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Transkript Fossilien – Entstehung und evolutive Bedeutung

Hallo! Hast du schon einmal Dinosaurier-Fußspuren gesehen? Oder vielleicht hast du schon einmal eine versteinerte Muschel in einem Steinbruch gefunden?

Mit Hilfe solcher Fossilien können wir in eine längst vergangene Zeit zurückschauen und erhalten so Auskunft darüber, welche Tiere und Pflanzen vor vielen Millionen Jahren gelebt haben. Wofür das wichtig ist und wie man überhaupt das Alter von gefundenen Fossilien bestimmen kann, möchte ich dir in diesem Video erklären.

Nutzen von Fossilien

Vielleicht fragst du dich, welchen Nutzen Fossilien überhaupt haben. Durch die Analyse von Fossilen kann die Verwandtschaft zwischen verschiedenen Tieren und Pflanzen bestimmt werden z.B. durch das erstellen von Stammbäumen. Auch die bereits ausgestorbenen Lebewesen wie z.B. die Vorfahren des Menschen können auf diese Weise gut charakterisiert werden.

Aussagen über die Lebensweise von Tieren und Pflanzen oder auch die Ernährung können gemacht werden. Man konnte durch Fossilien bestimmen, wann es die ersten Tiere und Pflanzen auf dem Land gab. Zudem können die Bedingungen, die auf der Erde in anderen Erdzeitaltern herrschten, mit Hilfe von Fossilien rekonstruiert werden.

Ohne Fossilien wüssten wir z.b. auch nicht, dass es eine Vielzahl verschiedener Dinosaurier auf der Erde gegeben hat. Uns muss aber bewusst sein, dass nur ein winziger Teil der Lebewesen, die jemals auf der Erde lebten, als Fossilien erhalten wurden. Tiere ohne Knochen, harte Schalen oder Schuppen bilden in der Regel keine Fossilien.

Konservierung für die Ewigkeit

Besondere Fossilien sind solche, bei denen der gesamte Körper erhalten wurde. Solche Fossilien entstanden beispielsweise, als Insekten durch Baumharze eingeschlossen wurden und zu Bernstein wurden. Auch die in den Dauerfrostböden Sibiriens gefundenen Mammuts sind besonders, denn bei ihnen wurden auch Weichteile, das Fell und sogar der Mageninhalt erhalten.

Manche Fossilien sind auch kleiner als ein Millimeter. Sie werden dann als Mikrofossilien bezeichnet. Solche Mikrofossilien sind Zeugen des Mikrokosmos aus längst vergangener Zeit. Dies sind Beispielsweise Skelettelemente von Schwämmen, so genannte Schwammnadeln. Die ältesten Fossilien sind übrigens die Stromatolithen. Das sind fossile Riffe, die aus Bakterien entstanden und etwa 3,5 Mrd. Jahre alt sind.

Hast du eine Idee wie man überhaupt sagen kann, welches Alter ein Fossil hat und in welchem Erdzeitalter das fossiles Lebewesen gelebt hat?

Leitfossilien - Altersbestimmung von Fossilien

Zunächst einmal helfen oftmals so genannte Leitfossilien, die in bestimmten Erdzeitaltern sehr zahlreich auftreten. In anderen Zeitaltern dagegen gar nicht oder nur selten. Treten solche Leitfossilien dann zusammen mit dem gefundenen Fossil eines unbekannten Lebewesens in einer Gesteinsschicht auf, kann man das Fossil dem gleichen Zeitraum zuordnen wie die Leitfossilien. Das fossile Lebewesen hat dann also zu der Zeit gelebt wie die Leitfossilien.

Allerdings gibt es nicht für alle Gesteinsschichten solche Leitfossilien. Ein bekanntes Beispiel für Leitfossilien sind die Trilobiten des Kambriums und Silurs, dabei handelte es sich um meeresbewohnende Gliederfüßer. Mit Hilfe von Leitfossilien kann man auch das Alter von Gesteinsschichten sehr gut bestimmen. Die Untersuchung von verschiedenen Gesteinsschichten und die aus der räumlichen Abfolge der Schichten resultierenden Zuordnungen zu einem Erdzeitalter bezeichnet man auch als Stratigraphie.

Radiocarbonmethode

Eine andere Methode zur Altersbestimmung von Fossilien ist die Radiocarbonmethode. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach: Ein Tier nimmt während seines Lebens bis zu seinem Tod hin mit dem Futter jede Menge Kohlenstoff-Atome auf, denn Kohlenstoff kommt in allen organischen Verbindungen vor. Darunter ist auch ein geringer, jedoch prozentual konstanter Anteil des radioaktiven C14-Isotops.

Radioaktive Atome zerfallen mit der Zeit, so auch die radioaktiven Atome des C14-Isotops in einem toten Tier. Die Zerfallszeit der radioaktiven Atome ist dabei konstant. So kann man anhand der noch enthaltenen C14-Atome in dem Fossil auf dessen Alter zurückschließen. Die Radiocarbonmethode kann man zur Altersbestimmung von relativ jungen Fossilien, die bis zu 50.000 Jahre alt sind, verwenden.

Auf ähnliche Weise kann man das Alter von Fossilien auch über die Zerfallszeit anderer radioaktiver Isotope beispielsweise der Elemente Kalium oder Blei bestimmen. Das radioaktive K40-Isotop von Kalium zerfällt z.B. sehr langsam zu Argon und hat eine Halbwertszeit von 1,3 Mrd. Jahren. Mit der Kalium-Argon-Methode lässt sich so das Alter von Fossilien bestimmen, die mehrere 100.000 Jahre alt sind.

Die Uran-Blei-Methode lässt sogar Altersbestimmungen von Fossilien zu, die einige Mrd. Jahre alt sind. Während durch Stratigraphie nur das relative Alter eines Fossils bestimmt werden kann, sind mit den Radiomethoden absolute Altersbestimmungen möglich.

Zusammenfassung

Du hast in diesem Video nicht nur gelernt, dass man Fossilen dazu verwenden kann, Verwandtschaften oder die Lebensweise von längst ausgestorbenen Tieren und Pflanzen zu erforschen. Du hast auch einige besondere Fossilien kennen gelernt wie Mikroifossilien oder Stromatolithen. Das Alter von Fossilien kann man durch die Stratigraphie und Leitfossilien oder aber durch Analyse von radioaktiven Isotopen z.B. in der Radiocarbonmethode bestimmen. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Informationen zum Video
2 Kommentare
  1. Default

    langweilig

    Von Jannisrc, vor mehr als einem Jahr
  2. Default

    danke sehr hilfreiches Video. LG

    Von Andreas Boehme, vor mehr als einem Jahr