatz zu den Reptilien sind die Säugetiere, wie die Katze, gleichwarm. Das bedeutet, sie sind nicht mehr von Schwankungen der Umgebungstemperatur abhängig. Als Vorfahren der Vögel gelten ebenfalls die Reptilien. Allerdings geht man davon aus, dass ihre Entwicklung etwas später stattfand als die der Säugetiere. Daher sind die Vögel die jüngste Tierart in unserem Beispiel.

  • Erläutere die Entstehung von Fossilien.

    Tipps

    Der Verwesungsprozess ist ein bakterieller Abbau unter aeroben Bedingungen.

    Lösung

    Der Begriff Fossil leitet sich vom lateinischen Wort fossilis ab und bedeutet ausgegraben. Fossilien sind versteinerte Überreste von Lebewesen aus vergangener Zeit.

    Nach dem Tod eines Organismus setzt rasch der Verwesungsprozess ein. Manchmal jedoch, zum Beispiel wenn Sauerstoffmangel herrscht, bleibt der Prozess aus. Wenn zum Beispiel ein toter Fisch zu Boden sinkt, kann es passieren, dass die Verwesung nur unvollständig stattfindet. Im Laufe der Zeit lagern sich Ablagerungen auf dem Körper ab und unter Druck verfestigt sich der Körper.

    Harte Bestandteile des Körpers wie Zähne, Knochen und Schalen fossilisieren, von Weichteilen existieren meistens nur Abdrücke.

  • Beschreibe, wie die Pflanzen es schafften, das Festland zu besiedeln.

    Tipps

    Als Kutikula wird ein wachsartiger Überzug auf den Blättern bezeichnet.

    Lösung

    Vor 2,5 Milliarden Jahren gab es als Pflanzen nur Algen auf der Erde und heute gibt es ca. 380.000 verschiedene Pflanzenarten. Die Pflanzen entwickelten sich vor ca. 500 Millionen Jahre aus Grünalgen und eroberten nach und nach auch das Land als Standort.

    Für die Eroberung des neuen Lebensraums waren einige Anpassungen nötig. Anders als im Wasser benötigen Pflanzen an Land Stütz- und Festigungsgewebe, um der Schwerkraft an Land entgegenzuwirken und nicht umzuknicken. Eine dicke Epidermis und wachsartige Kutikula auf den Blättern bietet guten Schutz gegen Austrocknung und Überhitzung. Außerdem entwickelten sich mit der Zeit immer größere Blattstrukturen. Die Pflanzen konnten mehr Fotosynthese betreiben und nahmen durch die Wurzeln Wasser und Nährstoffe auf.

    Der Landgang der Pflanzen war Voraussetzung für den späteren Landgang der Tiere. Denn die Tiere ernähren sich heterotroph, also sie sind auf die Aufnahme energiereicher organischer Stoffe angewiesen. Die Pflanzen dienten ihnen als Nahrungsquelle.