30 Tage kostenlos testen: Mehr Spaß am Lernen.
30 Tage kostenlos testen

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

30 Tage kostenlos testen

Formen von Sachtexten: Journalistische Textsorten

Nicht nur in der Schule begegnen dir Sachtexte. Auch im Alltag findest du sie überall, zum Beispiel wenn du eine Zeitung aufschlägst, dir eine Reportage zu einem spannenden Thema durchliest oder eine Bedienungsanleitung in den Händen hältst. Das alles sind Textsorten, die du sicher schon kennst. Aber was genau sind journalistische Textsorten?

Tageszeitungen kann man heutzutage in ausgedruckter, aber auch in digitaler Form lesen. Doch was sind die Gründe dafür, dass so viele Menschen eine Zeitung abonnieren oder kaufen? Ein wichtiges Merkmal von Zeitungen ist die Vielfalt von Themen und Bereichen, so genannten Ressorts. Typische Ressorts einer Zeitung sind Politik, Sport, Kultur, Wirtschaft und Lokales. In diesen Bereichen begegnen dir zahlreiche journalistische Textsorten, die darin unterschieden werden können, ob sie eher informativ und sachlich sind oder eine Meinung wiedergeben.

Zeitung

Die informativen oder darstellenden Textsorten

Zu den informativen Textsorten gehören der Bericht, die Kurzmeldung und die Nachricht. Ein entscheidendes Merkmal dieser Textsorten ist, dass die wichtigsten Informationen meist als Erstes genannt werden. Sie sind im Präteritum verfasst und objektiv. Anders verhält es sich bei der Reportage. In ihr wechseln sich subjektive Betrachtungen mit objektiven Fakten ab. Reportagen sind meist sehr lebendig und anschaulich und im Präsens geschrieben. Manchmal ist eine Reportage auch Bestandteil eines Features, in dem verschiedene Textsorten zu einem Thema vorhanden sind. Zu den informativen Texten gehört außerdem das Interview, in dem das Gesagte des Interviewten originalgetreu wiedergegeben wird.

Die meinungswiedergebenden oder argumentativen Textsorten

Neben den informativen Texten gibt es zahlreiche Textsorten, in denen die Meinung einer Person oder Personengruppe zu einem bestimmten Thema stärker im Vordergrund steht. Dazu gehören Leitartikel oder Vlogs, in denen Trends und die Meinung der Redaktion oder eines Reporters wiedergegeben wird. Auch Kommentare, Kolumnen und Glossen können dazu gerechnet werden. Diese unterscheiden sich vor allem in ihrer sprachlichen Form. So wird in der Glosse beispielsweise häufig Ironie verwendet. Außerdem gibt es noch Kritiken und Rezensionen, in denen ein Autor neue Filme, Serien oder Musik bewertet.

journalistische Textsorten

Der Aufbau der Zeitung und die Funktion der Presse

Die Zeitung teilt sich in einen redaktionellen Teil und einen Anzeigenteil. Die Textsorten, die du bislang kennengelernt hast, gehören zum redaktionellen Teil. Im Anzeigenteil findest du Werbung, aber auch Meldungen wie Geburtstage oder Begräbnisse, wofür Menschen oder Firmen zahlen. Durch Werbungen und Anzeigen finanzieren sich Zeitungen teilweise. Zeitungen achten natürlich darauf, welche Werbung zu ihnen passt.

Die wichtigste Funktion der Presse und damit auch der Zeitung ist, die Bevölkerung unabhängig und objektiv zu informieren. Zugleich beobachtet sie kritisch den Staat und dessen einzelne Bestandteile, wie die Gesetzsprechung oder die Entscheidungen und das Handeln von Politikern. Dennoch ist die Einflussnahme der Zeitungen auf die Menschen ein großes Problem, weshalb auch du als Leser angehalten bist, beim Lesen stets kritisch zu sein.

Andere Zeitungsformate

Es gibt verschiedene Zeitungsformate, die dir beim Lesen begegnen können. Die Boulevardpresse oder auch Regenbogenpresse kann man oft bereits auf den ersten Blick erkennen, da sie reißerische Überschriften und oftmals großformatige Fotos verwendet. Auch bei der Qualität ihrer Artikel werden journalistische Standards meistens nicht eingehalten, vor allem im Hinblick auf Objektivität. So werden häufig keine oder nur wenige Hintergrundinformationen geliefert, sondern nur verkürzt, einseitig und emotional über ein Thema berichtet.

Eine andere Form von Zeitung, die dir bestimmt gut bekannt ist, ist die Schülerzeitung. In ihr werden schulinterne aber auch schulfremde Themen behandelt. Leser sind vor allem Schüler, weshalb die Themen häufig für sie relevant sein sollen. In einer Schülerzeitung können alle Textsorten einer normalen Zeitung vorkommen. Auch Werbung ist möglich, um die Schülerzeitung zu finanzieren. Unterschiede zu einer Tageszeitung bestehen vor allem darin, dass die Schülerzeitung nicht täglich erscheint und sprachlich einfacher ist. Fachwörter werden häufig erklärt, aber dennoch wird sich um eine sachliche Schreibweise bemüht.