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Transkript Schutzmaßnahmen für Reptilien

Hallo! Auf unserer Erde gibt es rund 6000 verschiedene Reptilienarten. In Deutschland leben davon nur knapp 13. Alle heimischen Reptilien zählen zu den besonders geschützten Arten. Wodurch die Reptilien gefährdet sind und wie man sie schützen kann, erfährst du in diesem Video.

Lebensraum von Reptilien

Zu den heimsichen Reptilienarten zählen alle Schlangenarten wie etwa die Ringelnatter, die Äskulapnatter oder die Kreuzotter. Außerdem gehören die Echsen zu den Reptilien, also die Zauneidechse oder die Mauereidechse. Besonders gefährdet ist auch die europäische Sumpfschildkröte. Gemeinsam mit der Schlingnatter, der Äskulapnatter, der Zauneidechse, der Smaragdeidechse und anderen zählt sie zu den streng geschützten Arten in Deutschland.

Die größte Bedrohung der heimischen Reptilien ist die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums. So unterschiedlich die Lebensräume der verschiedenen Reptilienarten sind, haben sie doch eines gemeinsam: Reptilien benötigen das Unaufgeräumte, das Sonnige und die Übergangszonen zwischen verschiedenen Naturlandschaften.

Also etwa den Übergang zwischen Wald und Flur - Hecken und Sträucher. Die Kreuzotter fühlt sich in Steinbrüchen ganz besonders wohl. Dort hat sie nicht nur Ruhe, sondern findet auch genügend Versteckmöglichkeiten und besonders viel Sonne.

Schutzmaßnahmen im Wald

„Sonne“ ist ein wichtiger Faktor für den Lebensraum von Reptilien. Alle Reptilien sind wechselwarm, das heißt: Ihre Körpertemperatur ist von der Umgebungstemperatur abhängig. Deshalb brauchen Reptilien Sonnenplätze, um sich aufzuwärmen. Für den Lebensraum Wald bedeutet das, dass Waldlichtungen eine ganz besonders wichtige Rolle spielen.

Werden natürliche Waldlichtungen aufgeforstet, verlieren die Reptilien ihre Sonnenplätze. Es ist also wichtig, Waldlichtungen zu erhalten. Denn je lichter die Wälder, desto eher finden sie die benötigten Sonnenplätze.

Andererseits brauchen Reptilien Rückzugsorte, Verstecke und Eiablageplätze. Es kommt ihnen sehr entgegen, wenn nicht jeder gefällte Baumstamm aus dem Wald gezogen wird. Im Wald liegengebliebene Stämme und Baumstümpfe nennt man Totholz. Und solches Totholz dient Reptilien als Versteck und Nistplatz.

Für die europäische Sumpfschildkröte ist es wichtig, dass natürliche Feuchtgebiete und Sümpfe erhalten bleiben. Gewässerkorrekturen und Trockenlegungen zerstören ihren Lebensraum.

Zwischen den Biotopen

Reptilien bewohnen auch gerne Plätze im Übergangsbereich verschiedener Naturlandschaften wie etwa Wege. Auch Dämme und Böschungen sind ideale Lebensräume für sie - besonders, wenn sie nach Süden - also Richtung Sonne - ausgerichtet sind. Der Erhalt von Böschungen ist daher eine wichtige Schutzmaßnahme für Reptilien.

Schutzmaßnahmen im Garten

Auch im Garten fühlen sich manche Reptilienarten zu Hause. So findet man dort oft bestimmte Schlangenarten und Eidechsen. Aus Angst werden immer noch viele Schlangen von Menschen getötet. Aber die Angst vor Schlangen ist in Deutschland völlig unbegründet und das Töten der Tiere verboten.

Da Reptilien als Insekten- und Mäusejäger, aber auch als Beute für Tiere wie Igel, Storch oder Raubvögel eine wichtige Rolle im Kreislauf der Natur spielen, sollten auch im Garten gewisse Schutzmaßnahmen getroffen werden. Steinhaufen oder Trockensteinmauern an sonnenreichen Plätzen, bieten vielen Reptilien einen Ort, um ihren Körper aufzuwärmen.

Gleichzeitig dienen „unaufgeräumte“ Bereiche des Gartens als Rückzugs- und Eiablageplatz - Gestrüpphaufen oder ausfaulende Wurzelteller. Vielfalt ist bedeutend für Reptilien: Die Blumenwiese neben dem kurz gemähten Rasen, Hecken und Sträucher neben dem althergebrachten Komposthaufen. Das kommt Reptilien sehr entgegen. Und was sich von selbst versteht: Um das Nahrungsangebot von Reptilien zu erhalten, sollte auf giftige Spritzmittel wie etwa Pestizide verzichtet werden!

Zusammenfassung

Viele Reptilien gehören zu den besonders geschützten Arten in Deutschland. Die wichtigste Schutzmaßnahme ist der Erhalt ihres natürlichen Lebensraums. Sonnenplätze in Wäldern und Gärten sind dabei genauso wichtig wie „unaufgeräumte“ Bereiche, die als Rückzugs- und Nistplatz dienen. Tschüss!

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1 Kommentar
  1. Default

    sehr hilfreich dankeschön

    Von S Emer, vor fast 2 Jahren