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Transkript Adjektive und Partizipien mit Genitiv

Salve! Hallo, mein Name ist Johanna. In diesem Video werde ich euch einen Überblick geben, über die Verwendung des Genitivs bei bestimmten Adjektiven und Partizipien. Das Ziel ist dabei, euch die wichtigsten Adjektive vorzustellen, die mit dem Genitiv konstruiert werden, und viele Beispiele zu übersetzen. Dafür müsst ihr einige Genitivfunktionen kennen. Den Genitivus obiectivus, den Genitivus partitivus und den Genitivus possessivus. Nach folgenden Adjektiven folgt sehr häufig ein Genitivus obiectivus - das sind "begierig", "kundig", "eingedenk". Lateinisch: "cupidus", "aridus", "peritus", "studiosus" sowie "memor", "conscious". Aber auch bei ihren Gegenteilen kommt der Genitiv vor, also bei "ignavus", "imperitus", "inscius" und "immemor". Nach den folgenden Adjektiven folgt sehr häufig ein Genitivus partitivus - das sind "teilhaftig", "mächtig", "voll"; also Lateinisch "particeps", "compos", "potens" sowie "plenus" - und auch hier wieder bei ihren Gegenteilen, also "expers", "inops" und "vacuus". Dann werden wir noch einige Beispiele dazu übersetzen. Das Erste: "cupidus gloriae" - "begierig auf Ruhm"; "peritus locorum" - "ortskundig" und "memor beneficii" - "einer Wohltat eingedenk". "Conscius culpae" - "einer Schuld bewusst"; "particeps rationis" - "vernunftbegabt" und zum Schluß noch "plenus superbiae", also "voller Stolz". Es folgt noch ein Beispielsatz: "Populos Romanus libertatis cupidus erat." "Libertas, libertatis", feminin, heißt "Freiheit" und ist in diesem Satz auch der Genitiv, also lautet die Übersetzung: "Das römische Volk war begierig auf Freiheit." Oder: "Socrates se omnium rerum inscium esse fingebat." Hier ein Satz auch mit AcI: "Sokrates gab vor, dass er in allen Dingen unwissend war" - "Inscium plus Genitiv omnium rerum". Ein Genitiv folgt auch beim Partizip Präsens von transitiven Verben. Also Verben, die ein Akkusativobjekt zu sich nehmen, wie zu Beispiel "lieben". Also wen oder was liebe ich? Diese Partizipien nehmen einen Genitiv zu sich, und zwar immer, wenn sie eine dauernde Eigenschaft beschreiben. Als Beispiel sei genannt "amans patriae", also "vaterlandsliebend" oder "patiens laborum" - "ausdauernd beim Mühen". So sagte der Kaiser Augustus über den berühmten Redner Cicero: "Cicero vir doctus fuit er patriae amans." - "Cicero war ein gelehrter Mann und ein Patriot." Ein Genitivus possessivus folgt bei den Adjektiven "proprius", das heißt "eigentümlich" oder "wesenhaft" und "sacer", das heißt "heilig" oder "geweiht". "Insula Delus Apollnis sacra erat." - "Die Insel Deols war dem Apollo heilig." "Apollinis" hier als Genitivus possessivus. Oder noch ein 2. Beispiel: "Hoc proprium virtutis existimant." - "Dies halten sie für eine Eigentümlichkeit der Tapferkeit, für der Tapferkeit eigen- oder wesenhaft." Ein Genitiv oder ein Dativ folgen bei den Adjektiven "communis" - "gemeinsam"; "similis" - "ähnlich"; "par und aequalis" - "gleich"; "superstes" - "überlebend" und "contratius" - "entgegengesetzt". "Deus omnis sui simila generavit." - "Der Gott hat alles sich ähnlich, also nach seinem Bild, geschaffen." "Multa sunt civibus inter se communia." Hier "civibus" als Dativ. "Den Bürgern sind viele Dinge untereinander gemeinsam." Nun fasse ich abschließend zusammen, was ihr in diesem Video gelernt habt. Ihr habt gesehen, dass Adjektive mit einem Genitiv konstruiert werden, und zwar in der Funktion des Genitivus obiectivus, des Genitivus partitivus und des Genitivus possessivus. Ihr habt auch gesehen, dass ein Genitiv folgt nach bestimmten Partizipien im Präsens, wenn sie eine dauernde Eigenschaft ausdrücken. Viel Erfolg weiterhin wünscht Johanna. Vale!

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