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Transkript Bakterien – Vermehrung in verschiedenen Phasen

Hallo! Ich bin Julia. In diesem Film geht es um die Vermehrung von Bakterien. Bakterien vermehren sich durch ungeschlechtliche Teilung. Zuerst wird die DNA verdoppelt, danach teilt sich das Bakterium. Aus einem werden 2, aus 2 4, aus 4 8, und so weiter. Diese Art der Vermehrung, bei der sich die Zellen nach einer bestimmten Zeit immer verdoppeln, heißt exponentiell. Wenn man Bakterien auf eine neue Oberfläche oder in eine Flüssigkeit bringt, in der vorher noch keine Bakterien gewachsen sind, kann man eine charakteristische Wachstumskurve beobachten. Diese Kurve bezieht sich auf die Zahl der lebenden Bakterien. Zuerst müssen sich die Bakterien an ihre neue Umgebung gewöhnen. Sie beginnen, sich langsam zu teilen. Nach 2 Stunden sind aus 2 Bakterien 4 geworden. Danach wachsen die Bakterien, wie eben beschrieben, exponentiell. So werden aus nur 4 Bakterien in 24 Stunden 67 Millionen Bakterien. Irgendwann sind die Nährstoffe aufgebraucht und die giftigen Abbauprodukte reichern sich an. Die Bakterien beginnen zu verhungern. Genau so viele Bakterien sterben, wie neue durch Teilung entstehen. So sind auch nach 48 Stunden noch 67 Millionen Bakterien da. Diese Zeit bezeichnet man als stationäre Phase. Auf die stationäre Phase folgt die Absterbephase, in der die Zahl der Bakterien sehr stark abnimmt. Nach 52 Stunden sind nur noch 12 Millionen Bakterien da. Bakterien können im Labor als Flüssigkultur oder auf geleeartigen Platten gezüchtet werden. Für die Platten verwendet man meist Agar, einen Vielfachzucker, der aus Algen gewonnen wird. Das Wachstum der Bakterien kann man beobachten, denn sie teilen sich sehr schnell und durch ihre große Zahl werden auf den Agarplatten Kolonien sichtbar. Jede Kolonie war einmal eine einzige Zelle. In Flüssigkeiten beobachtet man eine Trübung. Wenn die Lebensbedingungen für Bakterien sich verschlechtern, und sie, wie zum Beispiel in der stationären Phase, einer Bakterienkultur keine Nahrung mehr finden, können einige Bakterien Sporen bilden. Sporen sind etwas kleiner als lebende Bakterienzellen und von einer festen Hülle umgeben. Sie sind eine Art Ruhezustand, nehmen keine Nahrung auf und teilen sich nicht. So können Sporen Jahrhunderte überdauern. Deshalb nennt man eine Spore auch Überdauerungsform. Die Sporenbildung bezeichnet man als Sporulation. Bei der Sporulation teilt sich zuerst eine Bakterienzelle in zwei ungleiche Zellen. Die größere Zelle ist die Sporenmutterzelle, die Kleinere wird zur Spore. Danach wandert die Sporenmutterzelle um die kleinere Zelle herum, sodass diese vollkommen eingeschlossen wird. Man bezeichnet sie in diesem Stadium als Vorspore. Der Vorspore wird nun Wasser entzogen und die Zellwand wird verdickt. Wenn die Spore fertig gebildet ist, löst sich die Sporenmutterzelle auf. Erst, wenn die Lebensbedingungen wieder günstiger erscheinen, keimen die Sporen aus und beginnen, sich wie eine normale Bakterienzelle zu teilen. Bakteriensporen sind sehr hitzebeständig und langlebig. Sie können für kurze Zeit auch im kochendem Wasser überleben. Um etwas vollkommen keimfrei zu machen, also vollkommen bakterienlos, ist es deshalb notwendig, die Temperatur auf mindestens 130 Grad Celsius zu erhöhen. Nur so ist sichergestellt, dass keine Sporen mehr auskeimen können. Diesen Prozess des vollständigen Entkeimens bezeichnet man als Sterilisation. Lebende Bakterienzellen kann man bereits durch Temperaturen von 60 bis 90 Grad abtöten. Die Sporen bleiben erhalten. Diese Teilentkeimung heißt Pasteurisation. Entkeimung spielt eine große Rolle in Krankenhäusern und auch bei der Haltbarmachung von Lebensmitteln, zum Beispiel bei Milch. Bestimmt weißt du, dass H-Milch und Frischmilch unterschiedlich gelagert werden müssen. Frischmilch muss deshalb immer gekühlt werden, weil sie nur pasteurisiert ist. Sobald sie warm wird, keimen die noch vorhandenen Sporen aus und machen die Milch sauer. H-Milch ist ultrahocherhitzt, für kurze Zeit bis auf 143 Grad Celsius. Deshalb kann sie ungeöffnet auch bei Raumtemperatur gelagert werden, denn bei ihr sind sowohl Sporen als auch lebende Bakterienzellen durch die Hitze abgetötet worden. Warum wird offene H-Milch trotzdem schlecht? Weil neue Bakterien aus der Luft sich in ihr ansiedeln. Zusammenfassung: Bakterien teilen sich exponentiell, wenn sie genug Nährstoffe finden. Ihre Zahl verdoppelt sich regelmäßig. Sind die Lebensbedingungen schlecht, bilden Bakterien Sporen. Diese Sporen sind besonders hitzeresistent und können auch nach Jahrhunderten noch auskeimen. Den Prozess der Sporenbildung bezeichnet man als Sporulation. Ich hoffe, der Film hat euch gefallen und ihr habt etwas Neues gelernt. Tschüss.

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13 Kommentare
  1. Default

    Danke
    Super Video Echt Hilfreich

    ;D

    Von Sophie H., vor 15 Tagen
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    Danke hat geholfen

    Von Daro Gro, vor 7 Monaten
  3. Default

    Sehr Auswendig. :)

    Von Tbazenov, vor mehr als einem Jahr
  4. Default

    Es ist sehr gut erklärt.

    Von Westerwick, vor fast 2 Jahren
  5. Default

    lesen 123 ich denke schon

    Von Ma Elsner, vor fast 2 Jahren
  1. Default

    Super Video Vielen Dank :)

    Von Mandeep B., vor fast 2 Jahren
  2. Default

    sehr gut erklärt danke !!!!

    Von Write2karin, vor etwa 2 Jahren
  3. Default

    Supi

    Von Danilo K., vor fast 3 Jahren
  4. Default

    Sehr hilfreich, Danke!

    Von Fiausch, vor etwa 3 Jahren
  5. Default

    Könnte ich also ultrahocherhitzte Milch 1 jahrhundert lagern fals ich diese luftlos lagere ?

    Von Lesen123, vor mehr als 3 Jahren
  6. Default

    Könnte ich also wenn ich, ultrahocherhitzte Milch 1 jahrhundert lagern fals ich diese luftlos lagere ?

    Von Lesen123, vor mehr als 3 Jahren
  7. Default

    Habe genau diesen Sporulationprozess gesucht, unter dem Begriff "Endosporen" und fand aber nichts.

    Schönes Video, sehr gute Erklärweise.

    Von Mlang1, vor mehr als 4 Jahren
  8. Laliki

    Danke, das war sehr interessant!

    Von Beko, vor fast 5 Jahren
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