30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Possessivpronomen und -begleiter

Possessivpronomen und Possessivbegleiter geben an, wem etwas gehört.

Spanische Possessivpronomen und Possessivbegleiter

Possessivpronomen und -begleiter werden, wie im Deutschen auch, genutzt, um einen Besitz oder eine Zugehörigkeit zu verdeutlichen, also um zu sagen, wem etwas gehört. Während Possessivbegleiter im Spanischen sowohl unbetont als auch betont sein können, sind spanische Possessivpronomen stets betont. Schauen wir uns diese Unterschiede genauer an.

Was sind unbetonte Possessivbegleiter?

Sicher sind dir schon einige unbetonte Possessivbegleiter (adjetivos posesivos átonos) bekannt. Man lernt sie sehr früh kennen, z.B. wenn man sich vorstellen möchte:

  • Ana: Mi nombre es Ana. (Mein Name ist Ana.)
  • Irene: ¿Tu nombre es Ana? (Dein Name ist Ana?)
  • Ana: Sí, y su nombre es Sebastián. (Ja, und sein Name ist Sebastián.)

Begrüßung.jpg

  • Profesor: ¿De quién son estos libros? (Wem gehören diese Bücher?)
  • Pilar: Quizás de Miguel y Juan, pienso que son sus libros. (Vielleicht Miguel und Juan, ich glaube, es sind ihre Bücher.)

Wie in diesen Beispielen stehen unbetonte Possessivbegleiter immer vor Substantiven. Deshalb werden sie auch als vorangestellte Possessivbegleiter bezeichnet; sie begleiten das Substantiv und können nicht alleine (also nicht ohne Substantiv) stehen. An der spanischen Bezeichnung adjetivos posesivos átonos wird deutlich, dass es sich hierbei nicht nur um Begleiter, sondern um Adjektive handelt. Wie alle Adjektive müssen daher auch die Possessivbegleiter an das Geschlecht und die Anzahl der Substantive angeglichen werden, auf die sie sich beziehen:

unbetonteBegleiter.jpg

Wie du siehst, haben nur die 1. und 2. Person im Plural gesonderte Formen für die Geschlechter (nuestro / nuestra, vuestro / vuestra). Schön einfach! Bei su und sus musst du zudem auf den Kontext achten, da sie verschiedene Übersetzungen haben (sein, ihr, Ihr).

Was sind betonte Possessivbegleiter?

Possessivbegleiter können auch betont sein. Dies ist der Fall, wenn sie nach dem Substantiv stehen (weshalb sie auch nachgestellte Possessivbegleiter heißen):

  • una idea mía (eine Idee von mir)
  • un problema tuyo (ein Problem von dir)
  • una amiga suya (eine Freundin von ihr / ihm / Ihnen)
  • unos clientes nuestros (einige Kunden von uns)
  • unas vecinas vuestras (einige Nachbarinnen von euch)
  • unos libros suyos (einige Bücher von ihnen / Ihnen)

Wie du siehst, stimmen auch die betonten Possessivbegleiter in Genus und Numerus mit dem Nomen überein, auf das sie sich beziehen.

Was sind Possessivpronomen?

Kommen wir nun zu den Possessivpronomen (adjetivos posesivos tónicos). Diese erkennt man daran, dass sie

  • aus den Formen der betonten Possessivbegleiter bestehen
  • zusätzlich einen bestimmten Artikel mit sich führen
  • ohne Substantiv stehen

Pronomen bedeutet Fürwort – Pronomen stehen also für ein anderes Wort (Substantiv) und ersetzen dieses.

  • Pepe: Mi familia vive en Buenos Aires. ¿Dónde vive la tuya, Irene? (Meine Familie lebt in Buenos Aires. Wo lebt deine, Irene?)
  • Irene: La mía vive en Córdoba. (Meine liebt in Córdoba.)
  • Pepe: ¿Y la suya, profe? (Und Ihre, Lehrer?)

Wie schon die Possessivbegleiter müssen auch die Possessivpronomen in Geschlecht und Anzahl an das entsprechende Substantiv angeglichen werden:

Possessivpronomen.jpg

Wie du siehst, werden nur die Possessivpronomen der 1. Person Singular mit einem grafischen Akzent geschrieben: mío, míos, mía, mías.

Schauen wir uns abschließend einen Dialog an, in dem alle drei Arten von Pronomen und Begleitern vorkommen:

  • Profesor: Irene, Sebastián, ¿estas mochilas son vuestras? (Irene, Sebastián, diese Rucksäcke, sind das eure?) → betonter Possessivbegleiter
  • Irene: No, yo tengo la mía aquí. No sé de quién son esas. (Nein, ich habe meinen hier. Ich weiß nicht, wem diese gehören.) → Possessivpronomen
  • Sebastián: Mi mochila es esa. (Mein Rucksack ist dieser hier.) → unbetonter Possessivbegleiter
  • Irene: Ahí vienen Pepe y Pilar, quizas son suyas. (Da kommen Pepe und Pilar, vielleicht sind es ihre.) → betonter Possessivbegleiter
  • Pilar: Sí, estas son nuestras mochilas. (Ja, das sind unsere Rucksäcke.) → unbetonter Possessivbegleiter

Possessivpronomen in spanischen Ausrufen

Possessivpronomen finden sich auch oft in spanischen Redewendungen und Ausrufen. Werfen wir einen Blick auf einige häufig verwendete Beispiele:

Ausrufe.jpg

verliebt.jpg

Nun hast du schon viele Beispiele spanischer Possessivpronomen und -begleiter kennen gelernt. Achte immer darauf, wo sie im Satz stehen und dass du sie in Geschlecht und Anzahl an das entsprechende Substantiv angleichst – dann sollte dir die Verwendung mit ein bisschen Übung bald leicht fallen!