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Transkript Schlangen – innerer und äußerer Bau

Hallo! Schlangen - die einen fürchten sie, die anderen sind fasziniert von ihnen. Gerade in unseren Breiten muss man aber eigentlich keine Angst vor Schlangen haben. In diesem Video wollen wir den Bau einer Schlange untersuchen und die Zugehörigkeit zu den Reptilien überprüfen.

Körperbau und Fortbewegung

Schlangen sind Wirbeltiere. Dem Skelett fehlen jedoch Gliedmaßen - also Arme und Beine. Auch Schultergürtel und Beckenknochen sind nicht vorhanden. Stattdessen reiht sich im Rumpf einer Schlange vom Kopf bis zur Schwanzspitze ein Wirbel an den anderen. Diese Wirbel sind sehr beweglich. An jedem Wirbel setzt ein Rippenpaar an. Das Ende jeder Rippe ist durch einen Rippenmuskel mit dem kräftigen Hautmuskel verbunden, der die Schlange auf der Unterseite durchzieht.

Am Hautmuskel wiederum setzen die Bauchschuppen an. Zur Fortbewegung ist ein exaktes Zusammenspiel von Rippen, Rippenmuskeln, Hautmuskel und Bauchschuppen notwendig. Ein Rippenpaar nach dem anderen wird von den Rippenmuskeln nach vorne gezogen. Diese Bewegung richtet die großen Bauchschuppen der Reihe nach auf. Sie verankern sich im Boden. Wenn die Schlange die Bauchschuppen nun wieder anlegt, wird der Körper automatisch ein kleines Stück nach vorne gezogen.

Wellenartig durchzieht diese Bewegung den gesamten Rumpf. So entsteht die für Schlangen typische Gleitbewegung. Ebenso typisch ist die trockene Haut der Schlangen. Sie ist von vielen kleinen Schuppen bedeckt und ergeben ein bestimmtes Muster. Je nach Schlangenart ist die Zeichnung aber sehr verschieden.

Kopf, Maul und Ernährung

So sieht der Kopf einer Schlange aus. Der Schädelknochen schützt das Gehirn, am Gaumenbein sitzen feine Zähnchen, die nach hinten gerichtet sind. Giftschlangen haben hier ihre Giftzähne. Das Unterkiefer ist in zwei Hälften geteilt, die vorne durch ein elastisches Band miteinander verbunden sind. Ober- und Unterkiefer verbindet das Quadratbein. Es ist sehr beweglich und ermöglicht es das Maul weit zu öffnen. Die Zähne von Schlangen sind aber nicht zum Kauen geeignet.

Wie fressen Schlangen also ihre Beute? Zunächst spüren sie ihre Beute auf - dabei hilft ihnen ihr Riechorgan. Mit der gespaltenen Zunge werden Duftstoffe aufgenommen. Anschließend wird die Zunge gegen den Gaumen gedrückt. Dort liegt das Riechorgan der Schlange. Ist ein Beutetier - etwa eine Maus oder eine Kröte - ausfindig gemacht, schleicht die Schlange näher.

In der Lauerposition bildet der Körper eine S-Form. Im richtigen Augenblick schnellt der Kopf nach vorne. Das Maul ist aufgerissen - bei Giftschlangen werden die Giftzähne automatisch nach vorne gerichtet. Die Schlange schnappt die Beute. Schlangen ohne Giftzahn lassen ihre Beute nicht mehr los.

Die nach hinten gerichteten Zähne machen es dem Beutetier schwer, zu entkommen. Langsam schieben sich nun linke und rechte Unterkieferhälfte über das Beutetier, das als ganzes verschlungen wird. Auch Speiseröhre, Magen und Rippen sind extrem dehnbar. Das Beutetier wird nun verdaut - das kann viele Tage dauern.

Die Kreuzotter - eine Giftschlange - injiziert dem Beutetier über die Giftzähne ein tödliches Gift. Während sich die Schlange wieder zurückzieht, flüchtet die Beute; aber das Gift wirkt schon - es ist nur eine Frage der Zeit bis das Tier stirbt. Die Schlange nimmt ohne Hast die Spur der vergifteten Beute auf und verschlingt sie.

Reptilienmerkmale

Schlangen zählen aber nicht nur zu den Wirbeltieren, sondern auch zu den Reptilien. Reptilien werden auch Kriechtiere genannt. Alle Kriechtiere haben ähnliche Merkmale die wir uns nun mal genauer anschauen wollen. Das Riechorgan am Gaumen ist typisch für Reptilien.

Auch die Schuppenhaut und das Häuten ist typisch. Außerdem sind Schlangen - wie alle Reptilien - wechselwarm. Ihre Körpertemperatur hängt also von der Umgebungstemperatur ab. Ist es warm, sind Schlangen sehr aktiv und haben viel Energie. Bei kühlen Temperaturen können Schlangen sich kaum bewegen. Schlangen sonnen sich daher gerne, um ihren Körper auf Temperatur zu bringen.

Auch das Legen von weichschaligen Eiern ist ein Merkmal der Reptilien. Allerdings gibt es auch eine ganze Reihe von Schlangen, die lebende Junge zur Welt bringen.

Zusammenfassung

Schlangen sind also wirklich Reptilien. Sie besitzen keine Gliedmaßen und bewegen sich mithilfe von Rippen, Rippenmuskeln und Bauchschuppen vorwärts. Ihre Beute verschlingen Schlangen als ganzes. Sie sind -wie alle Reptilien- wechselwarm. Ein Sonnenbad finden deshalb fast alle Schlangen gut! Tschüss!

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1 Kommentar
  1. Default

    ist ok

    Von April, vor 7 Monaten