Advent, Advent, 1 Monat weihnachtliche Laufzeit geschenkt.

Nicht bis zur Bescherung warten, Aktion nur gültig bis zum 18.12.2016!

Textversion des Videos

Transkript Chromosomentheorie der Vererbung

Hallo, heute geht es um die Chromosomentheorie der Vererbung. Die Chromosomentheorie der Vererbung besagt etwas, das heute eigentlich jedem bekannt ist. Nämlich dass die Chromosomen die stoffliche Grundlage der Vererbung sind und die Gene auf den Chromosomen liegen. Die Tatsache, dass die DNA in Formen der Chromosomen in der Zelle vorliegt und so auf die Tochterzellen weitergeben wird, ist erst seit etwa 100 Jahren bekannt. In diesem Video machen wir einen kleinen Ausflug in die Geschichte der Chromosomentheorie. Die Beobachtungen und Entdeckungen vieler verschiedener Forscher haben zur Entwicklung der Chromosomentheorie beigetragen. In diesem Video werde ich einige von ihnen und ihren Beitrag zur Chromosomentheorie vorstellen, wobei ich leider nicht alle beteiligten Forscher nennen kann. Der Begründer der klassischen Genetik, von dem ihr alle schon gehört habt, ist Gregor Mendel. Zu Mendels Zeiten war noch wenig über den Aufbau der Zelle und nichts über den Aufbau der Chromosomen und der DNA bekannt. Dennoch traf er auf Grundlage seiner Versuche eine Reihe von Vorhersagen, die sich später mit genauerem Wissen über Zellen und Vererbung von Erbmaterial bestätigten. Die meisten Botaniker und Naturforscher zu Mendels Zeiten glaubten, dass sich durch die Kreuzung die Eigenschaften von Vater und Mutter in der nächsten Generation vermischten. Mendel erschloss die Existenz der Gene ohne die Kenntnis der Bedeutung von Zellkern und Chromosomen. 1863 veröffentlichte Mendel seine Ergebnisse. Er erkannte, dass ein Organismus für jedes Merkmal z. B. Blütenfarbe 2 Allele z. B. für Rot und weiß besitzt. Ein Allel von jedem Elter. Zweitens, wenn die beiden Allele unterschiedlich sind, dann wird eines, und zwar das dominante Allel voll exprimiert. Das rezessive Allel zeigt keinerlei Ausprägung. Außerdem erkannte Mendel, dass sich die beiden Allele für jedes Merkmal bei der Gametenbildung, also der Bildung von Eizelle und Spermien, trennen und dass es bei der Verschmelzung der Ei- und Spermienzelle nicht zur Vermischung der Erbanlagen kommt, wie man früher glaubte. Oscar Hertwig und Eduard Strasburger beobachteten, dass eine Befruchtung zwei Elemente hat. Die Verschmelzung der Keimzellen und die Vereinigung der Zellkerne. Eduard Straßburger und Theodor Boveri beschrieben die Konstanz der Kernkörperchen, die später Chromosomen genannt wurden. Sie erkannten also, dass die Anzahl der Chromosomen für jede Art typisch ist. Theodor Buvuri und andere Forscher beobachteten die Halbierung der Zahl der Kernkörperchen bei der Entstehung der Keimzellen. 1888 führte Heinrich Wilhelm Waldeier die Bezeichnung Chromosomen für die färbbaren Kernkörperchen ein. Walter Suton führte 1903 in einem Aufsatz die Mendelschen Regeln auf das Verhalten der Chromosomen bei der Meiose zurück. Thomas Hunt Morgan war ein US-amerikanische Zoologe und Genetiker, der durch Kreuzungsversuche mit der Taufliege Drosophila Melanogaster die grundlegende Struktur der Chromosomen aufklärte. Er entdeckte, dass die Gene nacheinander auf den Chromosomen liegen und ermittelte ihre Reihenfolge und Abstände zueinander. Erst 50 Jahre später, 1953, schafften es James Watson und Frances Crick ein räumliches Modell der DNA-Doppelhelix zu erstellen, das auf Röntgenbeugungsdaten von Rosalind Franklin und Maurice Wilkins beruhte. Die Chromosomen haben also folgende Eigenschaften, die schon Mendel für die Erbanlagen vorhergesagt hat: 1. Die Chromosomen werden als selbständige EInheiten vererbt. 2. Die Chromosomen liegen in den Körperzellen paarweise vor. 3. In Keimzellen liegen die Chromsomen nur einfach vor. 4. Bei der Keimzellenbildung werden die Chromosomen neu kombiniert. Außerdem setzen die Mendelschen Regeln voraus, dass jeder Nachkomme die Hälfte der Erbanlagen von jeweils einem Elternteil erhält. Da alle diese Punkte durch Beobachtungen und Experimente bestätigt werde konnten, gilt der Beweis der Chromosomentheorie der Vererbung als erbracht. Daraus folgt, dass die Gene auf den Chromosomen liegen müssen. Diese Erkenntnis bildet die Grundlage der klassischen und modernen Genetik. Ich hoffe dieses Video hat euch beim Verständnis der Chromosomentheorie geholfen. Tschüss und danke fürs Zuschauen.

Informationen zum Video
5 Kommentare
  1. Marcel

    Hallo Alex, ich habe mehrere Quellen durchsucht. Du hast Recht, 1863 vollendete er lediglich seine Arbeiten. Er veröffentlichte seine Ergebnisse 1865/66. Du findest beide Jahre in der Literatur. 1865 hat er seine Arbeit eingereicht und vorgetragen und 1866 wurde sie gedruckt und publiziert.

    Von Marcel Schenke, vor etwa 3 Jahren
  2. Default

    MfG Alex

    Von V Alex Yi 1, vor etwa 3 Jahren
  3. Default

    Hallo,
    Hab mal ein paar Fragen (Unstimmigkeiten zu meinem Bio Buch, War es wirklich 1863 wo Mendel seine Ergebnisse veröffentlichte? weil in meinem Bio-Buch (Linder) steht 1866?

    Von V Alex Yi 1, vor etwa 3 Jahren
  4. Marcel

    Hallo Hanna,

    damit ist gemeint, dass die Chromosomen quasi nur als ganzes Stück vererbt werden. Wenn ein Chromosom Teil einer neuen Zelle wird, dann auch automatisch die gesamte DNA aus dem dieses Chromosom besteht (und alle Gene). Ein Chromosom zerfällt also nicht in kleine Einzelstücke oder es wird nur ein Teil der DNA vererbt. Ein Chromosom wird als Einheit am Stück vererbt. Schau dir doch dazu mal diese Videos an. LG :)
    http://www.sofatutor.com/biologie/videos/aufbau-des-zellkerns-und-der-chromosomen
    http://www.sofatutor.com/biologie/videos/die-mitose-1

    Bei der Meiose gilt dies eigentlich auch, nur das diese Einheit (das Chromosom) in zwei Einheiten aufgetrennt wird.
    http://www.sofatutor.com/biologie/videos/meiose

    Von Marcel Schenke, vor etwa 3 Jahren
  5. Default

    Hallo,
    was bedeutet, dass die Chromosomen als "selbstständige Einheiten" vererbt werden?
    LG

    Von Hanna A 95, vor etwa 3 Jahren