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Transkript Beobachten, vergleichen, protokollieren – Methoden

Methode: Beobachten, vergleichen, protokollieren

Hallo! In diesem Video stellen wir eine grundlegende Arbeitsmethode der Biologie vor: Beobachten. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen Sehen und Beobachten? Was muss ich beachten, wenn ich Beobachtungen festhalten will? Gibt es auch andere Methoden zur Informationsbeschaffung und warum ist es sinnvoll mit Zeichnungen oder Protokollen zu arbeiten? In diesem Video findest du die Antworten.

Nehmen wir an, du hast einen Spaziergang gemacht. Du bist an einem Obstgarten vorbeigegangen und an einem kleinen Teich. Zuhause wirst du vielleicht sagen können, dass du Johannisbeeren gesehen hast - und eine Libelle am Teich. Beides hast du gesehen.

Wenn du nun aber die Frucht der Johannisbeere genauer beschreiben solltest, müsstest du wahrscheinlich passen. So genau hast du sie dir vielleicht nicht angesehen. Du hast den Strauch schließlich nicht beobachtet. Wenn du nun aber hingehst und dir die Frucht der Johannisbeere ganz genau ansiehst, vielleicht sogar die Blätter zwischen deine Finger nimmst und von beiden Seiten betrachtest, dann beobachtest du. Beobachten ist die älteste und grundlegendste Arbeitsmethode der Biologie. Dabei konzentriert man sich auf ein Objekt und versucht jedes Detail zu erfassen.

Dabei kann es hilfreich sein, ähnliche Objekte miteinander zu vergleichen. Ist die schwarze Johannisbeere das gleiche nur in schwarz? Oder kannst du Unterschiede beiden Blättern oder den Früchten erkennen?

Beobachten und vergleichen steht am Anfang jeder biologischen Entdeckungsreise. Dabei solltest du sowohl auf Gemeinsamkeiten, als auch auf Unterschiede achten. Bei sehr kleinen Objekten - wie z.B einer Blattlaus - kann eine Lupe zum Einsatz kommen. Bei Objekten, die scheu sind - z.B. bei Vögeln - kann ein Fernglas hilfreich sein.

Manchmal kannst du das Objekt, das du beobachten und untersuchen willst, auch mit nach Hause nehmen. So kannst du die Blätter verschiedener Sträucher sammeln und zuhause in Ruhe vergleichen.

Um den Überblick über deine Beobachtungen zu behalten, ist es sinnvoll, Protokolle zu erstellen. Schreib genau auf, was du beobachtet hast. Jedes Detail kann wichtig sein. Manchmal ist es am besten, mit kleinen Zeichnungen zu arbeiten. Auch hier ist Genauigkeit das oberste Gebot.

Denn ob ein Blatt einen gezahnten oder einen gewellten Blattrand hat, macht einen großen Unterschied. Vergiss nicht, Ort und Datum - gegebenenfalls auch die Uhrzeit - der Beobachtung zu notieren. Wenn du wissen willst, wie sich z.B. sich die Frucht der Johannisbeere über einen langen Zeitraum von der Blüte bis zum vollen Fruchtstand entwickelt, dann kannst du in deinen Protokollen immer wieder den Ort und den Zeitpunkt deiner Beobachtung finden.

Wichtig ist, dass du nur das festhältst, was du wirklich beobachtet hast. Abseits kannst du Fragen notieren, die sich aus den Beobachtungen ergeben haben, sowie mögliche Antworten - unter dem Stichwort „Vermutungen“. Wenn du das Leben am Teich beobachtest, kannst du erstmal alle Tiere notieren, die du im und am Teich siehst. Du kannst ihre Zahl festhalten und den genauen Ort, wo sie sich aufgehalten haben.

Zu einzelnen Objekten kannst du eigene Protokolle erstellen, z.B. zum Wasserläufer. Schreib auf wie groß er ungefähr ist, welche Farbe er hat, wieviele Beine du sieht und wie er sich fortbewegt. Genauigkeit ist dabei wichtig - sind alle Beine gleich lang oder ist das vordere Beinpaar kürzer?

Wie sehen die Libellen aus und welches Verhalten konntest du bei ihnen beobachten? Besonders bei dem Beobachten von Verhalten, solltest du darauf achten nur das zu schreiben was du siehst und nicht zu viel in deine Beobachtung hineinzuinterpretieren. Wenn du aufmerksam bist, dann kannst du in nur 30 Minuten eine ganze Menge Informationen sammeln. Und wenn du sie genau festhältst, dann kannst du zu einem spätere Zeitpunkt wieder darauf zurückgreifen.

Gewisse Fragen, wirst du allerdings allein durch deine Beobachtung nicht klären können. Dann können dir Nachschlagewerke in der Bibliothek weiterhelfen -man nennt das Recherchieren. Dort wirst du vielleicht die Erklärung finden, warum ein Wasserläufer auf der Wasseroberfläche gehen kann. Oder du wirst herausfinden, ob die Frucht der Vogelbeere giftig ist. Vielleicht findest du auch heraus, dass die von Menschen gezüchtete Kreuzung von Stachelbeere und Schwarzer Johannisbeere Jochelbeere heisst.

Informationen gibt es natürlich nicht nur in Büchern, sondern auch im Internet. Das Suchen von Informationen über eine Suchmaschine will geübt sein, dann für ein einzelnes Stichwort, wirft die Suchmaschine tausende Seiten aus. Da im Internet jeder alles ganz einfach veröffentlichen kann, sind nicht alle Quellen seriös. Es erfordert Übung und Erfahrung herauszufinden, welche Seiten vertrauenswürdig sind und welche nicht.

„Beobachten, vergleichen und protokollieren“ ist die älteste und wichtigste Methode in der Biologie. Je genauer du hinsiehst, desto mehr kannst du herausfinden! Probier es selber aus! Tschüss!

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