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Transkript Textarten: Einführung

Guten Tag, liebe Lernende. Wir wollen uns in diesem Einführungsvideo zum Thema Textarten mit den zwei Grundkategorien A und B beschäftigen. Wie man die Welt in verschiedene kleine Schubkästen einsortieren kann. Natürlich klappt das nicht immer. Ihr wisst das selbst. Die Welt lässt sich nicht völlig in verschiedene Schubkästen hineinpacken, es bleibt immer ein Rest übrig, der sich nicht einpacken lässt. Das könnte man jetzt Indifferentes nennen, oder Sonstiges oder nicht katalogisierbar. Aber wir sind hier in der Schule und in der Schule muss man es erst einmal lernen, verschiedene Dinge verschieden einzusortieren, damit man eine gewisse Grundordnung der Welt für sich erkennen kann, seinen Platz findet. Den kann man irgendwann ja auch mal wieder verlassen und sich woanders einsortieren. Aber wichtig ist, dass man weiß, wie die Welt im Einzelnen aufgebaut ist und wie die Welt sich selbst auch aufgebaut sehen will. Die Welt verlangt auch danach. Texte sind nichts anderes als eine Wahrnehmungsform der Welt. Die ganze Welt ist ein einziger Text. Wenn ich hier stehe, wenn ich aus dem Raum rausgehe, wenn ich auf der Straße bin, wenn ich Menschen begegne. Jeder hat Mitteilungen, jeder hat in irgendeiner Weise eine Kommunikation notwendig oder will eben ganz einfach mit anderen kommunizieren. Keiner lebt nur für sich allein. Die wenigsten schaffen es, auch nur ein paar Stunden mit sich allein zu sein. Man braucht das Andere. Man tritt mit der Welt in gewisser Weise immer in irgendeinen Kontext, in irgendeine Verbindung. Grundsätzlich lässt sich das, was jetzt die Sprache bzw. die Literatur betrifft, in zwei Kategorien einteilen: in die Kategorie A und in die Kategorie B. Einmal die Sachlichkeit, der Sachtext als solches, der sich mit allem befasst, was objektiv erfasst werden kann. Also die Gefühle, die Emotionen, die Angst, die Hoffnung, die Erwartung - all das wird aus Sachtexten so weit wie möglich herauszuhalten sein. Und was also die Sachtextanalyse betrifft, spielt das eine untergeordnete Rolle. Anders bei literarischen Texten. Literarische Texte basieren immer auf dem Gefühl, auf der Hoffnung, auf einer Subjektivität. Hier ist das Objekt das entscheidende, das zwar von einem Subjekt betrachtet wird, aber objektiviert werden soll. Hier wird etwas objektiviert. Hier wird das Objekt in den Mittelpunkt gestellt und das Objekt ist dasjenige, worum es geht. Hier geht es um Subjekte oder um ein einzelnes Subjekt. In der Lyrik meistens um ein einzelnes, oder bestenfalls eine Ich-Du-Beziehung. In der Epik eine Ich-Wir, manchmal auch eine Ich-Du-Beziehung. Und in der Dramatik, ich sag mal die Basis des Dramas ist ja nichts anderes als der Dialog und dann daraus gehend der Monolog und da wird versucht, die Welt zu fassen. Also man muss die Welt dann in irgendeiner Weise fassen. Und das ist dann immer über die Befindlichkeit bzw. über die Emotionalität des Subjekts. Gut, bleiben wir noch bei den einzelnen Bestandteilen. Nachdem wir nun die drei einzelnen Bestandteile der Literatur, Gattungen nennt man das auch, besprochen haben, kommen wir jetzt zu den einzelnen Sachtexten. Da haben wir jetzt die Argumentation, die Appellation, die Normation, die Abstraktion und die Information. Und einen Bereich kann man weder dem einen noch dem anderen genau zuordnen: das Indifferente. Damit sind Tagebücher und auch Briefe gemeint. Da geht es ein bisschen durcheinander. Da kommen wir dann noch im Einzelnen drauf. Ich habe die Argumentation und die Appellation immer mit dem -ion genannt, weil diese Dinge sozusagen der Argumentation dienen. Die Sache als solches steht im Mittelpunkt, sagen wir mal Umweltschutz, und die Argumentation soll also jetzt Argumente finden, um den Umweltschutz in irgendeiner Weise pro oder kontra zu belegen. Genauso wie die Appellation, dass ich also von mir herausgehe, bzw. von einer Sache herausgehe. Du sollst nicht töten, also ein Appell, der also auch einer ganz objektiven Wirklichkeitswahrnehmung entspricht. Die Normation in Form von Gesetztafeln beispielsweise. Die Abstraktion, wenn also aus dem Text selbst etwas herausgerissen wird und für sich steht. Das nennt man abstrakt, ja das ist nicht konkret, etwas das man direkt anfassen kann, sondern es ist aus einem Gesamtkontext herausgerissen und steht für sich. Nehmen wir mal einen Plan oder ein Schaubild, so wie das hier, das ist zum Beispiel eine Abstraktion. Also herausgerissene Teile, die dann zusammengesetzt wieder ein Ganzes ergeben. Und schließlich die Information, also informative Texte, die dazu dienen, bestimmte Sachzusammenhänge ohne Argumente, ohne Appelle und ohne normativen Hintergedanken, einfach ganz versachlicht darzustellen.  Auf das Indifferente bin ich schon eingegangen, damit sind dann also Tagebuchaufzeichnungen oder Briefe gemeint. Da weiß man nicht so ganz genau, ob man das eher dem literarischen Bereich oder dem sachtextlichen Bereich zuordnen soll. Das erst mal ganz allgemein zu den beiden Grundkategorien A Sachtext und B literarischer Text oder poetischer Text. Ich werde dann in den folgenden Videos auf die einzelnen Textarten oder Textsorten, wie man sie auch nennt, eingehen und im Einzelnen etwas genauer vorstellen.  

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2 Kommentare
  1. Default

    Super

    Von Deleted User 170425, vor mehr als 2 Jahren
  2. Default

    Was für Schubkästen ???????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????

    Von Juliusrobens, vor fast 4 Jahren